„Pflichtsieg“ und Viererpack : Blau-Weiß 96 bezwingt Aufsteiger Holzbüttgen

Im ersten Drittel agierten die Schenefelder noch zu hastig vor dem Tor. Dann aber erlöste Timo Rother (links) Blau-Weiß.
Im ersten Drittel agierten die Schenefelder noch zu hastig vor dem Tor. Dann aber erlöste Timo Rother (links) Blau-Weiß.

Schenefelder Floorballer feiern ersten Bundesliga-Saisonsieg. Timo Roter bricht den Bann, Johannes Gebauer wie im Rausch

shz.de von
17. September 2018, 13:30 Uhr

Schenefeld | Keeper Bennet Druminski tätschelte in der 18. Minute liebevoll den linken Pfosten seines Tores. Dieser hatte die Floorballer von Blau-Weiß 96 Schenefeld schließlich soeben vor einem Rückstand im Erstliga-Heimduell mit dem SV DJK Holzbüttgen bewahrt.

Als Gäste-Akteur Mark Jones einen wuchtigen Schuss aus seinem Schläger feuerte, hatten die DJK-Fans unter den rund 180 Zuschauern im Sportzentrum Achter de Weiden schon den Torschrei auf den Lippen. Allein der Pfosten verhinderte den Einschlag.

Der erste Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt

Jubeln durften an diesem Nachmittag letztlich die Schenefelder – dank eines 8:4-Erfolgs, den sie sich insbesondere aufgrund eines starken zweiten Durchgangs (5:1) verdient hatten. „Das ist ein Pflichtsieg für uns, wenn wir in der ersten Liga bleiben wollen“, schwang bei BW-Spielertrainer Benedikt Fiedrich kurz nach der Schlusssirene auch ein Stück weit Erleichterung mit.

Als Aufsteiger zählt Holzbüttgen zu jenen Gegnern, die Blau-Weiß auf dem Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt hinter sich lassen will. Entsprechend zufrieden zeigte sich Fiedrich mit dem Auftreten seiner Mitspieler, denen die Bedeutung der Partie augenscheinlich vollends bewusst war.

„Wir haben gut angefangen und gerade in den ersten zwei Dritteln einen souveränen Aufbau gehabt. Sehr ruhig, sehr kontrolliert“, analysierte er.

Kritisch beäugte Fiedrich hingegen die Chancenausbeute zu Beginn. Zwar suchten die Schenefelder oft den Abschluss, aus seiner Sicht jedoch „zu früh“. So forderten die Distanzschüsse den reaktionsstarken Gäste-Keeper nur selten heraus.

Das änderte sich 46 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels, als Timo Rother nach Vorlage Fiedrichs zur erlösenden Führung traf. Zuvor hatten sich die Blau-Weißen noch in der Kabine eingetrichtert, „den Abschluss nicht direkt zu suchen, sondern lieber noch einen Pass mehr zu nehmen“, wie der Coach verriet.

Gebauer trifft wie er will, auch in Unterzahl

Ein Konzept, das aufging und von dem insbesondere Johannes Gebauer profitierte. Der Defense-Spieler erzielte, mal in Szene gesetzt von seinen Kollegen, mal nach schöner Einzelaktion, insgesamt vier Treffer.

Kein Halten auf der Tribüne gab es mehr nach seinem Tor zum 5:0: Obwohl in doppelter Unterzahl, stibitzen die Schenefelder die Kugel. Pass raus zu Gebauer, der nimmt Maß und schweißt ihn oben ins Toreck.

Schenefelder kontern sich ins Glück

Holzbüttgen stemmte sich im Schlussdurchgang noch mal gegen die drohende Pleite, lief hoch an und brachte die Gastgeber hier und da in Verlegenheit. „Da fehlt uns dann doch noch etwas die Erfahrung“, merkte Fiedrich an. Umso stärker präsentierten sich die 96er dafür im Konterspiel, weshalb der Sieg letztlich nie mehr wirklich in Gefahr geriet.

Blau-Weiß 96 Schenefeld – SV DJK Holzbüttgen 8:4 (0:0, 5:1, 3:3)

Blau-Weiß 96:  Druminski, Koop – Schwartz, D. Czapelka, Gebauer, Petermann, Jakob Heins, Vahl, Fiedrich, Jonathan Heins, Schmidt, Irrgang, Sonntag, Rother, Hachmann, Villwock, Ohland, Gittek

Tore: 1:0 Rother (21.), 2:0 Irrgang (29.), 3:0 Gebauer (30.), 4:0 Gebauer (35.), 5:0 Gebauer (37.), 5:1 Stange (38.), 6:1 D. Czapelka (43.), 6:2 Suuronen (51.), 6:3 Hofferbert (53.), 7:3 Gebauer (57.), 7:4 Mix (57.), 8:4 D. Czapelka (59.)

Zeitstrafen: Jonathan Heins (35.), Schmidt (37.) – Winter (27., 34), Jones (29.)

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