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Segeln : Ein Schritt in die richtige Richtung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

49er-Duo Jan Hauke Erichsen/Max Lutz nach dem Desaster vor Mallorca beim World Cup vor Hyeres wieder in der Gold-Fleet.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 07:45 Uhr

Das Flensburg-Kieler 49er-Duo Jan Hauke Erichsen und Max Lutz hat sich beim World Cup vor dem südfranzösischen Hyeres den Frust von der Seele gesegelt. Mit dem Erreichen der Gold-Fleet in dem international stark besetzten Feld von 80 Teilnehmern machte das Duo die Enttäuschung des vorangegangenen World Cups vor Mallorca (Platz 53. bei 84 Booten) wett.

„Nach dem verpassten Saisonstart war das ein wichtiger Schritt für uns“, sagt Jan Hauke Erichsen. Allerdings musste das Team erkennen, dass „wir lange nicht mehr in einer solchen Flotte Rennen gesegelt sind“. Der Bootsspeed passte bei den Bedingungen der ersten Tage nicht. Meist waren Erichsen/Lutz anfangs dabei, konnten aber die Positionen über das Rennen nicht halten und beenden die Wettfahrten im hinteren Mittelfeld der Flotte. Am Ende war es der Gesamtrang 26, das Kieler Duo Erik Heil und Thomas Plößel belegte Rang elf. Beide Teams befinden sich in der Olympia-Kampagne für die Spiele 2016 vor Rio de Janeiro.

Für die Regatten in Südfrankreich war das erste Mal der international erfahrene Coach Rigo de Nijs an der Seite der Deutschen Meister von 2013. Eine Zusammenarbeit, die Früchte trug. „Mit der Hilfe von Rigo haben wir einige eingeschlichene Rennmuster überdacht und konnten auch an unserem Trimm ein wenig feilen“, kommentiert Lutz die Zusammenarbeit mit den ehemaligen Bundestrainer. „Am letzten Tag wurde deutlich, dass wir auch in der Lage sind, vorne mitzufahren.“ Pech hatte die Flensburg-Kieler Kombination im Training, als die hintere Befestigung des Auslegers (Wing), auf dem die Segler stehen, brach. Möglichwerweise Verschleiß am Zweit-Boot durch das intensive Wintertraining. Der 49er „Nord-Schturm“ kommt erst wieder bei der EM und der WM zum Einsatz. „Der Wing wurde vom Bootsbauer repariert, wir verpassten zum Glück nur einen Trainingstag“, erzählt Erichsen. Allerdings brach der Wing im ersten Qualifikations-Rennen ein zweites Mal. Die Crew segelte weiter und rettete einen 13. Platz ins Ziel.

Nach erneuter Reparatur der Wing wurde Erischen/Lutz – im zweiten Rennen auf Rang 13 liegend – von einer französischen Crew auf dem Vorwindkurs die Vorfahrt genommen. Eine Kollision war nicht mehr zu vermeiden, der Gennacker wurde in drei Teile zerteilt. Erichsen/Lutz mussten aufgeben. „Immerhin haben wir später in der Protestverhandlung eine Wiedergutmachung bekommen.“

Beim zweiten Tag der Qualifikation wäre laut Max Lutz einiges mehr drin gewesen. Aber ein strategischer Fehler brachte der Crew nach einem super Start und einer Platzierung unter den Top fünf nur einen 15. Platz ein. Immerhin reichte es am Ende der Quali zur Gold-Fleet. „Wir gehen mit einem positiven Gefühl aus der Regatta“, sagte der Steuermann. Der Vorschoter ergänzt: „Wir werden besonders am Bootsspeed arbeiten und die Kommunikationsabläufe beim Start versuchen, zu optimieren.“ Die nächsten vier Wochen wird vor Kiel trainiert, dann steht eine Regatta vor Medemblik auf dem Programm.

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