Fußball : Weiter punktlos: Union Tornesch verlieren auch den Keller-Krimi in Osdorf

Per Elfmeter erzielte Björn Dohrn (Union links), hier gegen den Ex-Wedeler Tim Jobmann, der nun wieder für seinen Heimatverein TuS Osdorf verteidigt, sein erstes Saisontor.
Per Elfmeter erzielte Björn Dohrn (Union links), hier gegen den Ex-Wedeler Tim Jobmann, der nun wieder für seinen Heimatverein TuS Osdorf verteidigt, sein erstes Saisontor.

Drei Gegentreffer innerhalb von vier Minuten sorgten früh für einen 0:3-Rückstand. Am Ende stand der FC Union Tornesch mit einem 1:4 beim TuS Osdorf auch nach seinem fünften Oberliga-Saisonspiel mit leeren Händen da.

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17. Oktober 2020, 02:00 Uhr

Tornesch | Ein bisschen wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ fühlte sich am Freitagabend Thorben Reibe. Zwar kassierten seine Oberliga-Fußballer des FC Union Tornesch anders, als fünf Tage zuvor beim 2:3 gegen den WTSV Concordia, keine Gegentore durch einen direkten Freistoß und eine direkte Ecke – doch das 0:1 fiel nach einem Freistoß und das 0:2 nach einer Ecke.

„Da haben wir es unserem Gegner wieder viel zu leicht gemacht“, haderte Reibe, dessen Team mit einem 1:4 beim bis dato ebenfalls punktlosen TuS Osdorf auch ihr fünftes Saisonspiel verlor. Dabei kamen die Tornescher gut in den Keller-Krimi hinein. Auf dem Kunstrasen am Blomkamp spielten sie einen 3:1-Überzahlkonter aber nicht gut aus, ehe Tim Moritz nach einer Ecke knapp links vorbei köpfte (5. Minute).

Drei Gegentore innerhalb von vier Minuten

Dann kassierten sie innerhalb von vier Zeigerumdrehungen drei Gegentreffer, wobei das 0:3 einem „furchtbaren Fehlpass“ entsprang: Josep Dilber, einst bei Roland Wedel aktiv, tunnelte Union-Keeper Norman Baese. „Respekt“ nötigte es Reibe ab, wie seine Elf nach diesen Nackenschlägen „weitergemacht und Gas gegeben“ habe.

Als Christian Kulicke im Strafraum von Moritz Rosemeier, einem weiteren Ex-Roländer, gelegt wurde, verwandelte Björn Dohrn den fälligen Elfmeter flach links. Das 2:3 noch vor der Pause verpasste Dohrn, der nach Chris Heuermanns Rechtsflanke am starken TuS-Torwart Tjark Grundmann scheiterte.

Das von mir viel zitierte Spielglück fehlt uns weiterhin. Aber wir arbeiten hart, damit wir irgendwann wieder Glück haben und uns selbst belohnen können. Thorben Reibe, Trainer FC Union Tornesch
 

Auch nach dem vierten Osdorfer Tor, bei dem Prince Hüttner gegen den nach rechts springenden Baese aus 16 Metern flach links traf, versuchten es die Gäste weiter, doch das 2:4 gelang nicht mehr. Reibe denkt aber nicht daran, aufzugeben: „Wir müssen irgendwann einmal Glück haben und uns belohnen.“ Was Mut macht: Der Murmeltier-Film fand als Komödie ein glückliches Ende ...
 

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