Fussball : „Wir missbilligen rassistisches Verhalten“

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10. Juni 2014, 16:00 Uhr

Wedel | Der Vorfall, der sich am 13. April auf der Anlage der Kreisliga-Fußballer des SC Pinneberg ereignete, zählte zweifelsohne zu den unschönsten der zurückliegenden Fußball-Saison 2013/14. Nach dem Gastspiel des Wedeler TSV II hatte der Wedeler Akteur F. Pinneberger Gegenspieler rassistisch beleidigt. Fälschlicherweise wurde zunächst Wedels damaliger spielender Co-Trainer Timo Albrecht (mittlerweile beim Rissener SV) beschuldigt und der Verein vom Sportgericht des Verbandes zu einer Strafe von insgesamt 1180 Euro (1000 Euro Strafe plus 150 Euro Berufungsgebühr und 30 Euro Verhandlungsgebühr) verdonnert.

Die Chance, Albrecht zu rehabilitieren, verpasste der Klub zunächst, da er die Berufungsschrift sowie die Berufungsgebühr zu spät einreichte beziehungsweise überwies – der Verband schmetterte die Wedeler Berufung ab.

Jetzt – einige Wochen nach den Verhandlungen im Mai – meldete sich der Wedeler TSV zu Wort. Jürgen Benker, 1. Vorsitzender des Vereins, ließ in einer Pressemitteilung verlauten: „Die Verantwortlichen des Wedeler TSV im Vorstand und im Vereinsrat sowie die Mitarbeiter der Geschäftstelle distanzieren sich ausdrücklich von dem Verhalten des Spielers F. und mißbilligen es im höchsten Maße. Eine Person, die sich derart verhält, hat im Wedeler TSV keine Vereinsberechtigung.“

Unmittelbar nach dem klar wurde, dass F. der Schuldige in dem Fall ist, wurde der Spieler aus dem Verein ausgeschlossen. Zudem versucht Brenker, den zu unrecht verurteilten Ex-Akteur Albrecht nachträglich freisprechen zu lassen: „Zur vollständigen Rehabilitierung des vom Verbandsgerichts des Fußballverbandes fälschlicherweise als Schuldigen verurteilten Spieler-Trainers Timo Albrecht sind vom Vorstand des Wedeler TSV und seiner Fußball-Abteilung nach umfangreichen Recherchen (eingeholte schriftliche Zeugenaussagen) entsprechende Schritte eingeleitet worden, um Timo Albrecht doch noch rehabilitieren zu können“, heißt es in dem Schriftstück weiter.

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