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Segeln : 49er-WM: Von Ausstiegen und Aufstiegen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mit drei Wettfahrten bei vier bis fünf Beaufort aus Süd wurde die 49er & 49erFX Junioren-WM des Flensburger Segel Clubs (FSC) fortgesetzt. In der Mädchen-Klasse schoben sich die Zwillingsschwestern Jule und Lotta Görge auf den zweiten Rang vor.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2015 | 07:00 Uhr

Als das Malheur passierte war Steuermann-Freundin Hannah als Regatta-Beobachterin schon nicht mehr auf dem Wasser. Im dritten Rennen der 49er  &  49erFX Junioren-WM des Flensburger Segel Clubs (FSC) ging Vorschoter Jan Frigge an der Luv-Tonne unfreiwillig außer Bord, das Boot kenterte – Rang 23 in der letzten Wettfahrt des Tages. „Kein Problem, der Platz wird morgen der Streicher“, meinte Steuermann Carstensen. Das Flensburger Team belegt derzeit Rang 14. „Wir bleiben in Schlagdistanz zu den Top Ten.“

Jan Frigge war bei vier bis fünf Beaufort aus Süd nach einer Halse in dem Glauben, er hätte die Trapez-Leine in der Hand, über den Ausleger hinweg in die Förde geflogen. „So was passiert vielleicht einmal im Jahr. In der Manöver-Hektik kommt das vor“, meinte Carstensen. Was seine Freundin Hannah und auch Jan Frigges Großmutter Helga in den Rennen zuvor von „ihren Jungs“ zu sehen bekam, war aller Ehren wert. Rang zwölf im ersten Rennen und ein ausgezeichneter dritter Platz in Wettfahrt zwei. „Das haben sie echt gut gemacht“, freute sich die Großmutter, während sie Video-Aufzeichnungen machte und per Handy Positionsmeldungen an die an Land verbliebenen Mütter durchgab. Das unterstrich auch Landestrainer Manuel Voigt. Sein taktischer Ratschlag für das zweite Rennen: Gut starten und auf der zweiten Kreuz sich an den Drehern links hochhangeln. „Das hat sehr gut funktioniert“, meinte Voigt. „Der Start im dritten Rennen war allerdings schlecht von den beiden“, kritisierte der Coach, der aber einen allgemeinen Frühstart gesehen haben wollte. „Ich lag genau in der Peilung, da waren mehr als zehn Boot über der Linie.“

Nicht über der Linie, dafür mit einer 3-2-1-Serie an die Spitze der Konkurrenz der 25 Boote umfassenden Gold-Flotte setzte sich vier Rennen vor WM-Ende das italienische Duo Tita Ruggero und Giacomo Cavalli (19 Punkte). Nur einen Zähler dahinter die Österreicher Benjamin Bildstein/David Hussel, die trotz Kenterung auf der Kreuz noch einen vierten Platz im ersten Tagesrennen heraus segelten. Weitere neun Punkte zurück liegen als Dritte die Briten Chris Taylor und Sam Batten, aber bei drei ausstehenden Rennen mit einem Streicher und dem Medalrace der besten Zehn bleibt weiter alles offen.

Das gilt auch für die Mädchen und Mixed-Teams im 49erFX, bei denen die Kieler Zwillingsschwestern Jule und Lotta Görge sich auf Rang zwei hinter den Niederländerinnen Jeske Kisters/Josca Hummel vorgearbeitet haben. „Mehr Wind liegt uns ja, auch wenn die Bedingungen heute nicht einfach waren“, sagte Vorschoterin Lotta, die nach ihrem Armbruch im Mai auf dem Gardasee noch mit Manschette segelt. Die WM-Dritten aus 2014 wollen heute jedenfalls „noch einmal voll auf Angriff segeln“. Auf Rang drei liegen die Duisburger Schwestern Ann Kristin und Pia Sophie Wedemeyer und haben dasselbe vor.

Für alle Aktiven gilt: Heute ab 10.30 Uhr drei Rennen, um 15.30 Uhr Medalrace der 49erFX , um 16 Uhr Medalrace 49er.

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