Wechsel beim Nachwuchs

Anne Borinski (37) legt die Stoppuhr in Elmshorn aus der Hand und wechselt zum Landesstützpunkt Halle/Saale.
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Anne Borinski (37) legt die Stoppuhr in Elmshorn aus der Hand und wechselt zum Landesstützpunkt Halle/Saale.

Schwimmen: Trainerin Anne Borinski verlässt Swim-Team Stadtwerke Elmshorn in Richtung Halle

shz.de von
05. Juli 2018, 16:00 Uhr

Die von den Ergebnissen her für sie als Trainerin vielleicht erfolgreichste Saison neigt sich dem Ende entgegen. Zugleich bedeutet dies für Anne Borinski auch das Ende ihrer Zeit in Elmshorn. Die 37-Jährige verlässt das Swim-Team Stadtwerke Elmshorn und sucht eine neue Herausforderung. Sie fängt im August beim Landes-Sport-Bund Sachsen-Anhalt in Halle/Saale an und übernimmt dort eine Stützpunktgruppe. „Es ist für mich beruflich ein Fortschritt und die Möglichkeit mich weiterzuentwickeln“, sagt Borinski zu den Gründen, nach sechs erfolgreichen Jahren als Nachwuchstrainerin ihre Zelte im Badepark abzubrechen. Die STE-Leitung arbeitet derzeit an einer Nachfolgeregelung.

Beim STE hat Borinski in erster Linie die Talentfördergruppen mit Mädchen und Jungen im Alter von neun bis zwölf Jahren betreut. „Ich gehe auch mit einem weinenden Auge, weil mir die Arbeit mit den Kindern hier viel Spaß gemacht hat. Ich will die Zeit hier nicht missen“, sagte sie. Dass vor wenigen Wochen die von ihr betreuten Talente Nele Prätorius und Seike Schlump bei den Deutschen Meisterschaften im Delphin-Mehrkampf Gold und Silber gewonnen haben, wurde sozusagen zum krönenden Abschluss. „Diese Saison war mega-erfolgreich, aber natürlich hat man auch Glück, wenn man einen so starken Jahrgang erwischt.“

In Halle, so hofft die A-Lizenz-Trainerin, werde sie daran anknüpfen können. In der Heimat des ehemaligen Weltklasse-Schwimmers Paul Biedermann übernimmt Borinski den Nachwuchs in der Altersspanne von elf bis 14 Jahren. Die Voraussetzungen in Sachsen-Anhalt sind schon von den Örtlichkeiten her ganz andere als in Elmshorn. Die Schwimmhalle hat unter anderem eine Gegenstromanlage. Gleich nebenan sind die Sportschulen – mit Internat – der Stadt, wo der Unterricht eng mit den Trainingsplänen abgestimmt wird. „Das ist mehr als Leistungssport ausgerichtet“, sagt sie. In Elmshorn nehmen die Schulen zwar auch viel Rücksicht auf die jungen Leistungssportler, aber so eng wie in Halle ist die Verzahnung nicht.

Die in Siegen (Nordrhein-Westfalen) groß gewordene Anne Borinski war im Sommer 2012 als Nachwuchstrainerin vom SV Eidelstedt (Hamburg) zum STE gekommen. Jörg Freyher war zuvor nach dem Weggang von Bernd Berkhahn zum SC Magdeburg zum Cheftrainer aufgestiegen. Freyher und Borinski hatten zuvor bereits drei Jahre gemeinsam am OSP Hamburg zusammen gearbeitet.

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