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Fußball-Oberliga : „Wir sind noch lange nicht satt“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der SV Halstenbek-Rellingen tut sich gegen Außenseiter Blankenese schwer, bleibt aber im zehnten Spiel in Folge unbesiegt.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Die schlechte Nachricht vorweg: Gegen die vermeintlichen Außenseiter kann der Fußball-Oberligist SV Halstenbek-Rellingen zuhause nicht gewinnen. Gegen den Tabellenletzten SV Blankenese gab es ein mageres 1:1.

Die gute Nachricht: Die SV HR bleibt auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen. Für diese Serie ist die Mannschaft verantwortlich, genauso wie Trainer Thomas Bliemeister. Nicht wenige Verantwortliche bei HR nennen aber auch einen weiteren Namen, der großen Anteil an Platz fünf hat: Co-Trainer Reza Khosravinejad.

„Er harmoniert prächtig mit Thomas Bliemeister, hat die Mannschaft fit gemacht und arbeitet mit ihr viel im taktischen Bereich“, lobt Vereinspräsident Hans Jürgen Stammer. Der gebürtige Iraner Khosravinejad selbst fieberte gegen Blankenese wie gewohnt an der Seitenauslinie 90 Minuten mit, hatte aber bereits in der Halbzeitpause – beim Stande von 1:0 – ein schlechtes Gefühl: „Ich habe in den ersten 45 Minuten gemerkt, dass die Mannschaft sich sehr schwer tut. Ich habe sie gewarnt, dass wir frühzeitig das 2:0 machen müssen, um als Sieger vom Platz gehen zu können“, erzählt er später.

Doch nach dem 1:0 durch Jaques Rodrigues de Oliveira, das nach einem langen Einwurf von Sinan Demirci resultierte, weil die Gästeabwehr den Ball im Strafraum springen ließ (19.), schaffte es HR trotz zahlreicher guter Chancen nicht, nachzulegen. Khosravinejads schlechtes Gefühl zur Pause sollte sich in Durchgang zwei also bestätigen: Die Blankeneser kamen mit viel mehr Engagement und Druck aus der Kabine, störten die Heimelf früh beim Spielaufbau, womit sie nur schwer zurecht kam.

Die Konsequenz: Der Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff. Eine Doppelpass-Kombination auf dem rechten Flügel schloss Gianluca D’Agata (ironischerweise vor der Saison auch bei HR als Neuzugang im Gespräch) zum 1:1 ab (48.). Blankenese drängte fortan auf den Siegtreffer, für HR (ab der 88. Minute unnötigerweise in Unterzahl, weil Danijel Suntic wegen Meckerns innerhalb von einer Minute zweimal Gelb sah) ergaben sich Konterchancen, die jedoch ungenutzt blieben. Zwei strittige Situationen im Gästestrafraum (HR reklamierte Handspiel), die Schiedsrichter Stello nicht wertete, sorgten für Frust auf der HR-Bank.

„Der Schiri war letztlich nicht schuld, wir haben unser gesamtes Potenzial nicht wirklich abgerufen, wirkten etwas satt“, so Khosravinejad, der in dieser Woche in Kaiserau (Nordrhein-Westfalen) beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) seine Trainer B-Lizenz absolviert, nach dem Spiel. „Wir sind noch lange nicht satt, heute war einfach der Wurm drin“, entgegnet Mittelfeldspieler Nikola Maksimovic. Satt oder nicht satt – am kommenden Sonntag beim SC Condor kann HR seine Serie ausbauen.

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