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Drei glückliche Debütanten und ein trauriger Routinier

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12. OstseeMan-Triathlon: Staffeln vom "Team Supreme" übertreffen die Erwartungen

Glücksburg | Die Streckenrekorde bleiben stehen, aber einen neuen Rekord gab es dennoch. Vier Siege beim OstseeMan-Triathlon und das auch noch in ununterbrochener Reihenfolge - das hatte beim OstseeMan-Triathlon noch niemand zuvor geschafft. Mit seinem vierten Sieg an der Förde machte sich Christian Nitschke endgültig zum unumstrittenen Helden in der "Hall of Fame" des OstseeMan-Triathlons. 3,8 km Schwimmen in der Förde, 180 km Radfahren durch das hügelige Angeln und 42,195 Laufkilometer auf der Runde um das Wasserschloss bewältigte der 28-jährige Rostocker in famosen 8:38:10 Stunden. Bei den Frauen wurde Julia Bohn vom EOSC Offenbach bei ihrem ersten OstseeMan-Start nach 9:46:45 Stunden als souveräne Siegerin im Zielkanal umjubelt.

Das Gefühl, nach 226 km als Finisher der härtesten Triathlondistanz gefeiert zu werden, lernten beim 12. OstseeMan auch drei Athleten aus der Schleiregion erstmals kennen. Von den vier Finishers aus der Schleiregion hatte lediglich Karsten von Brehm vom MTV Gelting 08, der das Ziel nach 12:11:37 Stunden erreichte, bereits OstseeMan-Erfahrung als Einzelkämpfer.

Als einzige "OstseeWoman" aus der Region feierte Susanne Levsen vom MTV Gelting 08 in 13:46:24 Stunden ein erfolgreiches Langdistanzdebüt. Die Trainingssteuerung durch ihren Coach und Sohn Lars Levsen brachte der 51-jährigen am großen Tag der Tage den gewünschten Erfolg.

In Eigenregie hatte sich derweil Daniel Thieme vom Borener SV auf sein Langdistanzdebüt vorbereitet. "Ich habe viel trainiert und auch viel gelesen", beschrieb der 40-jährige Familienvater sein Vorbereitungsprogramm. Insbesondere die Kapitel zur Renneinteilung und mentalen Vorbereitung scheint Thieme gut verinnerlicht zu haben. "Beim Schwimmen und Radfahren habe ich die Kräfte bewusst dosiert und beim Laufen hatte ich dann noch Reserven und konnte viele überholen", beschreibt Thieme seine geglückte Taktik, von der er sich auch nach einem Sturz auf der Radstrecke und der anschließenden Behandlungspause nicht abbringen ließ. Nach 10:50:25 Stunden feierte er als 101. der Gesamtwertung ein gelungenes Debüt.

Einen starken Einstand mit Potenzial für noch weitere Leistungsentwicklungen präsentierte auch Matthias Hjordthuus. Der Nübeler erreichte das Ziel nach 11:07:58 Stunden als 133. der Gesamtwertung. Dass er auch nach elf Stunden Sport noch nicht am Ende seiner Kräfte ist, demonstrierte Hjordthuus auf dem Schlusskilometer. "Den letzten Kilometer sind wir im Vierer-Schnitt gerannt wie im Lauftraining", staunte sein Trainingspartner Jürgen Clausen im Ziel. Clausen war als Staffelläufer zu Hjordthuus aufgelaufen und hatte die letzten Kilometer gemeinsam mit dem angehenden "Eisenmann" absolviert, ehe dieser kurz vor dem Ziel unerwartet noch Kraft für eine Tempoverschärfung fand.

Während sich die drei Debütanten über ihren gelungenen Einstand freuten, musste ein Triathlonroutinier eine neue und schmerzliche Erfahrung machen. Erstmals in mehr als 25 Jahren als Langstreckentriathlet erreichte Lars Apitz das Ziel nicht. Der 44-jährige, der für das neu gegründete Team Supreme ins Rennen gegangen war, stieg auf der Laufstrecke vorzeitig aus. Bereits beim Radfahren hatten sich bei ihm gesundheitliche Probleme wieder bemerkbar gemacht, die ihn nach zwei Laufrunden bewegten, erstmals in seiner Karriere die Startnummer vorzeitig abzulegen. "Ich war platt, aber ist dann doch ein schwerer Schritt, wirklich auszusteigen. Aber auf Sparflamme kann man eine Langdistanz nun mal nicht machen", stellte Apitz ernüchtert fest. Bereits in der Vorbereitung auf den Wettkampf hatte Apitz aus gesundheitlichen Gründen sein Pensum deutlich einschränken müssen. "Das war jetzt schon ein Schlüsselerlebnis. Ich werde sportlich jetzt erstmal kürzer treten", kündigte Apitz an.

Dem neuen Team Supreme, dessen zweiter Einzelstarter Marco Sengstock (Kiel) ebenfalls vorzeitig ausstieg, möchte Apitz aber in anderer Funktion verbunden bleiben.

Trotz des unglücklichen Verlaufs im Einzelrennen gab es für das Team Supreme auch noch Grund zum Jubel. Im Staffelwettbewerb feierten das mit Assen aus ganz Deutschland besetzte Trio mit Schwimmer Kai Holzkamm (Holtsee), Radfahrer Patrick Quellmalz (München) und Marathonläufer Holger Wollny (Bösdorf) nach 8:15:04 Stunden einen ungefährdeten Sieg. Die zweite Staffel des Teams Supreme mit Schlussläufer Christopher Schwarz aus Hüsby erkämpfte in 8:50:52 Stunden Platz sechs.

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erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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