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Flensburger reisen zum kampfstarken Aufsteiger

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erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

flensburg | "Schon komisch, so viel Zeit zu haben", findet Ljubomir Vranjes. Doch der Trainer der SG Flensburg-Handewitt hat keine Not, die in dieser Saison ungewohnt langen Pausen zwischen zwei Spielen zu nutzen. "Wir können endlich Handball trainieren", sagt Vranjes, was sich beim Gedanken an Berufsspieler vielleicht seltsam anhört, tatsächlich aber meint: Sorgfalt bei der Vorbereitung, Muße für den Blick aufs Detail - das ging in der Hetze des Frühjahrs oft unter. So trat die SG gestern bestens vorbereitet ihre vorletzte Reise dieser Spielzeit in der Handball-Bundesliga an: Gegner ist heute (19.45 Uhr) der Aufsteiger TV Neuhausen.

In der Paul-Horn-Arena in Tübingen wartet auf die Flensburger ein Team, das ums Überleben kämpft. Vier Spiele stehen für den Tabellen-16. noch aus: Daheim gegen die SG und die RN Löwen, auswärts in Lemgo und Gummersbach. Letzteres kann zum Endspiel gegen den Abstieg werden, wenn Neuhausen vorher noch einmal gewinnt. Das gilt bei den Süddeutschen als "Umögliches, das möglich gemacht werden soll" - am liebsten schon gegen Flensburg.

Auch für Vranjes und sein Team steht viel auf dem Spiel: "Wir brauchen die Punkte aus Neuhausen, um die Qualifikation für die Champions League zu schaffen." Zunächst zählt Platz drei, über die mögliche erneute Vizemeisterschaft will Vranjes noch nicht reden. Neuhausen stemmt sich mit einer aggressiven 3-2-1-Abwehr ("Vorbild Balingen, die Schule von Rolf Brack", so Vranjes) gegen den Rücksturz in die 2. Liga. Dabei nutzen die Gastgeber alle Mittel, die bei den Schiedsrichter durchgehen. Gegen den HSV Hamburg waren das nicht wenige, der TVN überraschte mit einem 28:28 im Heimspiel. Vranjes ist aber überzeugt, dass seine Mannschaft dagegenhalten wird: "Wir sind voll mit Power. An Wille und Kampfgeist soll es nicht liegen." Bis auf den frisch operierten Lars Kaufmann stehen alle SG-Spieler bereit, wenn auch mit den zum Saisonende hin üblichen kleineren Blessuren.

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