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Fussball Oberliga : Wer macht das Zentrum dicht?

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: VfL Pinneberg hat ein Mittelfeld-Problem / Balde verzückt die SVHR

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2015 | 16:00 Uhr

„Guten morgen, liebe Sorgen“, sang Kult-Komiker Jürgen von der Lippe in den 80er Jahren und brachte mit seinem Song ein Millionen-Publikum zum Grölen. Christian Kulicke, Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg, war am vergangenen Sonntagmorgen überhaupt nicht nach Lachen zumute.

Vermutlich mit verträumten Augen blickte er auf seine Uhr, um dann feststellen zu müssen: Er hatte die morgentliche Partie seines Teams beim SC Condor (2:2) schlichtweg verpennt – und das, obwohl er für die Startelf nominiert worden war. „Wir haben noch versucht, Christian telefonisch zu erreichen, vergeblich. Später meldete er sich dann bei uns und entschuldigte sich mehrfach“, erklärt sein Coach Michael Fischer. Es nützte nichts, Kulicke musste am Nachmittag bei der Zweiten Mannschaft (Landesliga) aushelfen. Strafe muss sein.

Dass er am Sonntag (15 Uhr) beim Heimspiel gegen den SC Victoria dennoch gesetzt sein dürfte, hat zwei Gründe: Zum einen die Personalnot der Pinneberger im zentralen Mittelfeld. Zum anderen die guten Leistungen, mit denen sich der 21-Jährige in der Vorbereitung empfahl. „Christian hat seine Chance gut genutzt“, lobt sein Trainer. Dass Kulicke kürzlich auch in den Mannschaftsrat gewählt wurde, zeigt seinen hohen Stellenwert innerhalb des Teams.

Nun soll der Mittelfeldmann gegen Vicky das Zentrum dicht machen. Keine leichte Aufgabe, denn mit Dennis Thiessen, Ex-Profi Marius Ebbers und Vincent Boock ist der Gast in der Mitte stark besetzt. Wer Kulicke dabei unterstützen wird, Vickys Schaltzentrale schachmatt zu setzen, ist noch offen. VfL-Spielmacher Benjamin Brameier weilt im Rahmen seines Studiums in Tansania (Afrika), Christian Dirksen hat Trainingsrückstand.

Fabian Knottnerus und Alexander Borck wären Alternativen. Bange ist Fischer aufgrund der jüngsten Ergebnisse gegen die Hamburger nicht. Die letzten beiden Partien konnte der VfL gewinnen (3:0, 2:0), beide Male war Feuer unterm Dach. „Vickys Trainer Lutz Göttling und ich sind verbal aneinander geraten. Ich fand es wenig fair, dass man uns nach den Siegen nicht gratulierte und habe meinen Unmut darüber auch geäußert“, blickt Fischer zurück.

Nach vorne, oder besser gesagt nach oben, blickt derweil der SV Rugenbergen. Zwei Spiele, zwei Siege lautet die lupenreine Bilanz und am Sonnabend kommt Curslack-Neuengamme an die Ellerbeker Straße (14 Uhr). Ist die Tabellenführung drin? „Da hätten wir nichts gegen“, zwinkert Trainer Ralf Palapies mit den Augen, weiß aber auch, dass es sich „um eine Momentaufnahme handelt.“ Fehlen werden dem Coach Sebastian Munzel und Patrick Hoppe (beide Gäste auf der Hochzeit des verletzten HR-Spielers Robert Hermanowicz) sowie Dennis Weber (Muskelfaserriss).

Um den Kader qualitativ aufzufüllen, liebäugelt der SVR mit der Verpflichtung von Defensivakteur Broder Hansen (29, SH-Ligist Preetzer TSV), der gestern zum Probetraining erschien.

Wie positiv sich ein Transfer auswirken kann, zeigte zuletzt das Beispiel von Braima Balde (20), der bei seinem Einstand für die SV Halstenbek-Rellingen gegen Meiendorf (5:0) zweimal traf. „Er war der Mosaikstein, der in unserem Offensivkonzept gefehlt hat, bringt unglaublich viel Tempo ins Spiel“, lobt sein Trainer Thomas Bliemeister, nachdem er aus einem berufsbedingten Aufenthalt aus Lissabon zurückgekehrt ist. HR-Manager Detlef Kebbe schließt sich an: „Braima hat den Rest der Truppe mitgerissen.“ Ob der Neue auch am Sonntag (10.45 Uhr) beim USC Paloma zum Einsatz kommen wird, ist noch fraglich – Balde plagt eine Oberschenkelprellung aus dem Pokalspiel in Schnelsen (2:0).  

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