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Triathlon : Wittenhagen sprintet im Hyde Park

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der 27-jährige Elmshorner startet am Freitag im deutschen Nationaltrikot beim Weltmeisterschaftsfinale in London.

Die Nachricht bekam Jan-Erik Wittenhagen am 7. Juli, einen Tag nach seinem 27. Geburtstag. Der Elmshorner ist einer von 222 deutschen Athleten, die in London bei den Triathlon-Weltmeisterschaften an den Start gehen. Mit der Nationalmannschaft um Vize-Weltmeisterin Anne Haug starten insgesamt 230 deutsche Triathleten beim großen Finale.

„Voraussetzung, um von der Deutschen Triathlon-Union für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in London nominiert zu werden, war der Gewinn einer Landesmeisterschaft“, sagt Wittenhagen. Und die hatte der Zeitsoldat im Juni in Hamburg in seiner Altersklasse 25 gewonnen. „Aber dass ich dann tatsächlich ein Ticket für London bekommen habe, war schon eine große Überraschung“, sagt er.

Seit Mittwoch ist der Elmshorner mit dem deutschen Team in London. Heute wird Wittenhagen in der Altersklasse 25 in der Sprintdistanz an den Start gehen. „Die Wettkampfstrecke im Hyde Park ist die gleiche, wie bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr“, sagt Wittenhagen, der die Startnummer 20 335 tragen wird.

Die Sprintdistanz umfasst 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Insgesamt starten 105 Athleten in dieser Klasse. „Mein Ziel ist eine Platzierung unter den ersten dreißig Startern zu erreichen“, sagt er. Den Ausflug zur Weltmeisterschaft muss Wittenhagen aus eigener Tasche bezahlen. Allein das Startgeld beträgt 170 Euro, dazu kommen Flug, Unterkunft, Verpflegung und Bekleidungskosten. Nur das Polo-Shirt wird vom Verband gestellt.

Obwohl der Zeitsoldat, der in Eckernförde im Sanitätsdienst der Marine seinen Dienst versieht, sich mit der Teilnahme an den Triathlon-Weltmeisterschaften in London einen Traum erfüllt, ist sein großes Saisonziel der Iron-Man auf Lanzarote am 5. Oktober. Die Anforderungen: 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer Laufen. Auf diese Herausforderung hat sich Wittenhagen in den vergangenen Wochen intensiv vorbereitet. Zwei bis drei Trainingseinheiten an fünf bis sechs Tagen in der Woche stehen auf seinem Terminplan. „Eine weitere Herausforderung ist, dass ich erst nach einer längeren Pause im November 2012 wieder mit dem Triathlon-Training anfangen konnte. Aber ich habe ein gutes Gefühl“, sagt er.

Der Ironman auf Lanzarote beschäftigt auch ein Team des Fernsehsenders 3sat. In einer Reportage sollen drei Sportler während ihrer Vorbereitungsphase und im Wettkampf begleitet werden. Jan-Erik Wittenhagen wurde neben einem Profi-Sportler und einem älteren Teilnehmer ausgewählt. „Das ist für mich besonders spannend. Am 17. und 18. September bin ich nach Leipzig ins Institut für angewandte Trainingswissenschaften eingeladen. Da werde ich unter anderem im Strömungskanal schwimmen und eine Auswertung meines Schwimmstils bekommen“, sagt er. Einen genauen Sendeplatz für die Reportage gibt es noch nicht.

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erstellt am 13.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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