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Fußball-Oberliga : „Wir wollen keine jahrelange Fehde“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Lokarlrivalen SV Rugenbergen und dem VfL Pinneberg treffen jetzt im Derby aufeinander.

Pinneberg | Obwohl die Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg ein Spiel weniger als die Konkurrenz (TuS Dassendorf und SC Victoria) absolviert haben, war die jüngste Niederlage des VfL in Niendorf (0:2) doch ein herber Dämpfer im Kampf um die Meisterschaft.

Und ausgerechnet jetzt steht auch noch das Derby gegen den SV Rugenbergen an, der den Pinnebergern den nächsten Rückschlag im Titelrennen verpassen kann (morgen, 14 Uhr, Fahltsweide) – und in jüngster Vergangenheit nicht gut auf den Kreisrivalen zu sprechen war.

Nach dem Hinspiel im September 2014 (2:1 für den VfL) kam es zu Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern. VfL-Anhänger sollen eine Eckfahne an der Ellerbeker Straße entwendet, die Rugenbergener wiederum die Stadionuhr manipuliert haben. Die Gemüter erhitzten sich, woraufhin die Bönningstedter schließlich ihre Teilnahme am Pinneberger Hallenturnier im Januar absagten.

SVR-Coach Ralf Palapies aber nimmt im Vorwege des Rückspiels den Druck vom Kessel: „Ja, wir wollen gewinnen, weil es ein Derby ist und wir selbst nicht im Niemandsland der Tabelle versinken wollen. Aber es geht uns nicht darum, Revanche zu nehmen für Geschehnisse von vorgestern. Die Sache ist für uns abgehakt, wir wollen nicht, dass daraus eine jahrelange Fehde wird.“ Beim VfL sieht man das etwas anders: „Es gibt viele bei uns im Klub, die es nicht toll fanden, dass Rugenbergen nicht an unserem Hallenturnier teilgenommen hat. Da wurde der ganze Verein bestraft für das Fehlverhalten einzelner VfL-Spieler“, blickt Pinnebergs Coach Fischer zurück.

Die Stimmung zwischen beiden Vereinen sei „derzeit etwas angespannt.“ Was käme dem SV Rugenbergen da jetzt gelegener als dem VfL gehörig in die Meisterschaftssuppe zu spucken? Palapies, der selbst nicht beim Spiel anwesend sein wird, da sein Sprössling Noah zeitgleich mit der F-Jugend des Niendorfer TSV das Vorspiel zum Abschiedsmatch für Ex-HSV-Star David Jarolim in der Imtech Arena bestreiten darf, hegt solche Gedanken jedenfalls nicht: „Es stimmt ja faktisch nicht, dass wir dem VfL mit einem Sieg die Meisterschaft versauen, sie haben noch ein Nachholspiel am Ostermontag gegen Altona 93, wenn sie das gewinnen, sind sie so oder so voll im Rennen um den Titel dabei.“

Dass die Pinneberger die Pleite in Niendorf schnell aus den Köpfen bekommen haben, zeigten sie am vergangenen Dienstag beim Testspiel in Norderstedt (0:2). Gegen den Regionalligisten Eintracht ließen die Fischer-Mannen aus dem Spiel heraus nur wenig zu. Allerdings: Gleich sieben Akteure des VfL mussten sich unter der Woche bei der Reha blicken lassen. Unter ihnen auch Stürmer Thorben Reibe, der in Niendorf mit TSV-Keeper Rene Melzer zusammenprallte, wobei sich Melzer schwer verletzte.

Alexander Borck (VfL) und Jan Melich (SVR, weilte im amerikanischen Las Vegas) sind von ihren beruflich bedingten Ausflügen zurück.

Alles ist angerichtet für ein spannendes Derby, das das Titelrennen zwar nicht vor- aber dennoch mitentscheiden kann. 

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erstellt am 27.Mär.2015 | 16:00 Uhr

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