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Fußball-Landesliga : Zwischen Wut und Ratlosigkeit

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Landesligist VfR Horst reagiert verärgert auf die neue Staffeleinteilung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes.

Mit Enttäuschung und Ablehnung haben die Landesligisten VfR Horst, VfL Kellinghusen, FC Reher/Puls und BSC Brunsbüttel auf die neue Staffeleinteilung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) reagiert. Vor einer Woche noch sollten die vier Teams aus dem neuen Kreisfußballverband (KFV) Westküste in der Landesliga Schleswig antreten. Mit diesem Vorschlag waren alle einverstanden. Am Mittwoch gab es jedoch eine Kehrtwende. Nun soll das West-Quartett in der Holstein-Staffel spielen, was mit längeren Fahrtzeiten verbunden ist. Damit ist keiner der vier einverstanden. Im Gegenteil: Man fühlt sich vom SHFV-Präsidium über den Tisch gezogen, weil die Vereine aus dem Kieler Raum bevorzugt worden seien. Am Sonnabend wollen die vier sich deshalb in Kellinghusen treffen, um gemeinsam gegen diese Staffeleinteilung in Stellung zu gehen und das weitere Vorgehen abzustimmen.

VfL Kellinghusens Fußballobmann Andreas Delfs, Initiator des Treffens, hatte als einer der ersten Kontakt mit Verbandspielausschussobmann Klaus Schneider aufgenommen. Sein Eindruck, Scheider sei vom Präsidium überstimmt worden, deckt sich auch mit den Aussagen von anderen Funktionären. So reagierte auch Marc Stratman, Vereinspräsident des VfR Horst, verärgert. „Schneiders ursprünglicher Vorschlag, den auch wir als Vereine favorisiert haben, fand wohl keine Berücksichtigung. Wir waren davon ausgegangen, das alles so bleibt.“ Stattdessen sei vom Präsidium des SHFV beschlossen worden, die Einteilung ausschließlich einer Software zu überlassen. Durch diese Vorgehensweise seien die Kieler Vereine massiv bevorteilt worden, während Horst nun längere Fahrtzeiten auf sich nehmen müsse. Außerdem sei immer betont worden, dass bei einem Wechsel ein Tausch mit einem anderen Verein stattfinden müsse, was vorher unter den betroffenen Clubs abzustimmen sei. „Jetzt wurden wir quasi vor vollendete Tatsachen gestellt, dabei hatten wir in der vergangenen Woche Rückmeldung gegeben, dass die Nord-Zuteilung völlig in Ordnung ist“, so Stratman ratlos.Die Entscheidung ohne menschliche Einflussnahme allein dem Computer zu überlassen, sei nicht nachvollziehbar.

Der SHFV bietet den Vereinen zwei Vorschläge für die neu geschaffenen Landesligen Schleswig und Holstein, bevorzugt aber die Trennung durch die blaue Linie. Entschieden ist die Klasseneinteilung noch nicht, Vereine könnten gegebenenfalls ihre Plätze noch tauschen.
Der SHFV bietet den Vereinen zwei Vorschläge für die neu geschaffenen Landesligen Schleswig und Holstein, bevorzugt aber die Trennung durch die blaue Linie. Entschieden ist die Klasseneinteilung noch nicht, Vereine könnten gegebenenfalls ihre Plätze noch tauschen.

Jetzt wolle man in einer konzertierten Aktion versuchen, das SHFV-Präsidium umzustimmen. Der VfR Horst hat bereits seinen Protest per Mail in Kiel hinterlegt. Bis Montag, 3. Juli, haben die Vereine noch Zeit um Alternativvorschläge zu unterbreiten.

VfR-Pressesprecher Marcel Mundt ist ebenfalls ziemlich bedient: „Stets wurde vom Verband betont, dass man eine möglichst faire Lösung für alle Beteiligten will. Das klingt wie der blanke Hohn, wenn man jetzt sieht, wie mit den Vereinen umgesprungen und hantiert wird. Das Ganze ist unglaublich unprofessionell.“

Auch bei der Einteilung der unterklassigen Teams hadert man in Horst – jedenfalls zum Teil. So habe die dritte Mannschaft in der C-Kreisklasse 5 etliche Gegner aus Segeberg, während in der favorisierten Staffel 4 unter anderem gleich zwei Mannschaften des VfB Glückstadt sowie SV Heiligenstedtenerkamp vorzufinden sind.

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