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Fußball-Kreisliga : Von der Abwehr in den Sturm

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kiebitzreihe trennt sich im Kreisliga-Topspiel mit 1:1 von Geest 05. Marcel Balfanz beweist Flexibilltät.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2015 | 00:00 Uhr

Im modernen Fußball ist es längst kein Novum mehr, dass sich der eine oder andere Akteur gelegentlich außerhalb seiner angedachten Stammposition wiederfindet. Trainer setzen immer häufiger auf Flexibilität.

Eben jene Anpassungsfähigkeit stellte Marcel Balfanz, nominell Stürmer, im Topspiel der Kreisliga West zwischen Rot-Weiß Kiebitzreihe und SG Geest 05 eindrucksvoll unter Beweis. Beim 1:1 (0:1)-Unentschieden beorderte RWK-Trainer Oliver Schlegel seinen Angreifer aufgrund von personellen Sorgen kurzerhand auf die Innenverteidiger-Position. „Marcel agiert am liebsten als Sturmspitze, verfügt jedoch über alle Qualitäten, die ein Abwehrspieler benötigt“, erklärte Schlegel seinen Schachzug.

Der Ausflug Balfanz` in die Viererkette war jedoch nur von 45-minütiger Dauer. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte mit etlichen Fehlpässen im Aufbauspiel, wodurch auch das 0:1 in der 27. Spielminute entstand, gingen die Hausherren mit einem Rückstand in die Kabine. Schlegel disponierte kurzerhand um und beförderte Balfanz in den Angriff. „Marcel hat seine Aufgabe in der Defensive erstklassig erfüllt, wir brauchten jedoch seine Offensivpower“, analysierte Schlegel. Mittelfeldspieler Simeon Duwensee rückte stattdessen in die Innenverteidigung, Balfanz ging in die Spitze.

Nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff hatte sich der Wechsel beinahe bezahlt gemacht. Balfanz bediente den eingewechselten Bengt Olof Gronemann, der jedoch am Gästekeeper scheiterte.

Die Chance hauchte den Hausherren im Duell gegen den noch ungeschlagenen Ligaprimus jedoch neues Leben ein. Besonders Flügelspieler Oliver-Benjamin Kuck kam auf der rechten Seite immer wieder bis zur Grundlinie durch und brachte gefährliche Flanken vor das gegnerische Tor. Eine dieser Hereingaben landete in der 55. Minute, wie sollte es anders sein, bei Torjäger Balfanz. Der Goalgetter benötigte allerdings zwei Anläufe um die Führung der Gäste zu egalisieren. Zuerst setzte Balfanz das Leder an die Unterkante der Latte, ehe er im Nachschuss zum verdienten 1:1-Ausgleichstreffer vollendete.

„Marcel ist immer für ein Tor gut, das hat er erneut unter Beweis gestellt“, so Schlegel, der mit seiner Equipe beinahe Geest die erste Saisonniederlage beigebracht hätte. Sowohl Jan Lukas Schiebuhr (70.) als auch Kuck (76.) waren im Abschluss jedoch nicht abgeklärt genug.

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