Fussball im Kreis Pinneberg – der letzte Spieltag : Wer darf hoch, wer muss runter?

Bevor der Ball in der Sommerpause ruht, geht es auf den Plätzen im Kreis Pinneberg noch mal richtig zur Sache.

Bevor der Ball in der Sommerpause ruht, geht es auf den Plätzen im Kreis Pinneberg noch mal richtig zur Sache.

Noch ein Sieg trennt den SSV Rantzau von der Landesliga, ein Kreis-Trio verabschiedet sich aus derselbigen. In Hemdingen wird die Kreisliga-Meisterschaft entschieden. Wir geben einen Überblick.

shz.de von
25. Mai 2018, 08:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Ein letztes Mal in dieser Saison müssen die Fußball-Teams aus dem Kreis Pinneberg im Kampf um Punkte ran. Einige Entscheidungen sind bereits gefallen. Auf einigen Plätzen wird es aber noch mal richtig spannend. Zwischen Aufstiegsträumen und Abstiegsängsten ist alles vertreten. Wir geben einen Überblick.

Oberliga Hamburg

Dassendorf auf den Spuren des FC Bayern

Die TuS Dassendorf steht seit Wochen als Meister fest – zum fünften Mal, und sie steigt zum fünften Mal nicht in die Regionalliga auf. Für die Aufstiegsrunde hat nur der Tabellendritte FC Teutonia 05 – punktgleich  mit dem SC Victoria –  gemeldet. Das Team von der Kreuzkirche hat sein erstes Spiel bereits mit 0:5 gegen den VfL Oldenburg (Niedersachsen) verloren. Eine weitere Niederlage gegen den Brinkumer SV (Bremen/Sonnabend) oder Holstein Kiel II (Schleswig-Holstein/Mittwoch) würde das Ende aller Aufstiegsträume bedeuten.

Klarheit gibt es auch in der Abstiegsfrage: Es erwischt die letztjährigen Aufsteiger HSV III und Vorwärts-Wacker sowie den FC Türkiye mit Trainer Michael Fischer.

Landesliga Hammonia

Aufstieg durch die Hintertür?

Der HEBC kehrt als Meister in die Oberliga zurück. Ob die SV Halstenbek-Rellingen ein Aufstiegsspiel gegen den Tabellenzweiten der Hansa-Staffel (Bramfelder SV) bestreiten darf, hängt vom Abschneiden des FC Teutonia 05 in der Regionalliga-Relegation ab. 

Der Niendorfer TSV II, der HR Rang zwei noch streitig machen kann, darf nicht aufsteigen. Runter geht’s für die drei Kreis-Teams VfL Pinneberg II, Blau-Weiß 96 Schenefeld und TBS Pinneberg.

Enttäuschung bei Dario Ivanko: Er ist mit dem VfL Pinneberg II in die Bezirksliga abgestiegen.
Claus Bergmann

Enttäuschung bei Dario Ivanko: Er ist mit dem VfL Pinneberg II in die Bezirksliga abgestiegen.

 

Die Stimmung in Halstenbek bleibt unterdessen positiv, trotz Teutonias Packung zum Auftakt in Oldenburg. „Aber die haben noch zwei Spiele, alles auf den Kopf zu stellen“, gibt Oliver Berndt, Sportlicher Leiter der SVHR, zu bedenken.  Im letzten Spiel beim SC Alstertal-Langenhorn fehlt Yannick Sottorf, der sich auf Hochzeitsreise befindet.

Union Tornesch rüstet auf – für die Oberliga?

Zu diversen Verabschiedungen und Ehrungen kommt es nach der Rückkehr zum Jacob-Thode-Platz, während sich Union Tornesch im Anschluss an die Heimpartie gegen den VfL Pinneberg II bei Jan Dostal (hört auf), André Pott (Rasensport Uetersen), Marco Wendt (HFC Falke), Kapitän Martin Schwabe (macht als Co-Trainer weiter) und Trainer Stefan Dösselmann (pausiert) für geleistete Dienste bedanken wird. Nächste Saison soll es bei Union dann ganz hoch hinausgehen.

Der Club holt nicht nur etliche oberligaerfahrene Akteure sowie Thorben Reibe als Trainer vom VfL Pinneberg, sondern von Altona 93 auch Björn Dohrn zurück. Allerdings wird der Torjäger der Spielzeit 2016/17 (erzielte 38 Treffer) nach zwei Meniskusoperationen zunächst  noch ein bisschen Vorsicht walten lassen.

Bezirksliga West

Alles auf Sieg beim SSV Rantzau

Vor zwei Wochen jubelte Yannik Ruhser als Torschütze gegen die SV Lieth. Das will der Barmstedter Bezirksligafußballer auch am Sonntag gegen die SV Blankenese – und den Aufstieg feiern.
Claus Bergmann

Vor zwei Wochen jubelte Yannik Ruhser als Torschütze gegen die SV Lieth. Das will der Barmstedter Bezirksligafußballer auch am Sonntag gegen die SV Blankenese – und den Aufstieg feiern.

 

Oben sind die Plätze eins und zwei an den SC Nienstedten und den SSV Rantzau verteilt. Die Barmstedter dürfen hoffen, als bester Zweitplatzierter der vier Bezirksliga-Staffeln noch den Sprung in die Landesliga zu schaffen. Dafür benötigen sie  einen Sieg gegen die noch nicht gerettete SV Blankenese.

Die SVB (35 Punkte),  SC Sternschanze II und Germania Schnelsen (je 33) machen den dritten Absteiger unter sich aus. Der SV Rugenbergen II hat aufgrund seiner schlechten Tordifferenz nur  verschwindend geringe Chancen auf den Klassenerhalt, die SV Halstenbek-Rellingen II gar keine.

Dass die SVB an der Düsterlohe eventuell noch punkten muss, lässt SSV-Trainer Marcus Fürstenberg kalt. „Im Fernduell mit den anderen Tabellenzweiten zählt für uns nur ein Sieg. Den schaffen wir, ich bin mir absolut sicher.“

Der dritte Aufstieg in einem Jahr?

Das wäre dann ein Jahr für die Geschichtsbücher des Clubs, nachdem 2018 schon die SSV-Damen (Bezirksliga) und die zweite Herren (Kreisliga) den Aufstieg perfekt machten. In der alles entscheidenden Partie setzt Fürstenberg wieder auf Stammkeeper Malte Ladehof, der nach überstandener Schulterverletzung anstelle von Knut Ole Mohr (Urlaub) ins Tor zurückkehrt.

Erste Veränderungen im zukünftigen Kader stehen fest. Keeper Florian Hermenau begibt sich  ebenso wie Yusuf Önegi zur Alten Herren, neben drei A-Junioren stoßen die Mittelfeldspieler Othniel Kenou (TuRa Harksheide, früher Wedeler TSV) und Onur Tiryaki (TSV Sparrieshoop) dazu.

Kreisliga 7

Hetlinger MTV im Meisterrausch

Beim Hetlinger MTV herrscht seit zwei Wochen bereits Feierstimmung: endlich der Aufstieg als  Meister vor dem SC Union 03. In der nächsten Saison nur Kreisklassen-Luft schnuppern die Spieler von Rissen II, Blau-Weiß 96 Schenefed II und Union Tornesch III.

Kreisliga 8

Titelduell in Hemdingen

Torben Mohr (links) und Hemdingen-Bilsen empfangen den Heidgrabener SV um Tobias Burk zum Titelduell in der Kreisliga 8. Burk ist allerdings zum Zuschauen verdammt.
Johannes Speckner
Torben Mohr (links) und Hemdingen-Bilsen empfangen den Heidgrabener SV um Tobias Burk zum Titelduell in der Kreisliga 8. Burk ist allerdings zum Zuschauen verdammt.
 

Sonntag kommt es zum Endspiel zwischen dem lange Zeit unangefochtenen, zuletzt aber arg anfälligen Tabellenführer TuS Hemdingen-Bilsen (60 Punkte) und dem Heidgrabener SV (58) um den Aufstieg.

Der Tabellenzweite hat keine Chance auf den Sprung in die Bezirksliga. Wegen des Rückzugs von Germania Schnelsen II gibt es nur zwei Absteiger: Glashütter SV II und Kickers Halstenbek.

In Hemdingen führte Trainer Patrick Kinastowski manchen Punkteverlust auch auf den Ausfall von Stürmer Robin Berg (Fußverletzung) zurück. Seit einem halben Jahr fehlt Rechtsverteidiger Radoslaw Majer (Kreuzbandriss). Als Zeuge des Heidgrabener 4:0 über Gencler Birligi bekam Kinastowski mit, wie auch HSV-Innenverteidiger Tobias Burk für das Gipfeltreffen ins Abseits geriet – Innenbandanriss.

„Super-Bonusspiel”

Nachdem der Rückstand des HSV zum TuS bis zu 15 Punkte betrug, spricht sein Trainer Ove Hinrichsen von einem „Super-Bonusspiel“. In der Bezirksliga tauchten die Heidgrabener noch nie auf, während der TuS 2001/02 in der nächsthöheren Spielklasse verweilte.

Ferne und auch die jüngste Vergangenheit prallen an Kinastowski ab. „Wir blicken nur nach vorn, nämlich auf die letzte große Herausforderung der Saison.“ Bringt die Tagesform der Torjäger Torben Mohr (TuS/30 Treffer) und Philippe Schümann (HSV/38) die Entscheidung? 

Kreisklasse A5

Rasensport greift nach dem Maximum

Rasensport Uetersen steht vor einer perfekten Saison ohne Punktverlust, Rang zwei geht  an den SSV Rantzau II. Der 1. FC Quickborn II muss Sportfreunde Pinneberg schlagen, um Stadtrivale TuS Holstein (spielfrei) von Rang drei zu verdrängen und ebenfalls sicher aufzusteigen. Der Vierte – TuS oder FCQ II – könnte am Punktequotienten scheitern.

Kreisklasse A6

Der Weg führt weiter nach oben

Raspo Uetersen II macht der Ersten den Durchmarsch zur Kreisliga nach, wenn auch nicht in Perfektion. Rissen II steigt ab.

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