Handball : Problemloser Heimerfolg

Die Kropperin Levke Rohwer  kommt frei zum Wurf.
Foto:
Die Kropperin Levke Rohwer kommt frei zum Wurf.

Die Handballerinnen der HSG Kropp-Tetenhusen besiegen die SG Alstertal/Langenhorn mit 31:21. Der Tabellenführer der Oberliga verbesserte mit dem deutlichen Erfolg auch die Tordifferenz.

shz.de von
04. November 2013, 07:06 Uhr

Auch nach dem siebten Spieltag führt die HSG Kropp-Tetenhusen die Oberligatabelle an. Die SG Alstertal/Langenhorn wurde in der Geestlandhalle deutlich mit 31:21 (12:11) geschlagen, sodass die Tordifferenz der Kropperinnen auf imposante plus 67 anschwoll. Wirkliche Probleme hatte die HSG in den letzten Jahren nie mit den Hamburgerinnen, die in diesem Spiel nur in der ersten Halbzeit mithalten konnten, dafür aber in der zweiten umso mehr unter die Räder gerieten.

Zunächst aber sahen die Zuschauer in der Geestlandhalle eine ausgeglichene Partie der beiden ehemaligen Drittligateams. Während bei der Heimmannschaft Sarah Jörgensen als auffälligste Spielerin herausstach, fand die Hamburgerin Kirsten Heider immer wieder Lücken in der HSG-Deckung. „Sarah hat richtig gut gespielt. Dabei war sie nicht nur selbst sehr torgefährlich, sondern glänzte auch durch ihre Anspiele“, lobte Lena Leptien, die als Co-Trainerin den abwesenden Dirk Schlegel vertrat.

Kropp schaffte es immer wieder, das gefürchtete Tempospiel aufzuziehen, musste aber allein sieben Gegentreffer durch Heider hinnehmen, bis die Mannschaften fast gleichauf mit 12:11 in die Kabine gingen.

Die Zeit nach dem Wiederanpfiff gehörte dann den Gastgeberinnen. Nachdem sie schnell auf 18:13 erhöht hatten, ordnete Hamburgs Trainer eine offensive und zunächst erfolgreiche 3:3-Abwehr an. Erst als Leptien in der 46. Minute zum Timeout gebeten hatte, wurde Alstertal demontiert. Was hatte sie den Spielerin mit auf den Weg gegeben, dass sie sich plötzlich bis auf 31:21 absetzten? „Wir haben die Laufwege neu geordnet und dafür gesorgt, dass wir durch die Rückraumspieler eine Überzahl erzeugen“, verriet sie. Die Außen und Kreisläufer verteilten fortan die Bälle im Halbfeld, der Rückraum kam mit Schwung hinterher und die verbleibenden drei Hamburger Abwehrspielerinnen hatten keine Chance.

Unverständlich blieb zwar, wieso die SG am erfolglosen Konzept festhielt, doch den Kropperinnen war es egal. Gestärkt durch einen 8:0-Lauf und auch durch Svenja Maelzer, die noch vier Siebenmeter hielt, brachte Kropp sicher die Zeit hinter sich und warf dabei Tor um Tor. „Ich hätte schon gedacht, dass wir Alstertal schlagen können, aber mit so einem Kantersieg habe ich nicht gerechnet“, freute sich Lena Leptien.


Kropp/Tetenhusen: Maelzer, Cornehl – Jöns (3), Jörgensen (9/2), Kösling (3), Ohm (1), Paul (3/2), Rohwer (6), Krück (3), Pahl (2), Lübker (1).

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen