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Leichtathletik : Crosslauf-Spaß für Hartgesottene

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Beim 28. Lila-Eule-Cross in Kappeln gingen knapp 130 Aktive im aufgeweichten Hüholz an den Start. Miguel Molero war der überragende Läufer.

Dauerregen in den Tagen und Stunden vor dem Start, aufgeweichte Waldwege und ein nach tagelangem Regen zu veritabler Breite angewachsener Bach sorgten beim 28. Lila-Eule-Crosslauf für einen interessanten, aber schwierigen Mix. Immerhin knapp 130 hartgesottene Lauffreunde stellten sich beim Crosslauf-Klassiker an der Schlei den Herausforderungen im Gehölz zwischen „Alter Eule“ und Grödersbyer Bahnhof.

Neben aufgeweichten und glitschigen Streckenabschnitten erwies sich insbesondere die Querung der Au als spannende Zusatzaufgabe, die nicht mit trockenen Füßen zu bewältigen war. Dort, wo üblicherweise ein langer Schritt genügte, um auf die andere Seite des Fließgewässers zu gelangen, wartete nun ein Meter breiter knietiefer Bach. Während sich die etwas langbeinigeren Starter noch erfolgreich bemühten, mit einem langgezogenen Sprung von einem aufgeweichten Ufer ans andere zu gelangen, nahmen die anderen Aktiven unerschrocken nasse Füße in Kauf und liefen geradewegs durch das kühle Wasser. „Das war wirklich der crossigste Crosslauf, den ich bislang mitgemacht habe“, stellte die keinesfalls unerfahrene Elke Thomsen von Spiridon Schleswig nach dem Wettkampf fest.

Auch unter den Stammgästen des Lila-Eule-Crosslaufs, die in Kappeln auch schon Rennen im Schnee erlebt hatten, fand sich keiner, der sich an derart feuchte Bedingungen erinnern konnte. Die für einen November-Tag sehr milden Temperaturen ließen die ungemütlichen Rahmenbedingungen immerhin etwas leichter ertragen und sorgten dafür, dass die meisten Lila-Eule-Starter ihren Spaß an den heftigen Streckenverhältnissen fanden.

Während seine Konkurrenten auf den matschigen Streckenabschnitten immer wieder mal aus dem Rhythmus gerieten, rannte Miguel Molero durch den Wald, als sei er bei einem Straßenlauf. Mit ungebremstem Tempo spulte der 47-jährige von Spiridon Schleswig auf der 5400 Meter langen Mittelstrecke seine Runden ab und beeindruckte einmal mehr mit seiner derzeit herausragenden Form. „Bei so einer Strecke ist es doch gut, dass es noch Spikes gibt“, brachte der Routinier die Schuhwahl als wichtigen Teil des Erfolgsrezepts ins Gespräch. In 19:59 Minuten ließ Molero seinen jüngeren Konkurrenten keine Chance.

Mit Beek Hadler und Marc Radeleff mussten zwei ebenfalls starke Jugendasse vom Eckernförder MTV die Überlegenheit des erfahrenen Langstreckenläufers anerkennen. Beek Hadler konnte den Sieger allerdings lange im Blick behalten und lief nach 20:12 Minuten als Gesamtzweiter den Anstieg zum Ziel an der „Alten Eule“ hinauf. Im Kampf um den dritten Platz behielt Marc Radeleff (21:30 Min.) die Nase knapp vor Lokalmatador Hanno Reese (TSV Kappeln/ 21:37 Min.).

In der weiblichen Konkurrenz setzte sich dagegen eine schnelle Nachwuchsläuferin durch. Julia Gröling vom SV Enge-Sande gewann über 5400 Meter in 24:14 Minuten mit klarem Vorsprung vor Tanja Sönksen (TSV Fahrdorf/ 28:39 Min.) und Heike Kaack (SG Athletico Büdelsdorf/ 28:46 Min.).

Gleich acht Mal mussten die Starter des 10  800 Meter langen Langstreckenrennens den „Wassergraben“ an der Au überwinden. Im Ziel des längsten Laufs des Tages durften zwei Athleten des STV Sörup einen Doppelsieg ihres Klubs bejubeln und heimsten so auch die Kreismeistertitel des KLV Schleswig-Flensburg ein.

Wiebke Rottschäfer gewann die Frauenkonkurrenz in 1:00:12 Stunden vor Monika Schulze (TSV Ladelund/ 1:02:37 Std.) und Ursula Schockemöhle (ASV Dersau/ 1:07:13 Std.). Bei den Männern hatte ihr Vereinskamerad Maik Lange nach 45:02 Minuten die Nase vorn. Der Eckernförder Jens Büßen (46:21 Min.) und Michael Stoll vom Borener SV (47:31 Min.) komplettierten die Podiumsplätze.

Den Startern in den Wettkämpfern der Kinder und der Jugend blieben auf ihrer kleinen Runde zwar nasse Füße erspart, mit glitschigen Wegen und ein paar umgestürzten Bäumen hatten aber auch die Nachwuchsläufer einige natürliche Hindernisse zu bewältigen. Besonders gut gelang dies den Talenten vom TSV Fahrdorf, die in der Kreismeisterschaftswertung in den Jugendklassen stolze zehn Meistertitel erkämpften, während die Kappelner Youngster auf heimischer Piste immerhin sechs Mal jubelten.

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erstellt am 17.Nov.2015 | 07:22 Uhr

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