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Schwimmen : Wenn alles perfekt zusammen passt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Elmshornerin Lea Boy schwimmt in Berlin vier Mal die Norm für die Jugend-Europameisterschaften. Auch Thore Bermel qualifiziert sich für Frankreich, Thea Brandauer hofft noch.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2016 | 16:00 Uhr

So ein kleines bisschen hat Lea Boy selbst gestern noch damit zu tun, ihre Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin zu realisieren: Bronze über 800 Meter Freistil, Silber gar über 1500 Meter und auch über 400 Meter hatte sie als Siebte im A-Finale die Norm für die Teilnahme an den Jugend- und Junioren-Europameisterschaften vom 6. bis 18. Juli in Dunkerque (Frankreich) unterboten. Die 200-Meter-Zeit könnte dort vielleicht noch für einen Platz in der Staffel reichen. „Die gute Vorbereitung, das Trainingslager auf Zypern – es passte einfach alles“, sagte die 16-Jährige vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn, deren Vereinskamerad Thore Bermel ebenfalls für das JEM-Wochenende Mitte Juli planen können. Thea Brandauer muss noch die offizielle Nominierung abwarten, die der Deutsche Schwimmverband am Mittwoch veröffentlichen will. Sie hatte über 100 Meter Schmetterling als Siegerin des B-Finales (platz neun) in 1:01,06 Minuten die JEM-Norm um sechs Hunderstelsekunden verpasst, war aber die schnellste ihres Jahrgangs. „Da weiß man noch nicht, wo die Reise hingeht“, so STE-Cheftrainer Jörg Freyher.

Die JEM-Normen zu erreichen, war das Ziel der Deutschen Meisterschaften gewesen. Von Medaillen hatten Jörg Freyher und Lea Boy nie gesprochen. „Jörg hatte mir gesagt, ich sollte erst mal mitschwimmen. Ich hatte nie damit gerechnet, dass so eine Zeit dabei herauskommt“, sagte Boy strahlend über den bronzenen Auftakt. Über die 800 Meter hatte sie selbst die Zweitplatzierte Leonie Antonia Beck, die in 8:33,13 Minuten so gerade noch die Olympianorm erfüllte, fast ständig im Blick und lieferte sich mit der sieben Jahre älteren Julia Hassler einen Zweikampf um den dritten Platz auf dem Podest. Den entschied die junge Elmshornerin auf den letzten 100 Metern für sich. In 8:37,82 Minuten war selbst die Olymianorm nicht ewig weit weg.

London aber stand und steht nicht zur Debatte. Auf Frankreich freut sich auch Thore Bermel, der über 1500, 400 und 200 Meter Freistil die JEM-Norm teilweise mit neuen persönlichen Bestzeiten unterbot. „Über 800 Meter bin ich so gesetzt“, sagte er. Davon, dass er vor dem Zypern-Trainingslager während der Osterferien zwei Wochen krankheitsbedingt aussetzen musste, habe er kaum etwas gespürt, so Bermel.

Für Boy steht in den nächsten Wochen neben dem Training noch der Ernst des Lebens im besonderen Mittelpunkt des Interesses: Am Freitag, 20. September, schreibt sie die erste ihrer drei schriftlichen Schul-Abschlussarbeiten für die mittlere Reife. Die mündliche Prüfung wird dann während der DSV-Trainingslagers in Heidelberg vor der JEM sein. Wie man das regelt, kann sie bei Thore Bermel erfragen, der die gleiche Prozedur im vergangenen Jahr erfolgreich gemeistert hat.

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