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Aufstieg in weite Ferne gerückt : Bittere Niederlage beim Zweiten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eine bittere Pille mussten die Drittliga-Handballfrauen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen (OKT) beim direkten Rivalen SV Henstedt-Ulzburg schlucken. Sie verloren nach klarer Pausenführung noch 23:25.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 07:45 Uhr

Nach einer 12:8-Pausenführung verloren die HG-Handballerinnen 23:25 beim Tabellenzweiten. Mit dieser Niederlage rückt die Chance auf den Aufstieg in die 2. Liga in unerreichbare Ferne.

Obwohl die Mannschaft von Trainer Vagn Hansen im ersten Durchgang im Angriff eine starke Vorstellung bot, reichte es am Ende nicht zu einem Punktgewinn. Besonders zu überzeugen wussten eine gut aufgelegte Imke Seidel auf Rückraum Mitte und Torfrau Sophie Fasold, die ihrer Mannschaft den Rücken freihielt.

„Die Schiedsrichter haben Vergehen auf beiden Seiten unterschiedlich bewertet. Dadurch mussten wir 14 Minuten in Unterzahl spielen, während Henstedt-Ulzburg nur zwei Minuten dezimiert wurde“, sah Hansen den Grund klar bei den Unparteiischen. In der Tat war die Disqualifikation nach drei Zwei-Minuten-Zeitstrafen von Imke Seidel beim Stand von 12:13 in der 36. Spielminute spielentscheidend. Sie hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Tore geworfen und war Dreh- und Angelpunkt des HG-Angriffsspiels.

Doch auch diese Schwächung steckte die Mannschaft zunächst gut weg. Nun war es Petra Janeckova auf Linksaußen, die durch schlaue Anspiele für neuen Schwung auf Seiten der HG OKT sorgte und ihr Team wieder auf Kurs brachte. Bei der komfortablen 19:15-Führung wurde sie ausgewechselt.

Die nun folgenden letzten 15 Spielminuten gehörten Henstedt-Ulzburg. Der bärenstarken ehemaligen Spielerin des TSV Owschlag, Marleen Völzke auf Rückraum Mitte, hatte die HG nichts mehr entgegen zu setzen. Hilflos mussten die verletzten Rückraumspielerinnen Jill Sievert, Sarah Jörgensen und Kristin Machau sowie Anita Ewert (Kreis) mit ansehen, wie ihre Mannschaft komplett den Faden verlor und Marleen Völzke auf Seiten Henstedt-Ulzburgs das Feld überließ. Völzke erzielte nicht nur zehn Tore, sondern brachte ihre Nebenleute immer wieder durch einfache Kreuz-Stoßbewegungen in gute Wurfpositionen und sorgte damit für die entscheidende Wende.

Henstedts Coach Sebastian Schräbler sah seine kompakte Abwehrreihe in Kombination mit dem geduldigen Angriffsspiel als spielentscheidend. „Die Mannschaft der HG OKT ist immer schwer ausrechenbar, weil sie im Angriff sehr variabel agiert. Der Glücklichere hat heute gewonnen!“

Der ansonsten sehr ruhige und besonnene Vagn Hansen stand erst eine halbe Stunde nach Spielende für ein Statement bereit, bescheinigte seiner Mannschaft dann eine tolle Moral. „Ich war mit der Mannschaftsleistung insgesamt zufrieden“, sagte Hansen.

OKT: Lobstädt, Fasold – Seidel (7/2), Trceziok (1), Küppers, K. Rohwer, Steffek (5/1), Pahl (2), Linke, Peters (4), H.
Rohwer (1), Lübker (1), Janeckova (2).

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