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Fussball-Verbandsliga : Von der Autobahn ins Tor

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Horster Keeper René Lemke spielt mit der Polizei-Auswahl Schleswig-Holsteins um DM-Titel

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Die Verbandsligafußballer des VfR Horst müssen morgen beim Spitzenspiel in Henstedt-Ulzburg auf ihn verzichten und auch die Elmshorner Polizeifußballer werden am Montag in der Halbfinalbegegnung des Sparkassenpokals gegen die SG Lovefilm/Orlen ohne René Lemke auskommen müssen. Die Partie wurde aufgrund der Sperrung des Krückaustadions kurzerhand verlegt und findet nun am Butterberg statt.

Aber für die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft muss man eben Opfer bringen. Und für Lemke erfüllt sich damit eine polizeiinterne Traumlaufbahn: Erstmals in die schleswig-holsteinische Auswahl der Ordnungshüter berufen, hielt der 28 Jahre alte Polizeiobermeister, der beim Elmshorner Autobahnrevier Dienst schiebt, in beiden Vorrundenspielen gegen Hessen und Bayern (jeweils 1:0) das Tor der Nordlichter sauber. Am Montag beginnt nun die Endrunde im nordrhein-westfälischen Borgselm. „Damit haben die wenigsten gerechnet“, sagte Lemke, der besonders gegen die Hessen mehrfach stark parierte und sich ein Sonderlob von Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner verdiente.

Erster Gegner im Endturnier ist Mecklenburg-Vorpommern; am Donnerstag folgt die Partie gegen Baden-Württemberg. Zur zweiten Vorrundengruppe gehört unter anderem Titelverteidiger Nordrhein-Westfalen.

Die SH-Polizisten fahren gut vorbereitet am Sonntag los. Bei einem zweitägigen Trainingslager haben sie Brunners Vereinsmannschaft Eutin 08, bereits feststehender Meister der Verbandsliga Süd-Ost, 3:0 bezwungen. Auch wenn spätestens am Montag um 14 Uhr die Konzentration ganz dem Turnier gehört, will sich Lemke während der Busfahrt nach NRW über das Schicksal seines VfR Horst beim SV Henstedt-Ulzburg auf dem Laufenden halten. Das Smartphone macht’s möglich. „Das Ergebnis werde ich wohl mit dem Schlusspfiff wissen“, hofft er. „Ein Sieg wäre ein deutlicher Schritt nach vorn.“

Angesichts der anhaltenden Verletztenmisere ist der Optimismus aber nicht so ausgeprägt. Andererseits sei der Aufstieg nie das Ziel gewesen. Deshalb gilt für ihn: „Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus.“ Und das gilt auch für die Spiele der Polizei-DM.

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