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Fußball-Verbandsliga : Positive Schlagzeilen schon im Kopf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Derby zwischen 06 und dem TSV Friedrichsberg geht es um die Vormachtstellung im Schleswiger Fußball. Für das junge Team der Gastgeber ist es eine Party wie jede andere. Beim TSV Friedrichsberg will man endlich einen Derby-Erfolg.

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2013 | 06:08 Uhr

Die Kräfteverhältnisse in Schleswig scheinen sich vor dem Derby am Sonntag zwischen Schleswig 06 und dem TSV Friedrichsberg (15 Uhr) gedreht zu haben: Spielte der Gastgeber in der vergangenen Serie noch eine Klasse höher als der Gegner, hat in der Verbandsliga momentan Friedrichsberg die Nase vorn. Derzeit trennen nach zehn Partien den Tabellensechsten vom Öhr und den Elften vom Schützenredder sieben Punkte. An eine dauerhafte Machtverschiebung in Schleswig glaubt Helge Nissen allerdings nicht. „Momentan haben wir einfach eine sehr, sehr junge Truppe. Von außen wurden die Ziele zu hoch gesteckt. Wir brauchen einfach etwas Zeit. Ich denke, dass mit den jungen Spielern nicht immer fair umgegangen wurde. Man sollte einfach genauer hinschauen“, sagt der 06-er.

Friedrichsbergs Trainer Sven Scherner hält viel vom Gastgeber, gibt jedoch klar vor. „Wir wollen gewinnen. Wir sind heiß auf das Derby, das wir noch nicht gewinnen konnten. Wir freuen uns auf die Chance uns mit 06 zu messen und wollen diese nutzen.“

Der 25-jährige Nissen hingegen nimmt etwas die Luft aus dem Spiel. „Für uns ist es nicht das besondere Spiel. Klar ist es ein Derby, aber eigentlich spielen wir lieber gegen Kropp. Leider halten wir ja nie die Klasse für das Spiel. Friedrichsberg wird sicherlich heiß auf den Sieg sein und ist meiner Meinung nach auch Favorit. Ich denke auch, dass es wahrscheinlich nie so einfach war gegen uns zu gewinnen. Aber es ist für uns doch eher ein Spiel wie jedes andere. Ob wir am Ende Dritter oder Zehnter werden, ist egal. Aufsteigen können wir nicht, also nutzen wir die Zeit, um uns zu entwickeln.“

Wie Scherner mit seiner Mannschaft auf dem Dr. Alslev-Platz auftreten will, darüber hält sich der Coach bedeckt. Er will die Karten nicht auf den Tisch legen. „Wir messen uns grundsätzlich nicht am Gegner und wollen unser Spiel aufziehen. Abwarten liegt uns nicht und passt auch nicht in meine Ausrichtung. Der Gegner hat sich nach dem schweren Auftaktprogramm gefangen und sammelt jetzt die Punkte. Unser Vorteil war sicher, dass wir besonders zu Saisonbeginn eingespielter waren und sicherlich hier und da auch das bisschen Glück hatten, was 06 vielleicht gefehlt hat“.

Bei Schleswig 06 bleiben einige Fragen offen. „Da Nico Erichsen und Benny Hillers nicht auflaufen können, wird wahrscheinlich wieder ein 20-Jähriger reingeschmissen. Ich kann also gar nicht genau sagen, wie wir an die Partie herangehen“, so Nissen. Sein Trainer, der doch noch eine 80:20-Chance für einen Erichsen-Einsatz sieht, ist ebenfalls nicht in Derby-Euphorie. „Ich sehe das Spiel ganz gelassen“, sagt Ralf Christiansen.

Helge Nissen weiß um die Stärken des Kontrahenten. „Ich denke, sie sind als Team sehr stark. Dazu haben sie mit Christoph Schubert und Andree Stegemann zwei Individualisten, die sicherlich höher spielen können. Michael Schröder und Jan Malte Stürken sind zwei sehr erfahrene Spieler. Insgesamt bestimmt eine gute Mischung.“

Beide Mannschaften können personell nicht aus dem Vollen schöpfen. 06 hat das erwähnte Stürmerproblem. Bei Friedrichsberg fehlen Dennis Möller wegen einer Knieverletzung und Harm Ohms (Zerrung).

Blicken Scherner und Nissen schon heute in die Montagsausgabe der Zeitung, wünschen sie sich natürlich positive Schlagzeilen für ihr Team. Laut Scherner wird „Friedrichsberg hat es endlich geschafft – Derbysieg gegen 06“ als Überschrift zu lesen sein. Glaubt man Schleswigs Helge Nissen wird „06 gewinnt überraschend das Derby“ gedruckt werden. Und die Tipps: Scherner rechnet mit einem 2:0-Sieg seiner Mannschaft. Nissen glaubt an ein 2:1 für sein Team.

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