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Handball : Ein „kleines Wunder“ mit der A-Jugend

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

HC Treia/Jübek überrascht in der Handball-Oberliga der männlichen Jugend A als Tabellenvierter.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 18:14 Uhr

Auch wenn die A-Jugend des HC Treia/Jübek am Freitag (19 Uhr) gegen die HSG Mönkeberg-Schönkirchen noch ein letztes schweres Spiel in der Handball-Oberliga vor der Brust hat, spricht das Trainer-Gespann Sönke Laß und Hans-Wilhelm Ley schon jetzt von einer ganz hervorragenden Halbserie. Platz vier nach zehn Spielen bei sieben Siegen und drei Niederlagen können sich sehen lassen. „Das ist fast schon ein kleines Wunder“, sagt Sönke Laß. „Vielleicht habe ich auch ein Faible dafür, eine Mannschaft zusammen zu bringen.“

Im Gegensatz zu anderen Teams der 12-er-Staffel trainiert der HC Treia/Jübek nur zwei Mal die Woche, hat aber in Punkto Taktik und Kondition keinesfalls Defizite – im Gegenteil. „Mich hat der bisherige Verlauf sehr überrascht. Die Mannschaft ist cleverer geworden und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen“, sagt Laß, der am Ende der Saison selbst mit einem „siebten oder achten Platz“ zufrieden wäre. Aber Rang vier verteidigen, wäre natürlich auch nicht schlecht.

Bisher hat die Mannschaft um Leader Christoph Schnoor und die beiden Keeper Nils Rewoldt und Marc-Kevin Klopfer, gegen die Teams gewonnen, gegen die Punkte eingeplant waren. Darüber hinaus beeindruckte der nicht erwartete, aber hoch verdiente 29:28-Erfolg bei der SG Hamburg-Nord. „Das war schon überzeugend “, meinte Laß. Die drei Niederlagen der bisherigen Serie waren eindeutig, zwei Mal zu hause mit über zehn Toren gegen Spitzenreiter VfL Bad Schwartau und den Verfolger AMTV Hamburg. „Das war eindeutig“, sagt Laß. „Aber die Acht-Tore-Niederlage beim TSV Kronshagen haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

Auch in der jüngsten Partie gegen den MTV Herzhorn (Endergebnis 39:29) lief es zunächst nicht optimal für die HC-Jungs. Die lange Anreise hatte dem Tabellenvorletzten nichts ausgemacht. „Bevor wir überhaupt auf der Platte standen, führten die Herzhorner schon 3:0“, kommentierte Laß den schleppenden Auftakt. Herzhorn bestimmte auch weiter das Spiel und führte mit 4:1 und 8:4, bevor der HC nach zwölf Minuten beim 8:9 erstmals auf Tuchfühlung war. Das war es dann aber auch schon für die Gastgeber, der MTV zog wieder über 14:10 auf 17:13 kurz vor der Pause davon. „Wir bekamen den B-Jugendlichen Michel Olde überhaupt nicht in den Griff. Der hat acht seiner neun Tore in der ersten Hälfte erzielt. Glücklicherweise haben wir zur Pause noch auf zwei Tore verkürzt.“

Für die zweite Hälfte hatten sich Team und Trainer vorgenommen, aus einer stabileren Abwehr zu leichten Toren über den Gegenstoß zu kommen. Pustekuchen: Die Rechnung hatte der HC ohne den Gegner gemacht, der über 18:15 auf vier Tore zum 20:16 davonzog.

„In dieser Phase bekamen wir gleichzeitig zwei Zeitstrafen von den schwachen Schiedsrichtern, die wir aber mit 1:0 gewonnen haben“, beschrieb Laß den Beginn der Wende. Was folgte war ein „gnadenloses Tempospiel“ seiner Mannschaft. In der Abwehr wurde jetzt richtig geackert und vorne die Chancen sicher verwandelt.Über 22:22 und 24:24 erkämpfte sich der HC beim 25:24 die erste Führung. Beim 30:24 war „der Drops gelutscht“, der Rest Schaulaufen.

Der Trainer war begeistert: „In der ersten Hälfte hat uns Timo Detlefsen mit seinen Toren im Spiel gehalten. Im zweiten Durchgang war es dann die Mannschaft, die einfach den Schalter umlegte und berauschenden Handball spielte.“

Ein Sonderlob vom Trainer gab es für den bisherigen Saisonverlauf für Christoph Schnoor, der die „Familientradition in Treia in Sachen Handball fortführt“ und für die beiden Torhüter. „Von Nils Rewoldt hatte ich die Leistung erwartet. Marc-Kevin Klopfer hat bisher überragend gespielt“, lobte Laß.


HC Treia/Jübek: Rewoldt, Klopfer – Schnoor (9), Tanck, Stockfleth (2), Mordhorst (10/2), Reiser, Detlefsen (10), Bock, Silbernagel (5), Ehlke, Clasen (3).

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