zur Navigation springen

Fussball : „Vielleicht liegt es doch an den Genen“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mit einem Freistoß-Tor kurz vor dem Ende der Partie FC Angeln gegen Flensburg 08 II sorgte 08-Keeper Sascha Möller für Aufsehen. Der Spielertrainer der Fördestädter musste wegen Personalmangel zwischen die Pfosten.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 18:26 Uhr

Kuriosum am Ende der Verbandsliga-Partie zwischen dem FC Angeln und Flensburg 08 II (5:1): Zwei Minuten vor Spielende ging der Flensburger Schlussmann Sascha Möller bei einer der letzten Offensiv-Aktionen seines Teams mit nach vorn und führte einen Freistoß aus. Der wurde zunächst von der FC-Mauer abgeblockt, doch den Abpraller verwandelte der 08-Spielertrainer volley zum 5:1-Endstand. „Ich bin halt ein gelernter Stürmer“, meinte Möller, der sich mit seinem Treffer möglicherweise auch ein wenig Frust wegen der doch derben Niederlage einstecken von der Seele schoss. Der 26-Jährige, der von Schleswig 06 zu den Flensburgern gewechselt war, wurde wegen akuten Personalmangels zwischen die Pfosten getrieben. Der etatmäßige Keeper Torsten Schütt war in Urlaub, zwei weitere mögliche Torhüter waren dienstlich verhindert. „Da musste ich halt ran“, sagte Möller, der von der Aussicht gegen Angelner Sturmpower das Tor hüten zu müssen eher wenig begeistert war. Das Unheil nahm schnell seinen Lauf, schon nach vier Minuten musste Möller das erste Mal hinter sich greifen, nach einer halben Stunde hieß es 0:4 aus Sicht des Aushilfs-Keepers. „Eigentlich war ich trotz der Gegentore mit meiner Leistung ganz zufrieden“, urteilte Möller. „Vielleicht liegt es ja doch an den Genen.“ Vater Hans-Nicolai war einst ein sehr guter Keeper in der Ligamannschaft von Schleswig 06. „Er spielte noch mit Detlev Hinrichs zusammen Aber das ist gut 25 Jahr her.“

Nach der Partie wurde im Mannschaftskreis nicht über die Leistung des Ersatzkeepers gesprochen. „Wichtiger ist, dass wir darüber sprechen, wie die Gegentore zu Stande gekommen sind“, sagte der Spielertrainer. Beim Tabellensechzehnten sei die Leistungsdichte noch zu unterschiedlich. „Viele Spieler brauchen noch Zeit, um sich weiter zu entwickeln. Aber das wussten alle Beteiligten schon vor der Saison.“


Dass Möller am elften Spieltag als Torhüter auflaufen würde, das hatte er sich vorher nicht ausgemalt. „Das sollte wirklich die Ausnahme bleiben“, meinte Möller. Gerüstet für eine weiter Aushilfe ist er allerdings, die Torwarthandschuhe für seinen Job zwischen den Pfosten hatte er sich am Vormittag vor dem Spiel noch gekauft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen