Laufen : Heiße Tempojagd auf dem Asphalt

Voller Einsatz: Hauke Timme (li.) und Micha Heidenreich kämpfen um den Sieg.
Voller Einsatz: Hauke Timme (li.) und Micha Heidenreich kämpfen um den Sieg.

Hauke Timme und Corinna Beck gewannen bei der 28. Auflage der Borener Meile die beiden Hauptrennen und wiederholten auf der 1609,34 Meter langen Strecke ihre Vorjahreserfolge beim Mittelstrecken-Klassiker

shz.de von
04. September 2018, 16:54 Uhr

Die Sieger von 2017 sind auch die neuen Champions der Borener Meile. Hauke Timme und Corinna Beck gewannen bei der 28. Auflage der Borener Meile die beiden Hauptrennen und wiederholten auf der 1609,34 Meter langen Strecke zwischen Boren und Klein Boren ihre Vorjahreserfolge beim Mittelstrecken-Klassiker in der Schleigemeinde.

Hauke Timme von der SG Kronshagen-Kiel setzte sich in einem taktisch geprägten Rennen mit einem langen und unwiderstehlichen Zielsprint gegen Micha Heidenreich vom VfV Spandau durch. Die beiden Favoriten verhielten sich auf der ersten Streckenhälfte sehr defensiv und scheuten die Tempoarbeit. Sowohl der 28-jährige Kieler als auch der 31-jährige Berliner taktierten und setzten auf eine Entscheidung auf der langen Zielgeraden, zu der es dann auch kam. Nach der Wendemarke ging Timme an die Spitze und forcierte immer weiter das Tempo. Heidenreich blieb ihm fast bis zum letzten Meter auf den Fersen, schaffte es aber nicht, ein erfolgreiches Überholmanöver zu setzen. So behielt Hauke Timme die Nase vorn und durfte nach 4:55 Minuten jubeln, ehe Heidenreich fünf Sekunden später den Zielstrich auf dem Borener Sportplatz überquerte. „Irgendwo habe ich einen Endspurt hergeholt. Woher die Schnelligkeit kommt, weiß ich auch nicht“, staunte Timme, der sich in dieser Saison verstärkt dem Triathlon zugewandt hat, selbst über seine Antrittsstärke.

Mit klarem Abstand verfolgte Patrik Stein vom Borener SV (5:20 Min.) als Gesamt-Dritter das Duell aus der Ferne. Hauke Timme durfte dank seiner Tempohärte seinen nunmehr vierten Sieg bei der Meile feiern. Der frühere Fahrdorfer zählt damit endgültig zu den „Big Four“ in der „Hall of Fame“ der Meile-Sieger.

Erfolgreicher als Timme waren in Boren nur Miguel Molero-Eichwein und Torben Detlefsen mit jeweils sechs Erfolgen und eben der fünffache Sieger Micha Heidenreich, der die Chance vergab, zu den beiden Rekordsiegern aufzuschließen. 22 der bislang 28 vergebenen Meile-Siegerpokale gehen auf das Konto der vier Meile-Cracks. Deutlich vielfältiger ist die Siegerliste der Frauen. Seit 1991 konnten sich 22 verschiedene Läuferinnen als Meile-Siegerinnen feiern lassen.

Corinna Beck ist seit der Siegesserie von Angelika Clauß in den Anfangsjahren der Borener Meile die erste Läuferin, die nun zwei Mal in Folge gewann. Bei der 28. Borener Meile setzte sich die 23-Jährige in 5:48 Minuten vor ihren beiden Kronshagener Vereinskameradinnen Mareike Lützow (5:57 Min.) und Julia Gröling (6:14 Min.) durch. „Heute war zeitmäßig nicht mehr drin, aber irgendwann ist auch der Streckenrekord ein Ziel“, erklärt die Siegerin.

Hinter den drei jungen Läuferinnen auf den Podiumsrängen folgte Daniela Prüß vom Borener SV nach 6:31 Minuten. Die Jugendrennen waren dünner besetzt als in den Vorjahren, brachten aber dennoch starke Sieger hervor. Patrick Kohn vom TSV Hattstedt (5:52 Min.) und Sarah Förster vom TSV Kropp (6:46 Min.) ließen die übrigen Teilnehmer der Nachwuchsrennen hinter sich.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen