Fussball-Kreisliga : „Werden die Borsteler vermissen“

Fokussiert: Kummerfelds Boris Junior Nguessan  (links)  geht mit vollem Einsatz in den Zweikampf.
Fokussiert: Kummerfelds Boris Junior Nguessan (links) geht mit vollem Einsatz in den Zweikampf.

Fußball: 4:1-Sieg im Derby – Kummerfelder SV sorgt für höchste Abstiegsgefahr bei Nachbar TuS Borstel / Aufregung in Tornesch

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08. April 2014, 16:00 Uhr

Gerne haben die Kreisliga-Fußballer des Kummerfelder SV den TuS Borstel ganz gewiss nicht. 4:1 (3:0) besiegt und damit in der Staffel 8 wahrscheinlich endgültig zum Abstieg verurteilt. „Diese Nachbarschaftsduelle sind doch immer etwas Besonderes. Wir werden die Borsteler vermissen“, sagte KSV-Trainer Werner von Bastian. Der Borsteler Trainer Sirko Ortner gab ein Kompliment zurück: „Leider hatte unser junger Keeper nicht seinen besten Tag. Es war aber zu sehen, warum die Kummerfelder so weit oben rangieren.“

Von weniger freundlichen Kommentaren war das 4:2 (2:1) des Tabellenführers Union Tornesch über Gencler Birligi begleitet. Weil Sebastian Rose das 3:2 angeblich auf unsportliche Weise schoss, regten sich die Gäste so sehr auf, dass sie sich drei Platzverweise einhandelten. „Wir stehen frei vorm Tor und sollen den Angriff abbrechen, weil ein Elmshorner an der Mittellinie am Boden liegt? Wo gibt’s denn sowas?“, fragte sich Union-Coach Mirco Seitz. Dieses 3:2 erzielten die Tornescher übrigens mit Neun gegen Elf. Aus den Reihen der Gastgeber waren zuvor Keeper Björn Schramm (Notbremse), den Stürmer Fatih Simsek ersetzte, und Mahdi Habibpur „über Bord“ gegangen.

Beim Bier danach machte Patrick Kinastowski seinen Frieden mit dem SSV Rantzau II, den er vor wenigen Wochen im Zorn verlassen hatte. Das 3:3 (2:1) gegen sein Ex-Team war der erste Punktgewinn des TuS Hemdingen-Bilsen mit Kinastowski als neuem Coach. Der Abstieg ist trotzdem besiegelt, auch der TuS Appen steht vor der Rückkehr in die Kreisklasse. Norbert Möller bleibt Trainer – wenn er nicht vorher in die Klapsmühle eingeliefert wird. „Bei unseren Torgeschenken in diesem Spiel dachte ich wirklich, dass ich verrückt werde“, sagte Möller nach dem 6:8 (3:3) gegen die SV Lieth II.

Der TSV Heist verlor nach einer 2:0-Führung beim Heidgrabener SV noch mit 3:4 (2:2). Trainer Ingo Jopp gewann die Erkenntnis, dass sein gegenwärtiges Spielermaterial nicht zu Höherem berufen ist. Beim 4:3 (1:0) des SC Egenbüttel II auswärts über die FTSV Lorbeer (Staffel 2) bot der dreifache Torschütze Thomas Bolz, sonst Manndecker, diesmal Stürmer, ein sensationelles Spiel und zeigte, dass er nicht nur Tore verhindern kann.



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