Fussball-Oberliga: : Wenn Hamburg ruft

Auf Abschiedstournee: Kapitän Jan Eggers (links), hier im Hinspiel gegen Condors Gökhan Iscan, wird den Wedeler TSV im Sommer nach viereinhalb Jahren verlassen.
Auf Abschiedstournee: Kapitän Jan Eggers (links), hier im Hinspiel gegen Condors Gökhan Iscan, wird den Wedeler TSV im Sommer nach viereinhalb Jahren verlassen.

Wedel-Kapitän Jan Eggers spricht über seinen Wechsel zu BU / SV Rugenbergen mietet Tangstedter Kunstrasen

shz.de von
09. März 2018, 16:00 Uhr

Wenn er zurückblickt, hat er eine „sehr aufregende Zeit“ vor Augen. Dennoch wird Jan Eggers, Kapitän der Fußballer des Wedeler TSV, bald nicht mehr für die Grün-Weißen auflaufen. Nach viereinhalb Jahren an der Elbe zieht es den 26-Jährigen im Sommer zum Oberliga-Mitstreiter HSV Barmbek-Uhlenhorst. Warum er nach insgesamt neun Jahren Herren-Fußball im Kreis Pinneberg (früher VfL Pinneberg und SV Halstenbek-Rellingen) in die Hansestadt wechselt? „Wenn man die Chance hat, bei einer der Top-Adressen in Hamburg zu spielen, sollte man sie wahrnehmen“, erklärt Eggers. Derzeit wohnt der Mittelfeldspieler zwar noch in Pinneberg, er befindet sich aber auf Wohnungssuche in Hamburg.

Bis dahin will Eggers mit dem Wedeler TSV „noch ein paar Punkte holen, damit wir den Klassenerhalt sicher haben.“ Den Anfang wollen er und seine Teamkollegen am Sonntag, 11. März, machen, wenn das Auswärtsspiel beim SC Condor ansteht. Noch wichtiger ist für Eggers und den Klub aber der Pokalwettbewerb, wo man sich bereits für das Halbfinale qualifiziert hat. „Es wäre ein schönes Geschenk, wenn ich zum Abschied mit Wedel im Finale stehe“, so der Kapitän.

Für den SV Rugenbergen hat das Warten ein Ende. Nach 107 Tagen ohne Pflichtspiel werden auch die Bönningstedter am Wochenende wieder den Oberliga-Spielbetrieb aufnehmen. Weil man sich den Kunstrasen des Lokalnachbarn aus Tangstedt gemietet hat, steht dem Heimspiel gegen den FC Türkiye nichts mehr im Wege. Dass sie dabei zu ungewohnter Zeit am Sonnabend um 16 Uhr ran müssen, stört Trainer Ralf Palapies wenig. „Wir mussten halt die Zeit nehmen, die wir kriegen konnten. Ist auf jeden Fall besser, als Samstag um 8.30 Uhr“, so Palapies mit einem Augenzwinkern.

Gegen das Tabellenschlusslicht aus Hamburg-Wilhelmsburg wolle der SVR seiner Favoritenrolle gerecht werden. „Türkiye ist nicht gerade voller Selbstvertrauen, zudem fehlen da ein paar wichtige Leute. Unser Anspruch ist es, das Spiel zu gewinnen“, unterstreicht der SVR-Coach.

Ein wenig zurückhaltender geht man den 24. Spieltag beim VfL Pinneberg an. Obwohl unter der Woche ein ebenso überraschender wie wichtiger 2:1-Auswärtssieg beim Tabellensechsten TSV Sasel gelang, weiß man um die schwere Ausgangssituation, wenn am Sonntag der FC Teutonia 05 an der Fahltsweide zu Gast sein wird. „Wir wissen, dass sie eine hohe individuelle Qualität haben. Die Favoritenrolle liegt bei Teutonia“, so VfL-Trainer Thorben Reibe vor dem Duell gegen den Tabellenzweiten. Allerdings habe der Erfolg in Sasel seiner Mannschaft „extrem Auftrieb“ gegeben. „Wir würden gerne spielen“, hofft Reibe auf möglichst viele regenfreie Stunden in den kommenden Tagen, die sogar Temperaturen im zweistelligen Bereich versprechen.

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