Olympia : Wie der Kreis profitiert

Führten durch den Abend beim Pinneberger Sportdialog (von links): Ralph Lehnert vom Hamburger Sportbund, Carsten Lienau (Vorsitzender des VfL Pinneberg) und Holger Hartwig (Chefredakteur dieser Zeitung).
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Führten durch den Abend beim Pinneberger Sportdialog (von links): Ralph Lehnert vom Hamburger Sportbund, Carsten Lienau (Vorsitzender des VfL Pinneberg) und Holger Hartwig (Chefredakteur dieser Zeitung).

Ralph Lehnert vom Hamburger Sportbund zeigt beim Sportdialog auf, welche Impulse die Spiele für Pinneberg und Elmshorn haben können.

shz.de von
09. Juli 2015, 14:00 Uhr

Das Motto „Feuer und Flamme für Olympische Spiele in Hamburg 2024“ trägt Ralph Lehnert im Herzen. Das wird mehr als deutlich, wenn der Geschäftsführer des Hamburger Sportbundes über das Olympia-Konzept der Stadt referiert. So wie am Dienstagabend, als Lehnert prominenter Gastredner beim Pinneberger Sportdialog des VfL Pinneberg sowie des A. Beig-Verlags, Herausgeber dieser Zeitung, war.

Vor knapp 40 sportinteressierten Pinnebergerinnen und Pinnebergern erzählte Lehnert in den Räumen des Verlags, dass ihn das Olympia-Fieber schon in seiner frühen Jugend gepackt hat. Im Alter von gerade einmal zwölf Jahren stand Lehnert im Jahre 1972 in seinem Heimatort Bad Bramstedt an der Straße, um euphorisiert den Fackelläufer der Spiele von München anzufeuern, der das Olympische Feuer laufend in Richtung Kiel-Schilksee, dem damaligen Austragungsort der Segelwettbewerbe, beförderte.

„Die Stimmung war einzigartig, da war es um mich geschehen“, berichtete Lehnert rückblickend und ergänzte: „Heute ist es mein Ziel, dafür zu sorgen, dass die heutige Jugend dieses olympische Gefühl auch erleben darf. Die Motivation, die Spiele nach Hamburg holen, ist riesengroß.“ Und so pilgert Lehnert derzeit auch durch die Metropolregion der Hansestadt, um die Menschen für „Hamburg 2024“ zu begeistern – auch im Kreis Pinneberg.

Bereits im Februar war Lehnert deshalb in Elmshorn Gastredner, am Dienstag zog es ihn in die Kreisstadt. Vor Vereinsvertretern und Vertretern der Pinneberger Wirtschaft, unter anderem der Sparkasse Südholstein, erklärte Lehnert, welche Möglichkeiten die Spiele für die Region Pinneberg haben können: „Internationale Spitzenverbände werden sich im Vorwege der Spiele Trainingsstätten vor den Toren Hamburgs suchen – möglicherweise auch im Kreis Pinneberg.“ Darüber hinaus, so Lehnert weiter, prüfe man derzeit auch, ob Langstrecken-Radrennen durch das Kreisgebiet, etwa entlang der Elbe in Wedel, führen könnten.

„Die Spiele können einen großen Impuls, nicht nur für Hamburg, sondern auch für den Kreis Pinneberg geben“, stellte Lehnert klar und forderte die hiesigen Sportvereine, die Unternehmen und die Bürger auf, diese Chance Hand in Hand wahrzunehmen, um die Sportinfrastruktur im Gebiet zu verbessern. Das liegt vor allem Uwe Hönke, dem Geschäftsführer des VfL Pinneberg, am Herzen. „Sollte Hamburg den Zuschlag bekommen, sollten wir in Pinneberg gemeinsam an einem Sportentwicklungsplan zur Verbesserung unserer Sportstätten arbeiten, an dem alle, die Vereine, die Wirtschaft, die Medien und die Politik mitwirken“, warb er.

Die ganze Region, so zeigte es Lehnert auf, werde wirtschaftlich von möglichen Spielen profitieren. „Konkrete Zahlen haben wir noch nicht, aber es ist davon auszugehen, dass etwa die Hotelkapazitäten in Hamburg die Besucherströme nicht allein bewältigen können. Viele Gäste werden auch nach Pinneberg ausweichen.“

Noch sind das alles Zukunftsvisionen. Am Sonntag, 29. November, werden die Hamburger in einem Referendum darüber abstimmen dürfen, ob sie mehrheitlich für die Spiele in ihrer Stadt sind. Bei einem positiven Ergebnis wird Lehnerts Leidenschaft für die Olympischen Wettkämpfe neu befeuert werden. Am Dienstagabend wurde beim Sportdialog deutlich, dass auch die Pinneberger Sportler Feuer und Flamme für „Hamburg 2024“ sind. 

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