Erst Blitzstart, dann Ernüchterung : Blau-Weiß 96 bricht am Ende ein

Der dreifache Scheenfelder torschütze Daniel Czapelka (rechts) setzt sich an der Bande gegen Phillip Weigelt durch.
Der dreifache Scheenfelder torschütze Daniel Czapelka (rechts) setzt sich an der Bande gegen Phillip Weigelt durch.

Zum Start der 1. Floorball-Bundesliga bieten die Schenefelder dem Meister Weißenfels Paroli. Bis zum Schlussdrittel.

shz.de von
11. September 2018, 10:15 Uhr

Schenefeld | Was für ein Blitzstart für Blau-Weiß 96 Schenefeld – und was für ein bitteres Ende. Gerade einmal fünf Sekunden war die neue Saison der Floorball-Bundesliga alt, als Timo Rother auf Zuspiel von Benedikt Fiedrich den Ball von der linken Seite hoch im kurzen Eck zur Schenefelder Führung gegen den UHC Weißenfels versenkte.

Die Freude war von kurzer Dauer. Am Ende unterlagen die Hausherren dem Deutschen Serien-Meister aus Sachsen-Anhalt am Sonnabend 7:15 (3:3, 6:4).

Schenefelder halten gut mit

Auch 24 Stunden später war die Enttäuschung bei Benedikt Fiedrich noch nicht vollständig verraucht. „Man ärgert sich immer noch ziemlich, denn man hatte das Gefühl, dass diesmal mehr drin war“, sagte der Schenefelder Spielertrainer.

Gespeist wurde dieses Gefühl vor allem aus den beiden ersten Dritteln, als Blau-Weiß so gut wie noch nie gegen den UHC aus den Startlöchern kam. Selbst einen ersten Rückstand steckte der letztjährige Aufsteiger weg. er aus der eigenen Jugend aufgerückte Jonas Hachmann leistete bei seinem Bundesliga-Debüt den Assist zum 3:3 von Daniel Czapelka.

Im zweiten Drittel ging BW 96 sogar mit bis zu 6:3 in Führung

Nun ist Floorball aber ein schnelles Spiel, in dem innerhalb kürzester Zeit viel passieren kann. Was aber im letzten Drittel passierte, stellte Fiedrich auch nach einer Nacht des darüber schlafens vor Rätsel.

Waren seine Mitspieler übermütig? Waren sie verschlafen oder angesichts der dünnen Personaldecke von nur zwölf Feldspielern einfach kaputt?

„Das war ein Schlag ins Gesicht“, urteilte Fiedrich über die ersten Minuten dieses Abschnitts und die absolut ernüchternde Bilanz von elf Gegentreffern in nur 20 Minuten. „Ich spiele auch schon einige Jahre Floorball, aber an so viele Gegentore in einem Drittel kann ich mich nicht erinnern.“

Eine Woche haben die Blau-Weißen nun Zeit, um die Niederlage abzuschütteln. Am Samstag, 15. September, kommt Aufsteiger DJK Holzbüttgen in die Sporthalle Achter de Weiden. „Ein Sechs-Punkte-Spiel“, wie Fiedrich sagte.

Blau-Weiß 96 Schenefeld – UHC Weißenfels 7:15 (3:3, 6:4)

Blau-Weiß 96 Schenefeld: Druminski, Wirdemann – Schwartz, Czapelka, Gebauer, Vahl, Fiedrich,  Heins, Schmidt, Rother, Hachmann, Lassen, Ohland, Gittek

Tore: 1:0 Rother (1.), 1:1 (4.), 2:1 Fiedrich (8.), 2:2 (12.), 2:3 (13./Penalty), 3:3 (17.), 4:3 Gebauer (26.), 5:3 Fiedrich (28.), 6:3 Czapelka (30.), 6:4 (37.), 6:5 (41.), 6:6 (42.), 6:7 (46.), 6:8 (47.), 6:9 (49.), 6:10 (49.), 6:11 (52.), 6:12 (53.), 7:12 Czapelka (56.), 7:13 (56.), 7:14 (59.), 7:15 (59.)

Zeitstrafen: Vahl, Hachmann, Rother

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