Fussball : „Mit welchem Körperteil ist egal“

Kropps Mittelstürmer Finn Langkowski erzielte beim 3:3 in Lübeck alle Treffer für seine Mannschaft.
Kropps Mittelstürmer Finn Langkowski erzielte beim 3:3 in Lübeck alle Treffer für seine Mannschaft.

Kropps Mittelstürmer Finn Langkowski sicherte mit drei Kopfballtoren Remis in Dornbreite. Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Preetzer TSV.

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01. März 2014, 07:03 Uhr

Der Auftakt in die SH-Liga-Serie 2014 hinterließ bei den Verantwortlichen des TSV Kropp zwiespältige Gefühle. Das 3:3 (1:1) auf dem Kunstrasen beim FC Dornbreite Lübeck war weder „Fisch noch Fleisch“. Einen Punkt gewonnen, oder zwei Zähler verloren, man wusste es nicht eindeutig einzuordnen. „Für uns war dieses Unentschieden unnötig. Aber was soll’s, wir sind zwei Mal nach einem Rückstand zurückgekommen. Von daher war das schon okay“, ordnete Trainer Dirk Asmussen das Unentschieden ein.

Keine Zweifel indes hatte Finn Langkowski. Zwar hätte sich der Kropper Mittelstürmer lieber einen Sieg gewünscht, aber seine persönliche Bilanz fiel mit drei wichtigen Treffern überaus positiv aus. „Es läuft ganz gut. So kann es weitergehen“, sagt der 24-Jährige vor der Spitzenpartie am Sonnabend (14 Uhr) gegen den Preetzer TSV.

Langkowski drückte in Lübeck gleich zu Beginn und kurz vor Schluss dem Spiel seinen Stempel auf. Nach der frühen Führung in der 1. Minute traf Langkowski zum 2:2 (76.) und war auch kurz vor dem Abpfiff (89.) wieder für den Ausgleich zuständig – alles per Kopfball, so trifft Stürmer „Horst“ (Spitzname in Anlehnung an Horst Hrubesch) offensichtlich am liebsten. Drei Kopfball-Tore – daran kann sich der 1,94 m lange Hüne nicht erinnern. „Das muss lange her sein“, sagt Langkowski, der in dieser Saison schon in der Partie beim Heikendorfer SV (5:0) drei Treffer erzielt hatte. Aber nicht mit Köpfchen. Langkowski sieht das pragmatisch: „Schließlich ist egal mit welchem Körperteil, Hauptsache der Ball ist drin.“

Kropp steht in zweierlei Hinsicht gegen Preetz unter Zugzwang. Bei vier Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten sollte ein Sieg her, damit das erklärte Ziel „Angriff auf Platz zwei“ umgesetzt werden kann. Und dann spukt auch noch die Schmach der Saisoneröffnung in den Köpfen der Kropper. 5:0 gewann Preetz. „Ich konnte nicht mit dabei sein, habe mich aber über Handy informieren lassen“, erinnert sich Langkowski. „Das muss ein grausames Spiel gewesen sein. Ich denke, wir haben etwas gut zu machen,“ sagt der Führende in der Torjägerliste der SH-Liga. Langkowski liegt mit 18 Treffern vor drei Spielern mit 15 Toren. Aber aufgepasst – einer davon ist Torven Ziehmer vom Preetzer TSV. Kropps Abwehr ist angehalten, dem Langkowski-Verfolger keinen Torjubel zu gestatten – am besten gar keinem Preetzer.

Die junge Preetzer Mannschaft kommt mit einer 0:6-Heimpleite im Gepäck nach Kropp. Das war allerdings gegen Liga-Dominator VfB Lübeck und dürfte schnell abgehakt sein. „Man hat gesehen, dass Lübeck in dieser Liga nichts zu suchen hat“, stufte der Preetzer Trainer Danilo Blank die Niederlage als unvermeidbar ein. Mit seiner Mannschaft liefert der Coach aber auch eine andere interessante Statistik ab. Preetz kann nicht mehr gewinnen, seit acht Spielen gab es bei vier Niederlagen und vier Unentschieden keinen Sieg mehr. „Da liegen aber auch drei Monate Winterpause dazwischen, daraus kann man nichts ableiten“, sagt Asmussen. Der Coach glaubt eher, dass das 0:6 seinem Kollegen und der Mannschaft „schon wehgetan hat“. „Auch gegen Lübeck sollte man es hinbekommen, nicht so hoch zu verlieren – wie wir übrigens auch (1:6 Anm. d. Red.).“

Personell sieht es in Kropp relativ gut aus: Hannes Röh und Henning Gieseler fehlen studienbedingt, Fabian Schelper konnte wegen einer Fersenprellung nicht trainieren, Robin Zieseckes Muskelverhärtung klingt aus. „Aber über eine Aufstellung mache ich mir erst nach dem letzten Training Gedanken.“

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