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Fußball-Oberliga : „Wir verfallen jetzt nicht in Panik“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VfL Pinneberg verliert erneut hoch gegen ein Spitzenteam – Trainer Fischer mahnt vor dem Kreis-Derby jedoch zur Ruhe.

Seit 67 Jahren Vereinsmitglied beim VfL Pinneberg, seit 2009 Ehrenmitglied des Traditionsklub aus der Kreisstadt. Und seit 40 Jahren Stadionsprecher beim VfL. Beeindruckende Zahlen zieren die Vita von Reinhard Nadler.

Zu gerne hätte das VfL-Urgestein zu seinem Abschied vom Stadion-Mikrofon und nur wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag am Dienstag von den Oberliga-Fußballern des VfL Pinneberg drei Punkte als Präsent erhalten. Vom Fußballvorstand gab es einen großen Präsentkorb, Punkte vom Team jedoch nicht. Der SC Victoria hatte etwas dagegen.

Wobei: In Halbzeit eins waren nicht etwa die Gäste aus Hamburg so stark, sondern die Gastgeber von der Fahltsweide so schwach, ließen den Favoriten von der Hoheluft nahezu ungehindert agieren und schauten bei den ersten drei Gegentoren bis zur Pause nur zu: Beim 0:1 kam VfL-Abwehrchef Tim Vollmer gegen Ex-Profi Marius Ebbers im Strafraum zu spät (11.). Beim 0:2 fehlte in der Innenverteidigung komplett die Ordnung, sodass der erst 17-jährige Danial Jadidi (nicht im Abseits) einschieben konnte (21.).

Und beim 0:3 ließen die VfL-Verteidiger David Eybächer im Strafraum ungehindert einköpfen (27.). „Das waren allesamt individuelle Patzer von uns. Wir haben den Gegner auf die Siegerstraße gebracht“, schüttelte der bemühte Daniel Diaz nach der Partie den Kopf. Vor allem in der umgebauten Mittelfeldzentrale mit den jungen Philipp Werning und Christian Kulicke haperte es in Durchgang eins an allen Ecken und Enden. VfL-Trainer Michael Fischer musste zugeben: „Das war in den ersten 45 Minuten ein Desaster.“ Fischer stellte um, brachte den eigentlich noch nicht fitten Flemming Lüneburg (Rücken). In Hälfte zwei lief es für die bemühten Hausherren zunächst auch besser, Luis Diaz staubte zum 1:3-Anschlusstreffer ab (56.). Das 2:3 lag kurz in der Luft, doch mitten in die Pinneberger Drangperiode mischte sich erneut ein individueller Fehler: VfL-Abwehrmann Jan-Philipp Zimmermann unterschätzte eine butterweiche Flanke Dennis Thiessens komplett, Ebbers marschierte alleine aufs Tor –1:4 (62.). „Das war dann der Knock-Out für uns“, so Daniel Diaz, „das Derby nächste Woche gegen Halstenbek-Rellingen ist für uns schon so etwas wie ein richtungsweisendes Spiel, wir stehen mit dem Rücken zur Wand.“

Nur ein Zähler aus den ersten drei Partien – Coach Fischer bleibt dennoch ruhig: „Wir wussten, dass unser Auftaktprogramm hart ist und uns wichtige Leistungsträger fehlen. Es bringt nichts, jetzt in Panik zu verfallen. Wir bleiben sachlich und arbeiten konzentriert weiter.“

Reinhard Nadler hätte sicher nichts gegen einen Derby-Sieg – als nachträgliches Präsent zu seinem 80. Geburtstag.  

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erstellt am 17.Aug.2015 | 16:00 Uhr

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