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Schwimmen : Zwischen allen Gefühlslagen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bestzeiten für Elmshorner Schwimmer bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften / Enttäuschung über Heidtmanns Disqualifikation

Die gestoppten Zeiten waren gut – sehr gut sogar, aber beide Medaillenhoffnungen des Swim-Teams Stadtwerke Elmshorn stachen gestern am ersten Tag der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in puncto Edelmetall nicht. Thore Bermel (17) belegte über 1500 Meter Freistil Rang sechs. Jacob Heidtmann (21) hingegen wurde auf Rang zwei liegend im Nachhinein auf seiner Paradestrecke 400 Meter Lagen disqualifiziert.

Lea Boy und Arti Krasniqi starteten mit persönlichen Bestzeiten und auch DM-Neuling Philipp Drews bestätigte seine Leistung von den Landesmeisterschaften. „Es war ein gemischter Tag, aber trotzdem ein sehr, sehr guter Einstieg in die Saison“, sagte STE-Cheftrainer Jörg Freyher in einer ersten Zwischenbilanz.

Neue persönliche Bestzeit aufgestellt, aber der große Triumph gehörte gestern Nachmittag nicht Jacob Heidtmann, sondern Marco Koch (Darmstadt). Der Weltmeister über 200 Meter Brust von Kasan krönte sich in der deutschen Rekordzeit von 4:01,87 Minuten zum neuen Titelträger über 400 Meter Lagen. Heidtmann blieb als Zweiter im Anschlag viereinhalb Sekunden dahinter – und hielt am Ende des Tages trotzdem nichts in den Händen. Der 21-Jährige, WM-Fünfter und nationaler Rekordhalter auf der Langbahn, wurde disqualifiziert. Er hatte nach der ersten Wende zur Bruststrecke zwei Delphinbeinschläge gemacht. Erlaubt ist nur einer. So ging Rang zwei an den Berliner Johannes Hintze (4:09,45). „International wird grenzwertig gekickt, und hier schmeißen sie ihn raus“, nahm Freyher Heidtmann ausdrücklich in Schutz.

In Rekordlaune war gestern auch Lea Boy. Die 15-Jährige lieferte sich im vorletzten Lauf der 800 Meter Freistil einen packenden Zweikampf mit der jetzt für den SC Magdeburg startenden früheren Elmshornerin Finnia Wunram. Mehrfach wechselte die Führung zwischen den beiden hin und her, ehe Boy in 8:40,64 Minuten vor Wunram (8:41,26) anschlug. Im Gesamtklassement belegte die junge Elmshornerin, die die Folgen eines gebrochenen Arms zu Beginn der Sommerpause gut weggesteckt hat, damit Rang sieben. Außerdem verdrängte sie Taina Raezke in der Bestenliste des SHSV von Rang eins der Altersklasse 15. Boy war fast drei Sekunden schneller als die ebenfalls vom STE stammende Raezke im Oktober 2007. Zur Landes-Bestmarke der offenen Klasse fehlen ihr noch drei Zehntelsekunden. Diesen Rekord hält seit fünf Jahren Natalie Charlos (STE).

Fünf Sekunden unter seiner bisherigen Bestmarke hat Thore Bermel die 1500 Meter Freistil hinter sich gebracht (15:01,21 Minuten). Bis zur 1300-Meter-Marke hielt er eine Durchgangszeit von unter einer Minute auf 100 Meter. Nach einem Kilometer lag der 17-Jährige als Vierter noch in Reichweite des Medaillentrios mit dem neuen deutschen Meister Ruwen Straub (Würzburg) an der Spitze. „Das ist super, aber natürlich hatten wir gehofft, dass eine 14 vorne steht“, sagte Freyher.

Für Jacob Heidtmann gibt es heute, Freitag, die Chance, im Vorlauf über 200 Meter Freistil die Scharte der Disqualifikation zumindest ein wenig auszuwetzen. Im Schmetterling-Sprint greift dann auch Thea Brandauer erstmals in das Geschehen ein.

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erstellt am 20.Nov.2015 | 00:36 Uhr

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