zur Navigation springen

Handball : Zwischen Basis und Auswahl

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Lob für das Elmshorner Trainersymposium. 80 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland vor Ort.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2014 | 16:01 Uhr

Das Lob kam aus berufenem Mund: „Das Elmshorner Trainersymposium hat sich bundesweit einen Namen gemacht.“ Gesagt hat dies Adrian Wagner, frühere Bundesligahandballer, unter anderem beim VfL Gummersbach, und mit einem Einsatz in der A-Nationalmannschaft. 80 Teilnehmer unterstreichen diese Stellung.

Nun war der aktuelle Lehrwart des Hamburger Handball-Verbandes und Trainer der Jugend-Auswahlmannschaften ein wenig befangen, als er diese Einschätzung abgab. Eigentlich sollte er selbst als Referent in der Sporthalle und im Gemeindezentrum von Klein Offenseth-Sparrieshoop tätig sein. Am ersten Abend war er auch als Zuschauer da, während Klaus Feldmann in Theorie und Praxis über die „Kunst des schnellen Handelns“ referierte. Seinen Part unter der Überschrift „Die Kunst des effektiven Tempospiels“ musste Wagner aus persönlichen Gründen absagen. Eingesprungen ist für ihn Khalid Khan (48) aus Köln, der das Thema ohnehin mit Wagner geplant hatte. Khan ist ehemaliger Bundesligatrainer – er hatte im Jahr 2012 den TV Großwallstadt betreut – und DHB-Referent. Dabei hatte sich Wagner sehr auf diese ungewöhnlich große Veranstaltung gefreut, um dort möglichst viele Vereinstrainer zu erreichen. „Es ist für mich als Landestrainer gut, wenn in den Vereinen auch meine Vorstellungen umgesetzt werden“, sagte er mit Blick auf die Nachwuchsförderung. „Dann muss ich in der Auswahl nicht bei Null anfangen.“

Vor allem im männlichen Bereich gebe es in Hamburg noch Nachholbedarf. Ein Sportinternat, wie es sie in vielen anderen Bundesländern gibt, sucht man an der Elbe vergeblich. Bei den Mädchen sehe es nicht zuletzt dank der strukturierten Arbeit des Buxtehuder SV deutlich besser aus.

Viele der Teilnehmer kamen aus dem Bereich des HHV, aber auch Trainer höherklassig spielender Klubs wie Michael Haß (THW Kiel, A-Jugend-Bundesliga) oder Thomas Kruse (TSV Travemünde, 2. Bundesliga-Frauen) waren zugegen. Die weiteste Anreise hatten Übungsleiter aus Hessen, die das EHT-Trainersymposium auch für die Verlängerung ihrer Trainerlizenz nutzten. Organisator Patrick Drefke, der das Camp zusammen mit Karsten Dingler zum neunten Mal auf die Beine gestellt hat, durfte sich über viel Lob für eine „rundherum gelungene Veranstaltung“ freuen. „Dabei machen wir kaum Werbung“, sagte Drefke. Lediglich auf den Internetpräsenzen von EHT und HHV finden sich die Ausschreibungen – im kommenden Jahr dann auch die für die zehnte Auflage.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen