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„Warum nicht Kreismeister werden?“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Die Torhüter der hiesigen Oberligisten blicken auf die Hinrunde zurück – Heute Teil 3: Dennis Schultz (SV Rugenbergen)

Nach dem Ende der Hinrunde lässt unsere Zeitung Protagonisten der drei hiesigen Fußball-Oberligisten auf die seit Saisonstart bestrittenen Partien zurückblicken. In diesem Jahr sind es die Torhüter, die den bisherigen Saisonverlauf aus Ihrer Sicht schildern. Sie fiebern aus ihren Strafräumen heraus mit, haben die Aktionen direkt vor sich und sind nicht selten spielentscheidend. Welche waren ihre schönsten Siege, welche die bittersten Niederlagen? Gab es besondere Highlights mit den Teamkollegen außerhalb des Fußballplatzes? Und was nehmen sich die Keeper mit ihren Teams für die Rückrunde vor? Den Abschluss in unserem dreiteiligen Hinrunden-Rückblick macht

Dennis Schultz (30)

, Torhüter des SV Rugenbergen. Der Routinier spricht über die neue Spielphilosophie der Bönnigstedter, die Eingeschworenheit des Teams und den Kampf um die Nummer eins im Kreis.


Das Fußballjahr 2013 ist beendet. Sie belegen mit dem Team den sechsten Tabellenplatz. Wie lautet Ihr Resümee?
Dennis Schultz: Ich bin sowohl mit meiner persönlichen, als auch mit der Teamleistung zufrieden. Wir stehen tabellarisch sehr gut da. Es gibt jedoch noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Geht man richtig in der Annahme, dass Sie damit das Defensivverhalten meinen? 35 Gegentore in 18 Partien sprechen eine deutliche Sprache.
Schultz: Natürlich haben wir in der Hinserie sehr viele Gegentreffer kassiert, allerdings hatten wir auch mit einigen personellen Problemen zu kämpfen. Wir mussten wochenlang auf Leistungsträger wie Harry Jurkschat und Maik Grabow verzichten. Man darf zudem nicht vergessen, dass wir eine neue Spielphilosophie verfolgen und offensiver agieren. Wir stecken auch nach einem zwei- oder drei-Tore-Rückstand nicht auf, sondern agieren weiter druckvoll. Pleiten wie das 0:7 gegen Curslack-Neuengamme sind dennoch nicht zu akzeptieren.

Unterstützen Sie als Torwart die offensive Spielausrichtung?
Schultz: Der Trainer (Ralf Palapies, d. Red.) hat eine klare Vorstellung und der Erfolg gibt ihm Recht. Angesichts des sechsten Platzes im Tableau haben wir einiges richtig gemacht. Mein Ego leidet zudem nicht darunter, wenn ich einmal vier oder fünf Gegentore kassiere. Es ist wichtiger, dass wir als Team erfolgreich agieren und ich meine Leistung bringe. Einen Blick auf das Torverhältnis kann ich mir aber dennoch nicht verkneifen (lacht).

Insgesamt scheint die Mannschaft anfällig für Leistungsschwankungen zu sein. Wie erklären Sie sich diesen Umstand?
Schultz: Wir haben eine junge Mannschaft, das ist stets ein Faktor. Nichtsdestotrotz verfügen wir über erfahrene Akteure und müssen aus den Fehlern der Hinserie lernen. Wir müssen in gewissen Phasen eventuell den Fuß vom Gas nehmen und ein wenig kompakter auftreten.
Sie scheinen stets an das Wohl der Mannschaft zu denken. War das auch der Grund dafür, warum Sie sich für den Einsatz von Ersatztorhüter Jannis Waldmann am achten und neunten Spieltag ausgesprochen haben?
Schultz: Jannis ist ein sehr guter Torwart. Wir waren während der Vorbereitung auf Augenhöhe, ich hatte das bessere Ende auf meiner Seite. Durch Jannis muss ich jeden Tag an meine Grenzen gehen und profitiere enorm von seiner Anwesenheit. Wir haben uns bei einer Teamsitzung über einen Wechsel im Tor unterhalten und somit hat er seine verdiente Spielzeit erhalten.
Gegen Ende der Hinserie pausierten Sie erneut. Allerdings aufgrund einer Rückenverletzung. Sind Sie wieder einsatzbereit?
Schultz: Ich wollte zuletzt nichts riskieren und habe mich für eine Pause entschieden. In den vergangenen Wochen habe ich mich gut erholt und bin wieder fit. Ich freue mich auf die Rückrunde.

Was erhoffen Sie sich von der Rückrunde?
Schultz: Ich hoffe, dass wir weiterhin erfolgreichen Fußball spielen, die Mannschaft von Verletzungen verschont bleibt und noch die ein oder andere Verstärkung zu uns stößt. Insgesamt wäre der sechste Tabellenplatz sicherlich als Erfolg einzuordnen. Es wäre natürlich sensationell, wenn wir am Ende der Spielzeit die Nummer eins im Kreis wären. Das ist aber nicht unser primäres Ziel (lacht).

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erstellt am 04.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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