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Dominik Marxsen (24) soll als Ballverteiler das Elmshorner Angriffsspiel ordnen.
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Dominik Marxsen (24) soll als Ballverteiler das Elmshorner Angriffsspiel ordnen.

Handball-Landesliga: Elmshorner HT empfängt Ellerbek III in der Olympiahalle / Marxsen wieder fit

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24. November 2018, 16:00 Uhr

Zwei Spiele hatte Dominik Marxsen von einer hartnäckigen Erkältung geplagt dem Elmshorner-Handball-Team auf der Platte nicht helfen können. Sowohl beim 31:31 gegen die SG Altona als auch beim 26:28 gegen die HG Hamburg-Barmbek III konnte er mit der Kamera nur Videomaterial für die spätere Analyse beisteuern. „Das von außen sich anzugucken war nicht so schön“, sagt der 24-jährige, der bereits vor dem Eintritt in die Grundschule beim EHT mit Handball begonnen hat.

Wenn der Handball-Landesligist heute, Sonnabend, sein Heimspiel gegen den TSV Ellerbek III bestreitet, wird er schon aus dieser Erfahrung heraus alles daran setzen, Elmshorner Zuschauern eine Niederlage zu ersparen. Und es gibt noch einen weiteren Ansporn: Das EHT kehrt in sein „Wohnzimmer“ Olympiahalle zurück. Anpfiff ist um 19 Uhr.

„Wir dürfen endlich wieder zu Hause spielen“, sagte Trainer André Zekorn voller Vorfreude. Die ist nach überstandenen technischen Problemen wegen der fehlenden Notbeleuchtung indes nicht ungetrübt. In der Olympiahalle sind in sämtlichen Wasserleitungen erneut Legionellen festgestellt worden. „Es ist aber nur eine geringe bis mittlere Belastung. Man kann trotzdem Duschen“, so Zekorn. Da die Mannschaft nach dem Spiel zum Essen im Restaurant Rozofa am Grauen Esel – Sponsor des Teams – verabredet ist, wird die Körperpflege nach 60 mutmaßlich schweißtreibenden Minuten unumgänglich sein.

Der Gast heute gilt als Wundertüte. Immer wieder finden sich auch Oberliga-Spieler im Aufgebot – und gegen Elmshorn ist Ellerbek noch immer mit „voller Kapelle“ angetreten, hat in der Vergangenheit sogar für dieses Derby mal einen Skiurlaub verschoben.

Auch Dominik Marxsen weiß nicht, was ihn erwartet. Vergangene Saison hatte er ausgerechnet diese Vergleiche verpasst. Klar aber ist die Zielvorgabe: „Es zählen nur zwei Punkte für uns“, sagt der Mittelmann, der die Bälle hauptsächlich verteilt und Ruhe in die Elmshorner Aktionen bringen soll. „Man muss sagen, dass im Spiel gegen Barmbek mir diese Option gefehlt hat“, so Zekorn.

Wie weit Marxsen helfen kann, ist noch unklar. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent und habe gegen Bergedorf nach zehn Minuten gemerkt, dass nichts mehr geht. Jetzt geht hoffentlich etwas mehr“, beugt er zu hohen Erwartungen vor. In Jonas Maaß und Kai Dingler stehen für die Rückraum Mitte zwei Alternativen parat, die einen jeweils ganz anderen Spielertypus vertreten: Maaß mehr der Shooter, Dingler mehr der „Wühler“, der die 1:1-Situation sucht.

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