Fussball-Landesliga : Zurück in der alten Heimat

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Wo er einst als Jugendlicher mit Fußball begonnen hat, möchte Stephan Weckwert (hier noch im Trikot des Niendorfer TSV) einmal seine aktive Laufbahn beenden: an der Wilhelmstraße beim FC Elmshorn.

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23. März 2018, 16:00 Uhr

Er ist wieder da – zum vierten Mal nach den Anfängen in frühester Jugend sowie den Spielzeiten 2004/05 und 2007-2010. Wiedererkannt hat Stephan Weckwert die Wilhelmstraße natürlich trotzdem. „Ich bin aufgenommen worden, als ob man hier zu Hause ist“, sagt der Winter-Neuzugang des FC Elmshorn vor dem Landesliga-Derby am heutigen Freitag gegen Blau-Weiß 96 (Anpfiff: 19.30 Uhr). Es könnte seine Heimpremiere werden.

Mittlerweile 32 Jahre alt ist er vom Temperament her ruhiger geworden. „Ich hoffe natürlich, dass ich spiele, doch letztlich trifft der Trainer die Entscheidung, die ich akzeptiere“, stellt er sich ganz in den Dienst der Mannschaft. Die hat er in den gut zweieinhalb Monaten seit seiner Rückkehr vom TSV Sasel II als „absolut intakt“ kennengelernt.

„Die Charaktere passen. Das ist eine sehr, sehr gute Einheit“, äußert er sich nur lobend über seine Mitspieler und wirkt glücklich dabei. Das war zuletzt in Hamburg, wo er zuvor auch beim HSV III, Niendorfer TSV II und SC Victoria II spielte, nicht mehr der Fall. Der Umzug mit der Familie nach Kiebitzreihe („Da war Sasel keine Option mehr“) gab dann den letzten Ausschlag, beim FCE-Betreuer Uwe Wölm anzurufen. Der Wechsel selbst sei dann schnell und reibungslos über die Bühne gegangen.

Überrascht hat, dass Weckwert am Vorwochenende beim 4:1-Auswärtssieg über Schlusslicht TBS Pinneberg in der Innenverteidigung als Ersatz für den gesperrten Helge Kahnert spielte. Bei seinem bislang letzten Engagement in Elmshorn war er noch Stürmer. In Hamburg, genauer bei Vicky II in der Saison 2016/17, war er umgeschult worden. „Das war dem System geschuldet. Wir haben mit einem hängenden Stürmer gespielt“, so Weckwert. In diesem Zuge war er nach hinten gerückt – als Sechser, aber eben aushilfsweise auch mal in der Verteidigung. Das hat sich auch zu FCE-Trainer Dennis Usadel rumgesprochen. „Der Trainer hat mich gefragt und ich habe gesagt, dass ich mir das zutraue“, so Weckwert. Entsprechende Nachweise hatte er zuvor im Training abgeliefert.

Heute Abend dürfte Weckwert den Platz in der zentralen Abwehr aber wieder räumen müssen, da Kahnert in den Kader zurückkehrt. Per se kein Problem für Weckwert. „Der Trainer weiß auch, dass ich gerne etwas weiter vorne spiele“, sagt er, stellt aber sofort den Mannschaftsgedanken wieder heraus: „Ich spiele da, wo der Trainer es sagt.“ Und dies mit vollem Einsatz, den er auch von allen Mitspielern erwartet, um gegen den designierten Absteiger aus Schenefeld keine böse Überraschung zu erleben. Dass Blau-Weiß unlängst der SV Halstenbek-Rellingen drei Tore einschenkte – aber trotzdem 3:5 verlor – hat aufhorchen lassen.

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