Angriffslust auf die Höchstpunktzahl

<strong> </strong> <strong>Kropps Co-Trainer Oliver Held</strong>  möchte mal wieder einen Dreier in Angriff nehmen.
Kropps Co-Trainer Oliver Held möchte mal wieder einen Dreier in Angriff nehmen.

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09. April 2010, 03:59 Uhr

Büdesldorf/Kropp | 0:0 beim ETSV Weiche, 1:1 beim Eckernförder SV. Mühsam, aber erfolgreich sammelt der TSV Kropp seine Punkte im Kampf gegen den Abstieg - mühsam aber seit drei Spielen ungeschlagen. Das will die Mannschaft von Trainer Dirk Asmussen am liebsten auch im dritten Auswärtsspiel in Folge bleiben - das Derby bei FT Eider Büdelsdorf (Sbd., 14 Uhr) steht auf dem Programm. Ein drittes Unentschieden muss es laut Oliver Held aber nicht werden. "Damit wären wir nicht zufrieden", sagt der Kropper Co-Trainer selbstbewusst. "Wir müssten mal wieder einen Dreier in Angriff nehmen." Seine Angriffslust auf die Höchstpunktzahl leitet Held aus eigener Stärke und aus der Beobachtung der Büdelsdorfer Partie gegen den TSV Klausdorf ab. "Was ich da gesehen habe, war einfach schlecht", beschreibt Held seine vergeudete Freizeit. "Ich hätte mir besser unsere zweite Mannschaft ansehen sollen." Aber der Co-Trainer wie auch Fußball-Obmann Ole Werner sind sich einig, dass das "ewig interessante Derby" der beiden Mannschaften sicherlich ein anderes Format haben wird, der Tabellenstand wird keine Rolle spielen. "Gegen Teams aus der oberen Region haben wir sowieso immer besser ausgesehen", sagt Werner. Held hat unterschiedliche Erinnerungen - an eine schmerzliche 2:6-Niederlage, aber auch an einen 8:1-Triumph seiner Mannschaft im traditionellen Vergleich beider Teams. Von der Papierform her ist der Tabellendritte Favorit. Eider hat ein Heimspiel und eine erfahrene Mannschaft, gemischt mit guten jungen Leuten - aber Büdelsdorf war schon gegen 06 (1:1) und Klausdorf (1:1) in dieser Rolle. In der vergangenen Saison siegte der TSV in beiden Spielen jeweils mit 2:1. Der Tabellenzwölfte kann bis auf Stefan Wintschel (Knieprobleme) auf alle Spieler zurückgreifen. Wann und ob Oliver Held nach seinem Hüftbruch selbst einmal wieder auflaufen wird, das "steht in den Sternen". Held: "Man muss sich auch mal zurücknehmen. Es gibt wichtigere Sachen" - so etwas wie einen Dreier im Derby.

Gegen einen Kropper Auswärtssieg erhebt Dennis Usadel vehement Einspruch. Entgegen allgemeiner Loblieder auf die spielerische Stärke des TSV bekräftigt Usadel: "Kropp ist nicht besser als der momentane Tabellenplatz 12. Deshalb bin ich ja auch nach Büdelsdorf gewechselt. Ich wollte nicht gegen den Abstieg spielen." Im Sommer 2009 hatte Dennis Usadel den TSV Kropp mit einer gewissen Vorahnung verlassen. Vier Jahre lang schnürte der Mittelfeldspieler die Fußballschuhe für den Schleswig-Holstein-Ligisten. Dann war es an der Zeit zu gehen. "Die ersten drei Jahre waren super", erinnert sich Usadel. "Aber in meinem letzten Jahr fing es dort schon an zu bröckeln." In der Mannschaft habe es nicht mehr gepasst. "Nur auf junge Spieler zu setzen - das geht einfach nicht", sagt der Mittelfeldspieler der FT Eider Büdelsdorf vor dem Duell mit seinem Ex-Club. Der 30-Jährige hat sich hohe Ziele gesetzt: In der SH-Liga oben mitspielen und im Landespokal triumphieren. Für Usadel dient die Partie gegen Kropp daher auch der Vorbereitung auf das SHFV-Pokalhalbfinale gegen den Regionalligisten VfB Lübeck am Dienstag (19 Uhr). Trainer Olaf Lehmann hingegen betont: "Ich werde das Spiel gegen Kropp nicht zum Einspielen nutzen. Es dient nur insofern der Vorbereitung, weil wir keine Testspiele machen konnten und einfach drei, vier Partien brauchen, um unseren Rhythmus zu finden." Wenn Spieler gedanklich bereits beim Pokalspiel seien, "dann gewinnst Du die Ligapartie nicht." Das hat Lehmann seinen Schützlingen klar gemacht.

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