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Fußball-Kreisklasse : VSV-Akteure provozieren Spielabbruch

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kreisklasse: Zuschauer flüchtet ins Vereinsheim

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Die Fußball-Kreisklassenpartie zwischen dem TSV Seestermüher Marsch II und dem Voßlocher SV war bereits nach 70 Minuten beendet. Beim Stand von 2:1 für die Märschler – Simon Lehmann hatte per Eigentor zunächst die Voßlocher Gäste in Führung gebracht, Andreas Karczewska das Ergebnis schließlich per Doppelschlag gedreht – brach Schiedsrichter Thomas Piotraschke (FC Elmshorn) das Spiel ab. „Aus Angst um die Gesundheit seiner Spieler hatte mich der Kapitän des TSV Seestermüher Marsch um diesen Schritt gebeten“, erläuterte Piotraschke.

Was war geschehen? Voßlochs Trainer Ralf Petersen kommentierte es wie folgt: „Unser Spieler Felix Lorenz hat für ein gestrecktes Bein die Gelbe Karte gesehen. Ein Zuschauer fing an zu pöbeln, woraufhin Lorenz wiederum den Zuschauer beleidigt hat. Das hat sich zugespitzt – irgendwann habe ich dann den Überblick verloren, so dass ich zum weiteren Geschehen auf und neben dem Platz nichts sagen kann.“ Petersen war vor seinem Engagement beim VSV selbst langjähriger Trainer der Seestermüher Zweiten.

Zahlreiche Umstehende hingegen berichteten von einer anfänglichen Rudelbildung und Drohungen der Voßlocher Spieler gegen den Zuschauer, der dann zu Boden geworfen wurde und schließlich ins Klubheim des TSV geflüchtet sei. Auch hätten mehrere Voßlocher Fußballer demnach versucht, ins Klubheim zu gelangen, um den Zuschauer dort zu suchen. Der VSV-Akteuer Zouheir Ashrafi sah im Zuge des Tumults die Rote Karte.

Für Seestermühes Trainer Maik Richert und Co-Trainer Kim Neidenberger war der Spielabbruch die einzig richtige Entscheidung: „Ich bin zwar enttäuscht darüber, dass das Spiel so ein jähes Ende gefunden hat – zumal es bis dahin eine recht ordentliche Partie gewesen ist –, aber schlussendlich sind die Emotionen so hochgekocht, dass wir um die Gesundheit unserer Spieler fürchten mussten“, sagte Richert.

Es war nicht der einzige Vorfall mit Beteiligung des Voßlocher SV in der laufenden Saison. Bereits Ende August 2014 hatten Verantwortliche des Hetlinger MTV schwere Vorwürfe gegen die Mannschaft erhoben, welche nach Spielende in die Hetlinger Kabine eingedrungen und dort „wild um sich geprügelt“ haben sollen. Das Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbands verurteilte den VSV daraufhin zu einer Geldstrafe von 500 Euro. Auch während des von Gencler Birligi ausgerichteten Hallenfußballturniers im Januar 2015 in Elmshorn kam es zu Tumulten im Spiel zwischen Voßloch und dem SC Pinneberg II, welches daraufhin abgebrochen wurde.

Aus dem Voßlocher Umfeld war nach den erneuten Ausschreitungen an der Seestermüher Dorfstraße indessen zu vernehmen, dass sich die Mannschaft wohl kurzfristig vom Spielbetrieb zurückziehen werde. Dieses wollte Petersen allerdings noch nicht bestätigen.
 

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