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Beste Bedingungen in Mohrkirch

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58 Reiter-Senioren beim Dressurturnier am Start / Schubyerin Dörte Reese gewinnt schwere M-Prüfung auf Hope of September

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Mohrkirch | "Zum alten Eisen" gehören sie ganz sicher nicht, die Reiter des Senioren Amateur Reitclubs (SAR) Hamburg und Schleswig-Holstein. Mitreiten dürfen hier nur Amateure 40plus. Speziell für sie werden Dressur- und Springturniere der Klasse A bis M ausgerichtet. Auf Hof Norwegen in Mohrkirch trafen sie sich zu einem Dressurturnier. 58 Reiter mit ihren Pferden gingen in den sechs ausgeschriebenen Prüfungen an den Start. "Das sind nur 70 Prozent der ursprünglichen Nennungen", bedauerte der Vereinsvorsitzende Helmut Oehrl. "Da bekamen auch wir die Verkehrsbehinderungen der Rader Hochbrücke zu spüren. Allein in der M-Tour gabs deswegen drei Absagen."

Die SAR-Mitglieder rekrutieren sich größtenteils aus dem südlichen Schleswig-Holstein jenseits des Nord-Ostsee-Kanals. "Wir möchten auch im Norden mehr Mitglieder und Turnierausrichter für den SAR gewinnen," erklärte Oehrl das Clubziel. Mit Markus Waterhues wurde der erste Schritt gemacht. Seine Anlage ist ein echtes Aushängeschild des Dressursports und bietet mit einer 20x60m Halle und einem ebenso großen Außenviereck allerbeste Bedingungen. Chef-Richter Sven-Carsten Buttgereit aus Kiel war voll des Lobes für die Organisation: "Optimale Verhältnisse, super Helfer und ein engagierter Hausherr mit einer ebenso engagierten Ehefrau und dem Reiterbund Nordmark im Bunde." So wurde auf Initiative der Vereinsvorsitzenden Carolin Thurner jedem Reiter nach seinem Ritt ein Gläschen Sekt hoch zu Ross serviert.

Den Siegern und Platzierten hat es besonders geschmeckt. Das waren in der A-Dressur Silke Jacobsen vom RV Südangeln Süderbrarup, für deren Ritt mit ihrer Stute Supernova die Richter eine 7,0 vergaben. In der L-Trense gewann Martin Jürgensen, der mit seiner Stute Da Vinia auch in der L-Kandare den zweiten Platz erreichte - hinter Susanne Hinrichs aus Rendsburg mit dem erst sechsjährigen Alias Max. Für den 42jährigen Jürgensen war es die erste Teilnahme bei einem SAR-Turnier: "Ich wollte nur mal als Gastreiter reinschnuppern und finde das total Klasse!"

Am Nachmittag wurde mit den beiden M-Prüfungen Dressursport auf anspruchsvollem Niveau geboten. Die M* entschied Dr. Marna Michel, schon seit vielen Jahren SAR-Mitglied, für sich. 64,24 Prozent vergaben die Richter für ihren Ritt mit Draco. In der M** wurde sie mit 63,6 Prozent nur knapp geschlagen von Dörte Reese mit Hope of September, die mit 63,7 Prozent den Sieg und eine Paradedecke als Ehrenpreis mit nach Hause nehmen durfte.

Auf die Frage, ob es ein SAR-Turnier Mohrkirch auch 2014 geben werde, gab es sowohl von Waterhues als auch Carolin Thurner ein klares Ja: "Wir denken darüber nach, zusätzlich zwei S-Dressuren auszuschreiben." Dann will Carolin Thurner, die erfolgreich in der schweren Klasse unterwegs ist, selbst mitreiten.

Alle Prüfungen zählen für den SAR-Dressur-Cup. Während der gesamten Saison können die Teilnehmer Punkte sammeln. Für die in jeder Prüfung an 1.-9. Stelle rangierten werden jeweils Punkte vergeben: Zehn für den Sieger, acht für den Zweitplatzierten, sieben für den dritten Platz und so weiter bis ein Punkt für das Paar, das auf dem neunten Platz landet. Auf dem Abschlussturnier Ende August werden diese Punkte verdoppelt und die drei Teilnehmer mit den höchsten Gesamt-Punktzahlen der kompletten Saison werden jeweils als Cup Sieger der kleinen, mittleren und großen Tour jeweils im Springen und in der Dressur ausgezeichnet.

In der Kleinen Tour (A-Dressur und L-Trense) führt Anja Lassen vom RV Südangeln Süderbrarup, die in Mohrkirch in beiden Prüfungen mit Santo Domingo auf den zweiten Platz ritt, das Feld an. In der Mittleren Tour (L-Trense und L-Kandare) hat Caroline Kleinert vom PS Granderheide mit Royal Paint die souveräne Führung übernommen. Auch in Mohrkirch war sie mit einem dritten Platz in der L-Trense und einem vierten Rang in der L-Kandare erfolgreich unterwegs. Die Führung in der großen Tour übernahm Margret Doose von der RSG Groß Buchwald mit Pascolino, dicht gefolgt von Stephanie Hase vom RuFV Bordesholm, die mit Lütt-Johan in der M* 62,5 Prozent und damit Platz zwei errang.

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