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FC Haddeby 04 : Trainer allein auf der Bank

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der FC Haddeby 04 unterliegt in der Kreisliga dem Spitzenreiter TSB Flensburg nach langer Gegenwehr doch noch mit 0:7 (0:1). Der Gastgeber trat mit einer Rumpfmannschaft an, Trainer Stephan Schmitz saß allein auf der Bank.

Der erwartete Sturmlauf des souveränen Kreisliga-Tabellenführers TSB Flensburg fand von der ersten Minute an statt, doch der stark ersatzgeschwächte FC Haddeby 04 wehrte sich lange Zeit gegen die 0:7 (0:1)-Schlappe. Nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen lautete die Devise von Trainer Stefan Schmitz vor der Partie: Die Niederlage im Rahmen halten.

Zu diesem Zeitpunkt war dem Coach allerdings bereits klar, dass er gegen den Spitzenreiter mit einer Rumpfelf antreten musste. Bis auf Mannschaftskapitän Marco „Icke“ Woting, Johannes Schwart und Tim Bänsch fehlten fast alle Routiniers aus dem FC-Kader. An Auswechslungen war ebenfalls nicht zu denken, denn auf der Ersatzbank saß der Coach mutterseelenallein. Selbst Einwechseln war für Schmitz, der bereits zwei Mal mitgespielt hatte, wegen einer Rücken-Operation nicht drin. „Das war schon ein komisches Gefühl auf der Bank, und das möchte ich so schnell nicht wieder erleben“, befand Schmitz.

Was er dann von seinem allerletzten Aufgebot sah, war eine über weite Strecken wackere Vorstellung seiner Elf und einen Torhüter Christian Beyer, der bereits in den ersten fünf Minuten drei Mal einen frühen Rückstand vereitelte. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe er vom in vielen Strafraumszenen zu verspielten TSB durch Sandi Duratovic erstmals bezwungen wurde.

Wer nun glaubte, die Gäste würden in der Folgezeit ein „Scheibenschießen“ veranstalten, wurde zunächst eines Besseren belehrt. Der FC stand weiter diszipliniert in der Defensive, der knappe 0:1-Pausenrückstand war schon eine Überraschung.

Die Gastgeber wehrten sich auch nach dem Seitenwechsel erfolgreich gegen eine deutliche Schlappe, die es dann am Ende aber doch noch gab. Ab der 70. Minuten spielte der FC nach einer Verletzung von Sören Brumm auch noch in Unterzahl. „Danach sind wir eingebrochen“, kommentierte Schmitz. Als Kraft, Kondition und Konzentration nachließen, gab es innerhalb von einer knappen Viertelstunde noch ein halbes Dutzend Gegentreffer. Schmitz nahm es gelassen: „Ich mache meiner Mannschaft nicht den geringsten Vorwurf. Unter diesen Umständen haben wir uns bravourös geschlagen. Wir haken diese Niederlage schnell ab, denn der TSB ist in dieser Spielklasse nun wirklich eine Ausnahme-Mannschaft.“


Tore: 0:1 Sandi Duratovic (27.), 0:2, 0:3 Lasse Sohrweide (73., 75.), 0:4 Andreas von Diczelski (76.), 0:5 Sandi Duratovic (81.), 0:6 Lasse Sohrweide (84.), 0:7 Andreas von Diczelski (87.).

 

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erstellt am 29.Okt.2013 | 18:00 Uhr

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