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Triahtlon-Wm : Fahrdorfer Medaillenhoffnungen ausgebremst

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Fahrdorfer Triathlet Helmut Schimmer ist bei der WM vom Verletzungspech verfolgt. Wie im Vorjahr konnte der 67-Jährige nur mit körperlichen Beschwerden an den Start gehen, hielt aber durch. Andreas Schönrock kam im Londoner Regen unter die Top 20.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 07:55 Uhr

Regen für die einen, Sonne für die anderen - Zufriedenheit hier, Enttäuschung dort. Bei den Triathlon-Weltmeisterschaften in London erlebten die drei Starter aus Angeln und der Schleiregion ganz unterschiedliche Wettkämpfe und Sportlerschicksale.

Während Hinnerk Timme beim Wettkampf über die Olympische Distanz einen gelungenen Wettkampf (siehe nebenstehender Artikel) unter der sonst selten sichtbaren Londoner Sonne absolvierte, hatten Andreas Schönrock und Helmut Schimmer beim Sprintrennen zuvor mit typisch englischem Regenwetter zu kämpfen. Für Schimmer stand die WM nicht nur wegen deshalb unter schlechten Vorzeichen. Dem 67-Jährige vom TSV Fahrdorf bleibt das WM-Pech treu. Nachdem er bereits im Vorjahr bei der WM in Neuseeland durch einen Erkältungsinfekt weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war, durchkreuzte nun erneut sein Körper kurz vor dem Saisonhöhepunkt alle Medaillenhoffnungen. Nach dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften und Bronze bei den Europameisterschaften blieb dem Schleswiger die Krönung versagt. Eine Woche vor dem Start machte sich bei Schimmer eine Skelettmuskelentzündung bemerkbar, die seine Ambitionen jäh ausbremste. Der Triathlon-Oldie von der Schlei entschied sich zwar trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigungen für einen Start und gegen eine Absage, musste aber seine Ziele deutlich zurückstecken. „Ich hatte mich so lange vorbereitet und so drauf gefreut, dass ich auch irgendwie starten wollte. Es fehlt aber so viel Kraft, dass ich ziemlich beißen musste und keine Chance hatte, vorne mitzumischen“, erklärte Schimmer . Nach dem Schwimmen (750 m) im kalten See des Hyde Parks fuhr Schimmer eine der zehn schnellsten Radzeiten (20 km) seiner Altersklassenkonkurrenz, tat sich dann aber beim Laufen (5 km) sehr schwer. Nach 1:32:08 Stunden erreichte er am Ende das Ziel auf einem immer noch respektablen 36. Platz unter mehr als 70 Startern seiner Altersklasse. „Die Enttäuschung ist da, aber ich bin auch glücklich, durchgekommen zu sein“, fasste Schimmer zusammen.

Sein WM-Debüt im gleichen Rennen gab Andreas Schönrock vom MTV Gelting 08. Der 33-jährige von der Birk raste beim Sprint in 1:08:13 Stunden über die Londoner Strecke. Nach dem gewohnt starken Schwimmen in einer der ersten Gruppen, konnte sich Schönrock bei seiner zweiten Topdisziplin nicht wie gewünscht noch weiter verbessern. „Auf den nassen Straßen musste man nach jeder Kurve neu antreten. Das war echt hart“, erklärte der Geltinger. Beim abschließenden Lauf konnte er nicht mehr ganz sein Optimum abrufen und büßte noch einige Plätze ein, ehe er schließlich als 16. unter knapp 120 Altersgenossen der M 30 das Ziel erreichte. „Von einer Medaille war ich dann doch weit weg, aber bei der WM muss man echt eine Superleistung bringen, um was zu holen“, analysierte Schönrock sein gutes WM-Ergebnis, das jedoch nicht ganz seinen selbst gesteckten Zielen entsprach. „Nächstes Jahr in Edmonton probiere ich es aber wieder“, kündigte er bereits in London an.

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