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„Wichtig sind die Begegnungen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Heute beginnt der 17. Bert-Meyer-Cup – Turnierorganisator Roland Lange spricht im Interview über die intensiven Vorbereitungen

Heute geht sie los, die inoffizielle Hallenmeisterschaft des Kreises Pinneberg. Drei Tage lang, bis einschließlich Sonnabend, ermitteln die hiesigen Amateurfußballer ihren Hallenkönig. Heute spielen die Kreisligisten (Staffeln 7 und 8) den Sieger des 1. Vorturniers aus (ab 16.45 Uhr), morgen steigt das 2. Vorturnier (Bezirksligisten und die besten Kreisligisten, ab 16.45 Uhr), dessen Sieger dann beim Hauptturnier am Sonnabend (Ober- und Landesligisten, ab 13.45 Uhr) starten darf. Wenn die Fußballfans aus Pinneberg am heutigen Nachmittag die Halle betreten, ist alles herausgeputzt, die Bühne bereitet: Sitzplätze, Verköstigung, Spielfeld, Musik und die Banden rundum das Spielfeld sind fertig. Viele fleißige Helfer haben im Vorwege der Veranstaltung an zwei Tagen im Akkord gearbeitet, um einen reibungslosen Ablauf der 17. Auflage des Cups zu ermöglichen. Turnierleiter und Hallensprecher

Roland Lange

vom VfL Pinneberg erzählt im Interview, wie die Vorbereitung verlief, was der besondere Charakter des Events ist und warum er auf HSV-Stars verzichten kann.

Herr Lange, haben Sie den Neujahrstag mit Aufbauarbeiten in der Sporthalle der Theodor-Heuss-Schule verbringen müssen oder konnten Sie den Tag mit der Familie genießen?

Roland Lange (lacht): Nein, ich engagiere mich zwar sehr und auch sehr gern für den Bert-Meyer-Cup, aber soweit ist es dann doch nicht gekommen. Dennoch: Wir haben am zurückliegenden Montag und am Silvestertag mit vielen Helfern in der Halle gearbeitet, um optimale Rahmenbedingungen für Sportler und Zuschauer zu schaffen.

Plaudern Sie doch einmal bitte aus dem Nähkästchen. Was muss alles bedacht werden, wie läuft so eine Turniervorbereitung ab?

Lange: Wir setzen uns schon Wochen vor dem Turnier mit allen Beteiligten zusammen, um das Turnier des Vorjahrs Revue passieren zu lassen, die Dinge zu besprechen und Teams für einzelne Spezialbereiche zu bilden, die dann unabhängig voneinander arbeiten. Die Auslosung wurde bereits im Dezember durchgeführt, die Plakate sind verteilt, die Mannschaften eingeladen und die Turniermappen verschickt. In der Halle selbst wird dann aufgebaut und alles koordiniert.

Welche Teams haben Sie gebildet und wieviele Helfer waren am Aufbau beteiligt?

Lange: Wir haben ein Team gebildet, das für die Halle, sprich den Aufbau der Banden, der Elektrik und der Werbebanner zuständig gewesen ist und aus Trainer Heiko Klemme, VfL-Urgestein Reinhard Nadler sowie dessen Schwiegersohn bestand. Ein weiteres Team hat sich um das Catering und die Bierstände gekümmert. Uwe Lemke vom VfL führte das Team „Marketing“ an, das sich um Werbepartner und Plakate bemühte. Die Jugendabteilung leitete das Team „Tombola“, zudem haben wir ein Team für die Turnierleitung, ein weiteres für die Kassen und noch eines für die Ordner und Sicherheitskräfte.

Macht wie viele Personen insgesamt?

Lange: Am heutigen Spieltag werden 30 bis 40 Helfer aus allen Teams vor Ort sein und Sportler sowie Zuschauer betreuen. Ich selbst koordiniere die Teams, führe die Fäden zusammen, kümmere mich um Presseanfragen, das Rahmenprogramm, die Moderation und die Auslosung im Vorwege.

Klingt nach einem Fulltime-Job. Was treibt Sie an, dies Jahr für Jahr ehrenamtlich zu betreiben?

Lange: Das Turnier ist mittlerweile im 17. Jahr seines Bestehens. Ich bin von Beginn an dabei. Die Stimmung in der Halle, der Charakter ist einzigartig. Man bekommt soviel zurück – an Lob, an Freude der Fans, an Begeisterung und Zustimmung. Das treibt mich an.

Beschreiben Sie den speziellen Charakter des Bert-Meyer-Cups bitte einmal.

Lange: Man spricht nicht von ungefähr von einer „inoffiziellen Hallenkreismeisterschaft“. Der Begriff kommt nicht von uns Veranstaltern, hat sich im Laufe der Jahre aber in der Öffentlichkeit verselbständigt, da bei uns nur Teams aus der Region Pinneberg gegeneinander antreten – und davon insgesamt 28 – , hat der Lokalkolorit große Bedeutung. Oft steht der Fußball, der zweifelsohne gut ist, gar nicht im Vordergrund. Entscheidend sind vielmehr die Begegnungen auf der Tribüne. 1500 Zuschauer waren im letzten Jahr an den drei Turniertagen in der Halle. Viele alte Bekannte und ehemalige VfL-Größen treffen sich, um gemeinsam über die alten Zeiten zu plaudern. Nicht selten hat man sich ein Jahr lang nicht gesehen. Der Bert-Meyer-Cup ist einfach ein Treffpunkt für die Pinneberger Fußballgemeinde. Und genau das macht seinen Charakter so einzigartig.

Wen möchten Sie besonders gerne wiedersehen?

Lange (lacht): Eigentlich alle. Viele heutige Trainer, wie etwa Selcuk Turan von Blau-Weiß 96 Schenefeld oder HR-Trainer Thomas Bliemeister, haben beim VfL gespielt, als ich dort noch Offizieller war. Ich freue mich natürlich über den Weg, den sie im Sport gegangen sind und darauf, mich mit ihnen über die alten, zum Teil sehr erfolgreichen VfL-Zeiten unterhalten zu können.

Das Turnier ist nicht nur für seinen lokalen Charakter, seinen attraktiven Hallenfußball und seine gute Verköstigung über die Grenzen Pinnebergs hinaus bekannt. Wird es auch in den kommenden drei Tagen wieder ein Rahmenprogramm geben?

Lange: In der Tat. Wir haben Musik, eine Tombola mit attraktiven Preisen und natürlich wieder ein Einlagespiel unserer Juniorenteams.

Und wenn am Sonnabend alles vorbei ist, dann können Sie erstmals in diesem noch jungen Jahr richtig durchpusten. . .

Lange: Nicht so wirklich. Denn dann gilt es, die Halle wieder aufzuräumen. Und dann mache ich mir schon wieder Gedanken, was man im Jahr 2015 noch so alles Schönes in das Turnier einbauen könnte.


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erstellt am 02.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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