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Fußball-Landesliga : Wedeler TSV kassiert 4:5-Pleite

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Dramatik, Spektakel, Wahnsinn: Der Wahnsinn hatte zwei Namen.

Der Wahnsinn hatte zwei Namen: TuS Osdorf und Wedeler TSV. 4:1 führten die Wedeler Landesliga-Fußballer auf dem gefürchteten Grand am Blomkamp. In letzter Minute gewannen die Osdorfer 5:4 (0:3). Dramatischer und attraktiver kann Fußball in der zweithöchsten Hamburger Spielklasse nicht sein.

Heiko Barthel aus dem WTSV-Trainerstab spürte „nur noch Leere“. So ein Spiel hatte der selbst in etlichen Oberliga-Schlachten erprobte Coach noch nie erlebt. Seine Wedeler boten eine erste Halbzeit vom allerfeinsten, wobei sie das 2:0 vom Osdorfer Keeper, der den Ball aus den Händen gleiten ließ, geschenkt bekamen. Erster Knackpunkt? Vielleicht die 45. Minute. Sebastian Krabbes grätschte den Ball nach einem Querpass von Hendrik Ebbecke, überragender Mann der ersten Halbzeit, aus vier Metern über das Tor. Ob sich die Osdorfer auch noch von einem 0:4-Rückstand erholt hätten?

Es passierte das, was nicht passieren durfte. Gleich nach der Pause schlug der Ball bei einem Scharfschuss rechts in der Ecke von Keeper Oliver Firgens ein. Es war der erste Auswärts-Gegentor für den WTSV nach 601 Minuten. Jan Eggers antwortete mit einem Traumtor aus 20 Metern. Der Ball schlug hoch im rechten Winkel ein (1:4). Zweiter Knackpunkt: Schon im Gegenzug glückte Bennet Krause mit einem abgefälschten Fernschuss das 2:4. Die Osdorfer kämpften sich ins Spiel zurück. Firgens gab weder beim 3:4 noch beim 4:4 im Anschluss an Eckbälle eine gute Figur ab. Die eingeschnürten Wedeler aber leisteten nichts Konstruktives mehr. Ausnahme war die 87. Minute, als sich Davor Celic energisch im Mittelfeld behauptete. Der Flankenball von Thomas Koster prallte von der Querstange ins Feld zurück. Dann passten die Wedeler bei einem Pass von links nicht auf. Routinier Antonio Ude stand in der Mitte goldrichtig und verwandelte den Sportplatz in ein Tollhaus. „Die zweite Halbzeit nahm eine Eigendynamik. Solche Spiele gibts nur am Blomkamp“, sagte Heiko Barthel. Das eigene Team versuchte er aufzurichten. Die erste Halbzeit war einfach zu schön gewesen. Barthels Fazit: „In Wedel wird wieder vorzeigbarer Fußball geboten. Wir spielen die Saison jetzt sauber zu Ende.“

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