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Elmshorner Stadtwerke Cup : Wechsel, Rückkehr und ’ne Quali

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schwimmwettkampf in der Traglufthalle als gelungener Test für verschiedene Meisterschaften

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Eigentlich war es wie so oft. Lea Boy und Thea Brandauer schwammen in den blauen Badekappen ihres Sponsors Seite an Seite. Im 50-Meter-Sprint sowie über Schmetterling hatte Brandauer knapp die Nase vorn, über die Freistilstrecken von 100 Meter an aufwärts war die drei Monate jüngere Boy beim Elmshorner Stadtwerke Cup (ESC) am Wochenende nicht zu schlagen.

Und doch war es etwas anders. In der Ergebnisliste tauchte als Verein bei Brandauer nicht mehr Swim-Team Stadtwerke Elmshorn (STE), sondern SV Eidelstedt auf. „Stimmt. Ich habe vor etwa einem Monat das Startrecht gewechselt“, sagte die Schülerin, die seit drei Jahren in Hamburg das Sportgymnasium Alter Teichweg besucht und dort im Internat lebt. In zweieinhalb Wochen schreibt sie dort die schriftlichen Abiturprüfungen.

Warum der Schritt jetzt? „Die Unterstützung bei Trainingslagern ist besser“, erklärt sie frei heraus, dass es in erster Linie der monetäre Aspekt war, der für die Veränderung des Startrechts den Ausschlag gab. „Mitglied im STE bin ich weiterhin, damit ich weiter auch hier trainieren kann“, sagte Brandauer, die die meiste Zeit zwischen ihren Starts am Sonnabend auch im Kreis der älteren STE-Starter vor dem Ausgang zum alten Umkleidetrakt der Elmshorner Traglufthalle verbrachte.

Erstmals seit gefühlten zehn Jahren hat Heiko Hell wieder an einem offiziellen Schwimmwettkampf teilgenommen. Der zweimalige Olympiastarter (2000 Sydney, 2004 Athen) trainiert seit Beginn seiner Selbstständigkeit als Ausgleich wieder dreimal pro Woche. „Ich brauche den Wettkampf, damit ich zum Training gehe“, sagte der mittlerweile 36-Jährige, dessen Sohn Moritz ebenfalls am Start war. Das Ziel sind die Pflichtzeiten für die Landesmeisterschaften im Sprintmehrkampf; diese werden passender Weise am Sonnabend, 8. Juli, im Elmshorner Freibad ausgetragen. Die dafür nötigen Punkte hat Hell, in seiner Glanzzeit auf den langen Freistilstrecken zuhause, über die vier 50er locker erreicht. In der Addition belegte er beim ESC mit 2025 Zählern Rang zwei hinter Yassine Kacem (Flensburg, 2068 Punkte) und vor den Elmshornern Konstantin Dieckmann, Philipp Drews, Finn Dulisch und Siebo Vogel, die auch allesamt diese Norm in der Tasche haben.

STE-Cheftrainer Jörg Freyher hatte bei dem gut organisierten Heimwettkampf – „Ein Lob an die ehrenamtlichen Helfer“ – besonders den Nachwuchs im Auge. „Einige haben noch die Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften geschafft“, berichtete er. Unter anderem sprang Julia Hoppe noch auf diesen Zug auf. Den letzten Feinschliff für diese Titelkämpfe Ende April holen sich 20 Elmshorner Schwimmer von Sonntag an für zehn Tage beim Trainingslager auf Zypern.

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