Volleyballer des VfL Pinneberg schlagen auf : „Wollen besser sein als Platz vier”

Alles hört auf ihn: Sven Klieme (Mitte) ist der neue Cheftrainer bei den VfL-Volleyballern.
Alles hört auf ihn: Sven Klieme (Mitte) ist der neue Cheftrainer bei den VfL-Volleyballern.

Für die neue Saison in der Dritten Liga hat sich der VfL ambitionierte Ziele gesteckt. Dafür wurde viel umgekrempelt.

shz.de von
15. September 2018, 14:30 Uhr

Pinneberg | Fast 660 Kilometer werden die Volleyballer des VfL Pinneberg am Samstag, 15. September, im Auto sitzen. Zum Drittliga-Auftakt steht sogleich die zweitweiteste Tour auf dem Programm: Es geht zur TSGL Schöneiche nach Brandenburg.

Auftaktgegner liegt dem VfL nicht

„Das sind schon manchmal echte Ochsentouren“, gibt VfL-Kapitän Sebastian Tanner zu. „Andererseits kann man nicht möglichst hoch spielen und dann nicht weiter fahren wollen als bis nach Klein Offenseth-Sparrieshoop.“

Mit dem Auftaktgegner hat der VfL direkt eine der härtesten Nüsse zu knacken. Im Vorjahr setzte es zwei Niederlagen, zur aktuellen Spielzeit haben sich die Randberliner noch mal verstärkt.

Der Kader des VfL Pinneberg

Zuspiel: Gilles Wulf-Balosch (aus eigener Jugend), Sebastian Rieck, Max Voigt

Mitte: Peter Hoffmann, Janosch Maas, Stephan Radke, Levin Wolf (vom Oststeinbeker SV, 3. Liga)

Außen: Nils Krause (von GW Eimsbüttel, Regionalliga), Lars Lydorf, Sebastian Tanner (Kapitän), Johann Wolf

Diagonal: Lars Rückborn, Florian Sievers (Rückkehr nach Volleyball-Jahr in Florida)

Libero: Paul Millahn, Christian Rieck

Trainer: Sven Klieme, Florian Pünner

Neues Trainer-Duo mit viel Erfahrung

Aber auch die Pinneberger begrüßten einige neue Gesichter in ihren Reihen, allen voran auf der Trainerbank: Nachdem sich der bisherige Coach Daniel Prade der SVG Lüneburg II angeschlossen hat, hört nun alles auf das Kommando von Sven Klieme.

Der ehemalige DDR-Junioren-Nationalspieler stand bereits in der 2. Bundesliga auf dem Feld, ehe er vor ein paar Jahren an die Seitenlinie wechselte. Unter anderem betreute er den VC Norderstedt in der 3. Liga.

Von einem Wechsel in die Kreisstadt hätten ihn die Pinneberger mit zwei Vorgaben überzeugt: „Zum einen wurde jemand gebraucht, der neue Strukturen reinbringt. Zum anderen wollen sie besser sein als Platz vier in der letzten Saison.“

Training ist professioneller

Erstere scheint der 47-Jährige bereits sicher zu erfüllen. So bittet er die Spieler nun drei- statt wie bisher zweimal pro Woche zum Training. Aufgestellte Kameras halten das Geschehen zudem auf Video fest, mit deren Hilfe Klieme gezielt unterbrechen und taktische Sachen korrigieren kann. Unterstützt wird er dabei von Co-Trainer Florian Pünner, der ebenfalls neu zum Team gestoßen ist.

Ein zusätzlicher Scout versorgt das Trainerduo zudem mit den neuesten Informationen über jeden Gegner. „Wir sind gut aufgestellt“, betont Klieme, der in Mittelblocker Levin Wolf, Außenangreifer Nils Krause und Diagonalspieler Florian Sievers drei neue, vielversprechende Optionen weiß.

„Es wird verdammt hart.”

Auch die Bilanz der Vorbereitung liest sich gut: Acht Testspiele, sechs Siege. Die beiden Niederlagen resultierten aus den Duellen mit den Bundesligisten Lüneburg und Kiel. Hinsichtlich der erhofften Saisonplatzierung gibt sich Klieme dennoch vorsichtig: „Wird verdammt hart, dieses Ziel zu erreichen.“

Umso schöner wäre es daher aus Pinneberger Sicht, wenn die Aufgabe zum Auftakt ein erfreuliches Ende nehmen würde. Und dann dürften auch knapp 660 Kilometer Autofahrt deutlich besser zu ertragen sein.

Der Spielplan des VfL in der Übersicht*

*Die Pinneberger  tragen ihre Heimspiele in der Jahnhalle, Richard-Köhn-Straße 75, aus.

15. September, 19 Uhr: TSGL Schöneiche – Pinneberg

22. September, 16 Uhr: Pinneberg – Südwest Berlin

29. September, 15 Uhr: VCO Berlin II – Pinneberg

13. Oktober, 16 Uhr: Pinneberg – SC Potsdam

20. Oktober, 19.30 Uhr: TKC Wriezen – Pinneberg

27. Oktober, 16 Uhr: Pinneberg – Oststeinbeker SV

3. November, 18.30 Uhr: PSV Neustrelitz – Pinneberg

10. November, 16 Uhr: Pinneberg – Kieler TV II

24. November, 19.30 Uhr: Eimsbütteler TV – Pinneberg

1. Dezember, 16 Uhr: Pinneberg – Preußen Berlin

15. Dezember, 16 Uhr: Pinneberg – VCO Berlin II

19. Januar, 18 Uhr: SC Potsdam – Pinneberg

26. Januar, 16 Uhr: Pinneberg  – TKC Wriezen

2. Februar, 19 Uhr: Oststeinbeker SV – Pinneberg

16. Februar, 16 Uhr: Pinneberg – PSV Neustrelitz

2. März, 16 Uhr: Kieler TV II – Pinneberg

9. März, 16 Uhr: Pinneberg – Eimsbütteler TV

17. März, 16 Uhr: Preußen Berlin – Pinneberg

23. März, 16 Uhr: Pinneberg – TSGL Schöneiche

6. April, 18 Uhr: Südwest Berlin – Pinneberg

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