zur Navigation springen

Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft immer noch schnell : Altmeister schreiben Rallye-Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Alter? Was ist Alter? Rolf Petersen (70) und Jürgen Krabbenhöft (65) bewiesen bei der Rallye Atlantis, dass sie es nach wie vor können - im Mitsubishi zeigten sie der Konkurrenz in Kaltenkirchen die Hacken.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 07:00 Uhr

1987 fuhr Rolf Petersen (Westerrönfeld) mit seinem damaligen Hamburger Beifahrer André Bockelmann seinen letzten Gesamtsieg bei der ADAC Wikinger Rallye heraus, den vorerst letzten. 2013 gab der heute 70-jährige Unternehmer sein Comeback. Zum Ende dieser Saison holte er sich nun mit seinem aktuellen Copiloten Jürgen Krabbenhöft (65) aus Neuberend den Gesamtsieg bei der 45. Rallye Atlantis des MSC Kaltenkirchen und wurde Dritter der sich anschließenden 46. Rallye Atlantis. Der Wettbewerb wurde zum Deutschen Rallye Pokal und zu zahlreichen regionalen Meisterschaften gewertet.

Von Beginn an legten die beiden Altmeister eine schnelle Gangart an den Tag und waren bereits nach der ersten 7 km langen Wertungsprüfung (WP) unter den top drei. In der nachfolgenden Prüfung verbesserte sich die Mitsubishi-Besatzung auf den zweiten Platz. In der dritten WP übernahmen Petersen/Krabbenhöft mit einer tollen Bestzeit die Führung im Gesamtklassement und gaben diese auf dem abschließenden Rundkurs trotz eines kleinen Ausrutschers nicht mehr ab. „Eine mittlere Linkskurve war sehr schmierig und wir kamen deutlich auf die Bankette. Dabei haben sich die beiden rechten Felgen viel Dreck ’aufgesammelt‘. Das Auto schüttelte sich anschließend auch in Geradeausfahrt dermaßen heftig, dass an Vollgas nicht mehr zu denken war“, schilderte Petersen die Aktion. Trotzdem reichte es zur dritten Gesamtzeit und in der Addition zum Gesamtsieg mit einem Vorsprung von über 40 Sekunden.

Petersen/Krabbenhöft begannen die sich unmittelbar anschließende 46. Rallye Atlantis wiederum sehr schnell und setzten auf der ersten WP die Bestzeit. In der hereinbrechenden Dunkelheit musste die für die Motorsportfreunde Idstedt startende Mitsubishi-Besatzung dann etwas „ablassen“. „Unser Licht war zu hoch eingestellt, dadurch war die Ausleuchtung der Strecke nur suboptimal.“ Dennoch hielten Petersen/Krabbenhöft bis zur letzten Prüfung die zweite Position hinter den Markengefährten Hink/Birko.

„In der zweiten Runde Stuvenborn bin ich dann in die Schikane gerutscht. Dabei wurde der Kotflügel ein wenig eingedrückt und die Beleuchtung schief gestellt. Das ohnehin schon bescheidene Licht wurde so noch schlechter. Entsprechend war dann unsere Zeit und wir verloren einen Platz“, ärgerte sich Petersen über das Missgeschick. Letztlich fehlten knapp 6 Sekunden zum zweiten Gesamtrang.

Bei der Siegerehrung aber war die Freude riesengroß. Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft wurden als Sieger der 45. und Dritte der 46. ADAC Rallye Atlantis ausgezeichnet. Und darüber hinaus erhielt das Duo nicht nur zwei große Pokale für den Sieg in der Addition beider Wettbewerbe, sondern auch die Glückwünsche aller Konkurrenten. Und noch ein Superlativ: Petersen/Krabbenhöft gehen mit diesem Erfolg als das älteste Gesamtsieger-Team einer deutschen Rallye in die Geschichtsbücher ein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen