Auftaktkracher für Blau-Weiß 96 : Wird’s wieder eine Zitter-Saison?

Alles für den Klassenerhalt: Die Schenefelder Spielertrainer Felix Irrgang (links) und Benedikt Fiedrich hoffen erneut auf ein Happy End. Diesmal aber möglichst ohne den Umweg Relegation.
Alles für den Klassenerhalt: Die Schenefelder Spielertrainer Felix Irrgang (links) und Benedikt Fiedrich hoffen erneut auf ein Happy End. Diesmal aber möglichst ohne den Umweg Relegation.

Schenefelder Floorballer hoffen mit verjüngtem Team auf den frühzeitigen Klassenerhalt. Am 1. Spieltag kommt der Meister.

shz.de von
07. September 2018, 12:15 Uhr

Schenefeld | Größer könnte der Sprung für Jonathan und Jakob Heins kaum sein. In der vergangenen Saison noch für das Floorball-Jugendteam von Blau-Weiß 96 Schenefeld aktiv gewesen, wird das Bruder-Duo am Samstag, 8. September, auf allerhöchster Ebene gefordert: In der 1. Bundesliga – gegen Rekordmeister und Titelverteidiger UHC Sparkasse Weißenfels. Gleiches gilt für Jonas Hachmann, der ebenso der eigenen Talentschmiede entspringt.

Der Kader von Blau-Weiß 96

Tor: Nico Wirdemann, Bennet Druminski, Jonah Koop

Defense: Johannes Gebauer, Hendrik Vahl (Vize-Kapitän), Tim Sonntag, Justus Karnath, Alex Ohlandt, Jonathan Heins

Center: Marius Schwartz, Benedikt Fiedrich (Trainer), Timo Rother, Tobias Karnat

Flügel: Daniel Czapelka, Christopher Petermann, Lasse Schmidt (Kapitän), Felix Irrgang (Trainer), Jan-Ole Villwock, Ivar Lassen, Sören Gittek, Jakob Heins, Jonas Hachmann

Zugänge: Jonas Hachmann, Jakob Heins, Jonathan Heins (alle eigene Jugend), Jonah Koop (TSC Wellingsbüttel)

Abgänge: Sascha Czapelka, Hauke Dentzin, Simon Glass, Marvin Kuhfeld (pausieren)

BW-Spielertrainer Felix Irrgang zeigte sich „begeistert vom Potenzial, das wir in der eigenen Jugend haben“ und freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Nachwuchskräften. Die Chancen auf ein paar Einsatzminuten im Saison-Auftaktspiel (15 Uhr, Achter de Weiden) stehen für die Neuzugänge gut.

Personalsorgen schon zum Auftakt

Auch, weil es derzeit an Alternativen fehlt. Fünf Akteure aus dem 22er-Kader stehen für die Partie gegen das mit Nationalspielern gespickte Team aus Sachsen-Anhalt nicht zur Verfügung. Die meisten von ihnen weilen im Urlaub.

Irrgang hofft auf WM-Nominierung

Selbst Irrgang wird fehlen. Der 26-Jährige befindet sich mit der deutschen Auswahl auf einem Lehrgang, will sich dort für ein Turnier empfehlen: die Weltmeisterschaft in Prag vom 1. bis zum 9. Dezember. „Ich habe in der Vorbereitung alles daran gesetzt, fit zu werden, damit das klappen kann“, hofft Irrgang auf eine Kadernominierung.

Info: Die Online-Plattform Radio-Planetice/HarbourTown Radio überträgt auch in dieser Saison einige Spiele der Schenefelder live, darunter den Heim-Auftakt gegen Weißenfels.

Führungslos sind die Schenefelder gegen Weißenfels dennoch nicht: In Benedikt Fiedrich wurde ein weiterer Akteur gefunden, der auch die Trainerrolle übernimmt.

Auf letztere wird sich Fiedrich am Samstag aber wohl beschränken müssen, nachdem er im Testspiel vor knapp zwei Wochen gegen Ligarivale ETV Piranhhas Hamburg unglücklich umgeknickt war. „Bänderdehnung. Mal gucken, ob’s reicht“, setzt Fiedrich auf den Faktor Zeit.

Erfahrene Spieler stehen nicht zur Verfügung

Sein Ausfall wäre angesichts der ohnehin schon angespannten Personallage allerdings ein herber Rückschlag. Zwar haben die Schenefelder ihren Kader nach den drei Abgängen zahlenmäßig wieder auffüllen können. Die Erfahrung etwa eines Simon Glass oder Sascha Czapelka bringt der talentierte Nachwuchs naturgemäß noch nicht mit.

Diesen Eindruck gewann Coach Fiedrich zuletzt beim glanzlosen 4:1-Testspielerfolg gegen den neu formierten Zweitligisten Baltic Storms, als ebenfalls einige Stammkräfte gefehlt hatten. „Da hat man das Leistungsgefälle bei uns gemerkt.“

Erfolgschancen gegen Weißenfels sind gering

Dass die Schenefelder im ungleichen Duell mit Klassenprimus UHC nach den beiden Niederlagen in der Vorsaison (6:15, 6:11) wohl erneut den Kürzeren ziehen werden, wissen sie. „Auch wenn wir jeden schlagen wollen. Da sind wir realistisch genug“, räumt Felix Irrgang ein.

Trainerkollege Fiedrich hat dennoch „Bock, dass es wieder los geht“ und ist gespannt, wie sich die Youngsters gegen die abgezockten Routiniers schlagen: „Das ist die Chance, gleich auf das richtige Spielniveau zu kommen.“

Klassenerhalt soll diesmal früher gelingen

Schließlich soll am ersten Spieltag bereits der Grundstein für das Saisonziel „Playoffs“ gelegt werden. Soll heißen: Im Gegensatz zum Aufstiegs-Jahr nicht bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern zu müssen. Damals hatten sich die Schenefelder erst über den mühsamen Umweg der Relegation gerettet.

Der Spielplan von Blau-Weiß 96

1. Spieltag: 8. September: Blau-Weiß 96 – Weißenfels

2. Spieltag: 15. September: Blau-Weiß 96 – Holzbüttgen

3. Spieltag: 22. September: TV Lilienthal – Blau-Weiß 96

4. Spieltag: 29. September: BAT Berlin – Blau-Weiß 96

5. Spieltag: 30. September: Blau-Weiß 96 – Wernigerode

6. Spieltag: 13. Oktober: Blau-Weiß 96 – Chemnitz

7. Spieltag:14. Oktober: Blau-Weiß 96 – Kaufering

8. Spieltag: 27. Oktober: Blau-Weiß 96 – Leipzig

9. Spieltag: 17. November: ETV Piranhhas – Blau-Weiß 96

10. Spieltag: 22. Dezember: Weißenfels – Blau-Weiß 96

11. Spieltag: 19. Januar: Blau-Weiß 96 – TV Lilienthal

12. Spieltag:  20. Januar: Wernigerode  – Blau-Weiß 96

13. Spieltag: 26. Januar: Blau-Weiß 96 – BAT Berlin

14. Spieltag: 27. Januar: Holzbüttgen – Blau-Weiß 96

15. Spieltag: 9. Februar: Chemnitz – Blau-Weiß 96

16. Spieltag: 16. Februar: Kaufering – Blau-Weiß 96

17. Spieltag: 24. Februar: Leipzig – Blau-Weiß 96

18. Spieltag:  2. März: Blau-Weiß 96 – ETV Piranhhas

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