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Handball : „Weiß, wie das Team tickt“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neu-Coach Kevin Ehrenberg spricht über seine Ziele mit dem Oberligisten TSV Ellerbek

Angesichts der heißen Temperaturen mag man es kaum glauben – aber schon in vier Wochen beginnt die Saison in der Handball-Oberliga Hamburg/SH. Für die Spieler des TSV Ellerbek heißt das: Kein freies Wochenende mehr bis zum ersten Punktspiel am 5. September gegen den AMTV Hamburg (18 Uhr, Harbig-Halle). Unsere Zeitung sprach mit dem neuen Trainer Kevin Ehrenberg (35), der das Team schon am Ende der vergangenen Serie kennen lernte, als er den beruflich beanspruchten Interimscoach Dennis Lißner unterstützte. Der Verein hatte sich im Februar einvernehmlich von dem bisherigen Trainer Michael Bollhöfer getrennt.

Herr Ehrenberg, war dieser frühe Kontakt nützlich?
Kevin Ehrenberg: Ich bin Dennis dankbar für das Vertrauen, das er mir entgegenbrachte. Dadurch habe ich früh mitbekommen, wie die Mannschaft tickt. Und damit meine ich nicht die sportlich-inhaltlichen Aspekte.
Hatten sich Mannschaft und Michael Bollhöfer in der dritten gemeinsamen Saison abgenutzt?
Bollhöfers Umzug nach Bremerhaven und die vielen Fahrten erwiesen sich letztlich als zu starke Belastung. Im Training fehlte beiden Seiten die Lockerheit. Der Spaß am Handball ging verloren.

In Ihrer Handballphilosophie spielt Spaß eine wichtige Rolle. Um erfolgreich zu sein, haben Sie aber auch inhaltliche Schwerpunkte.
Ich möchte, dass die Jungs 60 Minuten lang jede Chance zum Tempogegenstoß nutzen. Dafür erarbeiten wir gerade ein Konzept – die wichtigen leichten Tore dürfen kein Zufallsprodukt sein. Im gebundenen Spiel möchte ich den Gegner auseinander spielen, dann hat es auch unser starker Rückraum leichter. In der Defensive baue ich auf die gewohnte 6:0-Formation, werde das System aber „unterfüttern“. Die Abwehr muss als Einheit funktionieren, soll das gegnerische Spiel zerstören und darf nicht aus Einzelkämpfern bestehen.

Da haben Sie sich ja viel vorgenommen. Kann das gehen? Mit Niklas Weller und Dennis Lißner hat der Kader zwei Eckpfeiler verloren und fünf neue junge Leute sind zu integrieren.
Der Kern des alten Kaders ist doch zusammengeblieben. Und es war in den sechs Wochen der ersten Vorbereitungsphase zu sehen: Die älteren Spieler nehmen sich der jüngeren an und die machen schnelle Fortschritte.

Auf welche Neuzugänge dürfen sich die Zuschauer denn besonders freuen?
Unser neuer Mittelmann Nils Ole Lukas setzt schon gute Akzente und Linkshänder Hennes Paulsen hat mich durch seinen Spielwitz beeindruckt.

Was kann die Mannschaft in der Oberliga erreichen?
Ich interessiere mich zunächst nicht für die Tabelle und werde erste Saisonprognosen frühestens nach fünf Spielen abgeben. Ich möchte aber eine Einheit formen, in der auch die Jungen Verantwortung tragen. Das wird dauern, aber ich bin sicher, dass wir gegen den AMTV fit sein werden. Dazu werden zwölf Trainingstage, zwei Trainingslager und die Turniere am 22. August in Esingen und am 29. August in Lauenburg beitragen.





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