Baseball : Westend 69ers: Erster Titel nach 23 Jahren

Das Team der Berlin Flying Donkies trat in Holm verkleidet als „Berliner Zoo“ an.
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Das Team der Berlin Flying Donkies trat in Holm verkleidet als „Berliner Zoo“ an.

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27. Mai 2015, 16:00 Uhr

Gute Laune war Programm beim 23. Holmer Baseball-Pfingstturnier der Westend 69ers. Knapp 200 Anhänger des Spiels, dessen Wurzeln in den Vereinigten Staaten von Amerika liegen, fanden den Weg nach Holm.

Die Schlagmänner (Batter), Werfer (Pitcher), Läufer (Runner) und Fänger (Catcher) kamen dabei aus ganz Deutschland. Nur das geladene Team der Kischinau Abators aus Moldawien schaffte es nicht nach Holm. „Die Abators hatten in der Ukraine eine Panne mit ihrem Bus und wären erst einen Tag später hier angekommen, da haben sie beschlossen, lieber wieder zurückzufahren“, so der Organisator des Turniers und Schlagmann der Baseballer der 69ers, André Schriever.

Drei Tage lang stand in Holm bei bestem Wetter alles im Zeichen des weißen Lederballes mit 7,4 Zentimetern Durchmesser. Sehr zur Freude der Veranstalter gab es eine ganz besondere Premiere. „Zum ersten Mal in 23 Jahren ist es einem Team der Westend 69ers gelungen einen Titel zu holen. Unser Softball-Slow-Pitch-Team hat gewonnen“, freute sich Schriever darüber, dass sich Holm gegen Hamburg Legendary, Berlin Flying Donkies, Lübeck Lizards und die Marl Sly Dogs durchsetzte. In diesem Wettbewerb präsentierten sich allerdings die Flying Donkies am auffälligsten. Unter dem Motto „Berliner Zoo“, trat das gemischte Team komplett verkleidet an. „Beim Slow-Pitch ist alles erlaubt. Das sind hauptsächlich Fun-Teams, die einfach Spaß haben wollen“, so Schriever.

Das galt natürlich auch für die Baseballspiele, dennoch stand hier der sportliche Wettbewerb im Vordergrund. Das Finale gewannen die Dominican Tigers mit 12:3 gegen Latino Soy. Die zwei Mannschaften setzen sich aus Südamerikanern und Spielern aus der Karibik, die allesamt in Deutschland leben, zusammen. „Die Tigers haben das Finale bestimmt und Latino Soy hat gut mitgehalten“, so Schriever, der vor allem die Qualität der Finalspiele lobte.

Bester Schlagmann war Heinrich Gill von den Bremen Dockers, der von zwölf Schlagversuchen sieben Hits erzielte. Das heißt, dass er nach seinem Schlag jeweils die erste Base erreichte. Auf der anderen Seite war der beste Werfer Sandy Castillo vom Turniersieger, der in acht Innings (Spielabschnitten) ganze 13 Strikeouts erzielte. Das bedeutet, dass der Schlagmann es drei Mal nicht schaffte, den Ball zu treffen und somit aus dem Spiel war.

Die Planungen für die nächsten beiden Turniere laufen schon. „Vor allem für 2017 werden wir zur 25. Ausgabe ein großes Rahmenprogramm organisieren“, so Schriever in Vorfreude.

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