Erkenntnisse nach der zweiten Oddset-Pokalrunde : Wedel ist nicht Pinneberg

Alles Zerren half nicht: Gegen die ballsicheren Wedeler um Max Stolzenburg (links) fanden Nico Kunrath und sein SV Hörnerkirchen kein Mittel. Trainer Kohnagel war dennoch zufrieden.
Alles Zerren half nicht: Gegen die ballsicheren Wedeler um Max Stolzenburg (links) fanden Nico Kunrath und sein SV Hörnerkirchen kein Mittel. Trainer Kohnagel war dennoch zufrieden.

Anders als der VfL Pinneberg meistert Wedel die Hürde Hörnerkirchen souverän. HR zeigt Nerven. Elmshorn muss nachsitzen.

shz.de von
02. August 2018, 15:30 Uhr

Kreis Pinneberg | Am Donnerstagabend, 2. August, werden die Paarungen der dritten Runde im Fußball-Oddset-Pokal gezogen. Aus dem Kreis Pinneberg befinden sich noch sechs Teams im Lostopf. Wir zeigen, wer es geschafft hat und für wen der Pokal schon wieder Geschichte ist.

SV Hörnerkirchen – Wedeler TSV 1:4 (1:2)

Einen Oberligisten, diese Erfahrung mussten die Kreisliga-Fußballer aus Hörnerkirchen machen, wirft man nicht in jeder Runde aus dem Wettbewerb. Nach dem 3:1-Überraschungserfolg in Runde eins über den VfL Pinneberg war gegen die Wedeler nun Schluss.

Einen Grund, sich zu grämen, hatte der Underdog aber nicht.  „Ich bin stolz auf die Jungs”, sagte Hörnerkirchens Trainer Jürgen Kohnagel.

Marcel Uitz durchbricht die Abwehrwand

Sein Team stand gut in der Abwehr und machte die Räume eng. Wedel brauchte knapp eine halbe Stunde, bis Marcel Uitz die Lücke zur Führung fand. Mit dem Halbzeitpfiff verwandelte Nico Bauermeister einen von Fernando Roesler an Amirhoussein Niyazibanafsheh verursachten Foulelfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer.

Hörnerkirchens Kapitän Jan Ring (links) stört den Wedeler Torschützen Marcel Uitz.
Michael Bunk
Hörnerkirchens Kapitän Jan Ring (links) stört den Wedeler Torschützen Marcel Uitz.
 

Dem möglichen Ausgleich stand Timo Kunrath der Pfosten im Weg. Danach spielte erneut nur der WTSV mit gefühlt 75 Prozent Ballbesitz, aber erst der eingewechselte Enzo Simon sorgte mit einen Doppelpack für die Entscheidung schnürte.

„Am Zielwasser müssen wir ein bisschen arbeiten“, meinte WTSV-Co-Trainer Holger Weinsheimer, der von einem guten Auftritt seiner Truppe sprach.

SV Hörnerkirchen: Sommer – Eichentop, Walkovs, N. Kunrath, Lidloff – Münster, Bauermeister, Ring, T. Kunrath (69. Lefenau) – Niyazibanafsheh (46. Marx),  Kautecky (46. Bewernick)

Wedeler TSV: Golombiewski – Roesler, Vollmer, Wilckens, Eggers – L. Diaz, Steinecke – Rörström (77. Banoub), Stolzenburg (53. Rodrigues Oliveira), Richter (53. Simon) – Uitz.

Tore: 0:1 Uitz (28.), 0:2 Rörström (33.), 1:2 Bauermeister (45.+2, FE), 1:3, 1:4 Simon (75., 90.+1)

HFC Falke – SV HR 5:4 n. E.

Die Fans des HFC Falke (Bezirksliga) feierten Torwart Steven Pagenkop, der im Elfmeterschießen die Versuche von Besart Tara und Marcel Schöttke vereitelte.

„Ausgerechnet unsere vermeintlich Treffsichersten scheitern“, ärgerte sich Heiko Barthel, Trainer des Landesligisten SV Halstenbek-Rellingen. Aus Torgeschenken hatten die beiden Einschläge bis zur 120. Minute resultiert.

SV Halstenbek-Rellingen: Steen – Najjar, Krabbes, Schöttke, Raasch (119. Krohn) – D. Ghadimi, Theis (79. Karakaya), Kabashi, Clausen – B. Tara, A. Tara (70. Humann).

Tore: 0:1 D. Ghadimi (20.), 1:1 Weissner (48.); Elfmeterschießen: 1:2 Karakaya, 2:2, 2:3 Krohn, 3:3, 3:4 Kabashi, 4:4, 5:4

SC Pinneberg – SSV Rantzau 0:2 (0:0)

„Dieser Torwart ist scheiße“, riefen die Fans des SSV Rantzau. Florian Jensen durfte die Unmutsäußerungen als Kompliment verstehen. Der Keeper des SC Pinneberg hielt sein Bezirksliga-Team lange Zeit im Spiel. Am Ende aber zog der Landesligist aus Barmstedt mit einem 2:0 (0:0) in die dritte Runde ein.

SCP-Keeper hält fast alles

Allein in der 30. und 31. Minute vereitelte Florian Jensen Großchancen für seinen Namensvetter Marvin Jensen, Christoph Bendix (Kopfball) und Tim-Pepe Hartlieb. Eine Hand hatte er auch noch am Ball, als Jannik Ruhser einen von Ismail Nak an Onur Tiryaki verschuldeten Elfmeter zum 0:1 verwandelte (89.).

Doch es hätte auch anders kommen können. Dann nämlich, wenn nicht auch SSV-Keeper Tilman von Velde bei einem tollen Schuss von Fabian Jensen vorzüglich reagiert hätte (80.).

SC Pinneberg: Fl. Jensen – Gomoll, Nak, Christian Koster, Klimaschewski – Wucherpfennig, Fa. Jensen, Brandt (46. Raschke), Stapel (75. Grubb) – Göttsche (55. Göttsche), Pekdemir.

SSV Rantzau: von Velde – P. Breuel, Hartlieb, J. Thieme, K. Thieme (79. Thieme) – Tiryaki, Bendix, Ruhser (90.+3 Bruns) – N. Breuel, Matern, M. Jensen (72.Kenou).

Tore: 0:1 Ruhser (89./FE), 0:2 Kenou (90.+8)

SV Lieth – FC Elmshorn 3:5 n.E.

Das Nachbarschaftsduell entschieden die favorisierten Elmshorner erst nach Elfmeterschießen für sich. Bezirksligist SV Lieth legte vor 200 Zuschauern am Butterberg gut los, ließ jedoch beste Chancen ungenutzt.

Nach den beiden Treffern und dem Platzverweis gegen FCE-Akteur Jannick Prien kurz vor der Halbzeitpause verflachte die Partie. Die Klein Nordender wussten mit ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit nicht viel anzufangen, der Landesligist von der Wilhelmstraße zeigte sich später zumindest vom Punkt aus treffsicher.

Für Elmshorns Jannick Prien (links) war die Partie gegen Diminitri Rawinsky und die SV Lieth noch vor der Halbzeitpause beendet. Er handelte sich Gelb-Rot ein.
Claus Bergmann

Für Elmshorns Jannick Prien (links) war die Partie gegen Diminitri Rawinsky und die SV Lieth noch vor der Halbzeitpause beendet. Er handelte sich Gelb-Rot ein.

 

Enttäuschung bei Lieth, Erleichterung beim FCE

SVL-Trainer Michael Radde-Krüger war im Anschluss enttäuscht: „Wir waren so dicht dran und haben uns sehr gut verkauft. Mein Team war bis zum Schluss fit und im Gegensatz zum FCE hatten meine Spieler keine Wadenkrämpfe.“

Der Elmshorner Spielertrainer Dennis Usadel reagierte entsprechend erleichtert: „Für uns ist der Sieg ein Erfolgserlebnis, was für uns sehr wichtig war. Obwohl wir lange Zeit in Unterzahl gespielt haben und Lieth ein starker Gegner war, bin ich stolz auf das Weiterkommen meiner Mannschaft.“

SV Lieth: Hernowski – Stubenrauch, Thies, Hansen, Bandholz (46. Münster) - Harbeck, Henningsen – Oehlers (71. Mohr), Rawinski, Matthiessen -  Petersen (70. Duman)

FC Elmshorn: Schulz – Gbedey (88. Homburg), Werning, Usadel, Girgin – Prien, Aygün, Weckwert (115. Witt), Duong (114. Genz) – Ercek, Kwakye

Tore: 0:1 Aygün (25.), 1:1 Matthiessen (33.)

Elfmeterschießen: 2:1 Rawinski, 2:2 Genz, Henningsen verschossen, 2:3 Aygün, Thieß - Schulz hält, 2:4 Girgin, 3:4 Matthiessen, 3:5 Ercek

Gelb-Rote Karte: Prien (45.)

TuS Borstel – Gencler Birligi 3:4 (2:0)

Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 4:3-Sieg bei TuS Borstel (Kreisklasse B) ebnete Mesut Yildiz dem Kreisligisten Gencler Birligi den Einzug in die nächste Runde. Trainer Feyyaz musste in der Pausenansprache richtig laut werden nach einer desolaten ersten Halbzeit seines Teams.

Mit einem starken Auftritt besonders in der letzten halben Stunde und trotz Ampelkarte für Ensar Polat gelang noch die Wende. Auch weil den Borstelern die Puste ausging.

Gencler Birligi: M. Orhan – C. Poyaz, Öztürk, Celebi, Yildiz – Becerik, O. Meric - Yildirim, Ü. Poyaz (46. Pätzel), Polat – Abdou (46. Bas)

TuS Borstel: Fuhr (33. Landahl) – Schmidt,

H. Gelien, Gloszat, Hintze, Carstens-Töpfer (71. Storm), Dreyer, Brauch, Krüger, Baltz, M. Gelien

Tore: 1:0 H. Gelien (20.), 2:0 M. Gelien (45.+1), 2:1 (65.), 3:1 Baltz (60./FE), 3:2 (64.), 3:3 (83.), 3:4 (90.+3)

Gelb-Rote Karte: Polat (Gencler, 89.)

Rasensport Uetersen – Hetlinger MTV 1:0 n.V.

Ein Traumtor von Marcel Jobmann hat Kreisligist Rasensport Uetersen in der 116. Minute vor dem Elfmeterschießen gegen Bezirksliga-Neuling Hetlinger MTV bewahrt. „Wir haben gegen einen sehr starken Gegner eine hervorragende Leistung gezeigt“, resümierte Raspo-Coach Peter Ehlers zufrieden.

Rasensport Uetersen: Knapp – Friederich, Weber, Enderle, Shmakov – Laut (75. M. Ehlers), Hajrizi – Ph. Ehlers (118. Pott), Schramm, A. Koziol (62. Kühl) – Jobmann.

Hetlinger MTV: Wolff – Bassen, Plüschau, Drews, Moldenhauer – Zink, Haase – Kamsteeg (65. Özdemir), Isik (55. Bassoumi), Simsek, Wichern.

Tor: 1:0 Jobmann (116.)

SuS Waldenau – SV Rugenbergen 0:8 (0:2)

Die Oberliga-Fußballer des SV Rugenbergen haben sich mit 8:0 (2:0) bei SuS Waldenau (Kreisliga 7) durchgesetzt. Die Hausherren hatten insbesondere im zweiten Durchgang kein Mittel gegen Sergej Schulz (vier Treffer) und Moussa Mane (Dreierpack).

Max Scholz (rechts) und der SV Rugenbergen hatten mit Kreisligist SuS Waldenau keine Probleme.
Lars Mundt

Max Scholz (rechts) und der SV Rugenbergen hatten mit Kreisligist SuS Waldenau keine Probleme.

 

SuS Waldenau: Albuszis – Kanzler, Blank, Oldenburg, Perinan Benegas, Machein, Gertschat (76. Stricker), Timmereck (71. Buller), Pierret, Hübner, Kimm.

SV Rugenbergen: Marciniak – Worthmann,  Tegeler,  Munzel (75. Rüster), Beese, Schulz, Gerber, Scholz, von Bastian (70. Dampha), Mane, Haase.

Tore: 0:1 Schulz (18.), 0:2 Mane (38.), 0:3 Mane (51.), 0:4 Schulz (56., FE), 0:5 Mane (64.), 0:6 Schulz (75.), 0:7 Schulz (78.), 0:8 Haase (90.)

Rissener SV – TuS Hasloh 3:2 (1:1)

„Wir waren in den Zweikämpfen unterlegen“, räumte der Hasloher Spielertrainer Fabian Trama nach dem 2:3  beim Rissener SV ein. Den Borstelern war gegen Gencler Birligi nach einer 3:1-Führung die Puste ausgegangen – 3:4.

Tore: 0:1 Neumann (32.), 1:1 (39./HE), 2:1 (83.), 3:1 (88.), 3:2 Sube (90.+2/FE). Rote Karte: Rissen (44.).

Kummerfelder SV – SV Lurup 1:7 (1:3)

Bezirksligist Kummerfeld bekam auf die „Mütze“. Beim 1:7 nach einer 1:0-Führung gegen den Staffelrivalen aus Lurup zollten sie Nachlässigkeiten im Abwehrverhalten und personellen Engpässen Tribut. „Wir wollen das Ergebnis mal nicht zu hoch hängen“, beschwichtigte der sportliche Leiter Werner von Bastian die enttäuschten Fans.

Kummerfelder SV: Dahnke – Wunsch, Struck, Gängler – Fiedler, Rudek, Techert (63. Wiehart), Otto – Braun – Hein (78. Urban), Ohlerich (63. Eccarius). 

Tore: 1:0 Ohlerich (17.), 1:1 (18.), 1:2 (22.), 1:3 (42.), 1:4 (58.), 1:5 (59.), 1:6 (73.), 1:7 (90.).

TSV Sparrieshoop – SC Nienstedten 0:3 (0:1)

Der Landesligist SC Nienstedten erwies sich für die Kreisliga-Kicker des TSV Sparrieshoop als eine Nummer zu groß. Achtbar zwar, dennoch klar unterlagen sie den Gästen 0:3 (0:1).  Dabei hatten die Gastgeber durchaus ihre Chancen, konnten diese allerdings, wie allein zweimal durch Torben Büchner, nicht nutzen.

TSV Sparrieshoop: Möller – Akpinar (64. Schwarz), Sternberg, Krippahle, Zuna (76. Schmidt) – Rathlau, Büchner – Schoeß, Kabashi, Voß – Aydin (64. Bärthel)

Tore: 0:1 Drinkuth (22.), 0:2 Drinkuth (55.), 0:3 Tönges (90.)

Holsatia/EMTV – Niendorfer TSV 0:7 (0:4)

Von den rund 100 Zuschauern am Spielfeldrand gab es anerkennenden Applaus. Und das trotz der am Ende doch deutlichen 0:7-Niederlage der Kreisliga-Kicker von Holsatia, die in der zweiten Runde des Fußball Oddset-Pokals dem Oberligisten vom Niendorfer TSV nicht das Wasser reichen konnten.

„Niendorf hat ein ganz starkes Spiel gemacht, die waren uns in allen Belangen überlegen”, zeigte sich Holsatias Trainer Nils Hammermann beeindruckt.

Holsatia/EMTV: Schlothauer – Grichel, Schmunk, Ashrafi, P. Kölln (82. Kühl) – Konrad, N. Witt, Firat (46. A. Witt), Elfendahl, Petrich (64. Hägemann) – Springer

Tore: 0:1 (5.), 0:2 (11.), 0:3 (29.), 0:4 (37.), 0:5 (68.), 0:6 (85.), 0:7 (86.)

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