Floorball-1.Bundesliga : Vorfreude trotz sportlicher Brisanz

Spielertrainer Felix Irrgang freut sich auf das Auswärtsspiel in seiner alten sportlichen Heimat.
Spielertrainer Felix Irrgang freut sich auf das Auswärtsspiel in seiner alten sportlichen Heimat.

Felix Irrgang kehrt mit Blau-Weiß 96 in seine alte Heimat zurück. Spiel in Chemnitz von großer Bedeutung.

Avatar_shz von
02. März 2018, 08:00 Uhr

Schenefeld | Dass Felix Irrgang gebürtiger Chemnitzer ist und den Großteil seines Lebens in der sächsischen Stadt verbracht hat, hört man ihm nicht an. „Ich habe mir auch sehr viel Mühe gegeben“, scherzt der 25-jährige Floorballer in astreinem Hochdeutsch. Seit seinem berufsbedingten Umzug Anfang 2017 nach Hamburg ist der Dialekt zwar etwas verloren gegangen.

Nicht aber die Vorfreude, die Irrgang verspürt, wenn er als Spielertrainer mit Blau-Weiß 96 Schenefeld anlässlich des Bundesliga-Auswärtsspiels am Sonntag bei seinem Ex-Verein Floor Fighters Chemnitz antritt.

„Ich habe richtig Lust auf dieses Spiel“, so Irrgang vor seiner Rückkehr in die alte Heimat. Das Gastspiel ist allerdings bei weitem nicht nur ein Wiedersehen mit Freunden und ehemaligen Weggefährten.

Halbe Liga bangt um den Klassenerhalt

Realistisch betrachtet müssen drei Spieltage vor Ende der regulären Saison noch fünf Teams um den Klassenerhalt zittern – zwei davon sind Schenefeld und Chemnitz.

Beste Chancen, sich Rang sechs und damit die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde zu sichern, haben momentan die Red Hocks Kaufering. Zwei Zähler beträgt der Vorsprung der Oberbayern auf einen der vier Playdown-Plätze (siehe Infokasten).

Zwar stehen mit den Partien in Berlin und gegen Schenefeld noch zwei Duelle mit direkten Konkurrenten aus. Gleichzeitig treffen sie allerdings nicht mehr auf die ganz großen Kaliber. Aufgrund des starken Leistungsgefälles zwischen Tabellenspitze und -keller erhöht das die Erfolgschancen. Dagegen zählen etwa die Gegner von Schlusslicht TV Schriesheim allesamt zu den Top Vier in der Tabelle.

Schenefelder mit spannendem Restprogramm

Und Blau-Weiß 96? Gemessen am Restprogramm erscheint zumindest Rang acht und damit das Heimrecht im ersten Playdown-Spiel greifbar. Auch der sechste Platz ist noch in Reichweite: Sollte etwa Kaufering vorher patzen, könnte das direkte Aufeinandertreffen der beiden Teams noch einmal enorm an Bedeutung gewinnen.

Derartige Rechenspiele wollen die Schenefelder allerdings erst vertiefen, so sie denn die Grundvoraussetzung geschaffen haben – und die lautet: Sieg in Chemnitz. „Das wird aber eine ganz enge Kiste“, verspricht Irrgang. Und er muss es schließlich wissen.

Restprogramm der Playdown-Kandidaten

VfL Red Hocks Kaufering 6. Platz, 15 Punkte

MFBC Leipzig (4. Platz, Heim), BAT Berlin (7., Auswärts), Blau-Weiß 96 Schenefeld (9., Heim)

BAT Berlin 7. Platz, 13 Punkte

ETV Piranhhas Hamburg (5. Platz., Auswärts), VfL Red Hocks Kaufering (6., Heim), Red Devils Wernigerode (2., Auswärts)

Floor Fighters Chemnitz 8. Platz, 13 Punkte

Blau-Weiß 96 Schenefeld (9. Platz, Heim), TV Lilienthal (3., Auswärts), ETV Piranhhas Hamburg (5., Auswärts)

Blau-Weiß 96 Schenefeld 9. Platz, 11 Punkte

Floor Fighters Chemnitz (8. Platz, Auswärts), ETV Piranhhas Hamburg (5., Heim), VfL Red Hocks Kaufering (6., Auswärts)

TV Schriesheim 10. Platz, 9 Punkte

TV Lilienthal (3. Platz, Heim), UHC Sparkasse Weißenfels (1., Auswärts), MFBC Leipzig (4., Heim)

Modus: Die Plätze sieben bis zehn spielen die 1. Runde der Playdowns in einer Best-of-Three-Serie aus. Die Verlierer der 1. Runde  treten anschließend in einer weiteren Serie gegeneinander an. Das unterlegene Team aus dieser Serie steigt direkt in die 2. Bundesliga ab, der Gewinner muss gegen den Verlierer der Zweitliga-Playoff-Finals in einer Relegation antreten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker